"Vergewaltigungs-Rap": Frauenrechtler wollen Eminem verhaften lassen

Die kanadische Organisation für Frauenrechte RINJ (R*pe is no joke) fordert in einer Pressemitteilung den Boykott von Eminem und Big Sean. Beide Künstler sollten laut Aussage des Vereins sogar verhaftet werden.

Grund für die aufgebrachte Stimmung ist der gemeinsame Track No Favors. In seinem Part greift Eminem die konservative Autorin Ann Coulter an. Er rappt, dass er Coulter mit diversen Gegenständen vergewaltigen wolle: Vom Ku Klux Klan-Poster bis hin zum Dosenöffner. 

RINJ bezeichnet dies als "Vergewaltigungs-Rap". Eminem und Big Sean würden zu Gewalt gegen Frauen aufrufen und Millionen ihrer Fans vermitteln, dass es okay sei, eine Frau zu vergewaltigen, wenn man mit dieser ein Problem habe. "Eminem und alle Beteiligten an diesem Verbrechen sollten verhaftet werden", heißt es in der Mitteilung.

Die Amerikanerin Ann Coulter ist als kontroverse Persönlichkeit bekannt. Als Gegner der Demokraten und politischen Linken fiel sie zuletzt als große Supporterin von Donald Trump auf.

Big Sean ft. Eminem - No Favors (prod. WondaGurl) [Audio]

Dreieinhalb Monate nach dem siebenminütigen Reimmassaker Campaign Speech gibt's endlich wieder Eminem auf einem ordentlichen Instrumental zu hören. Auf dem heute erschienen Album I Decided. des Detroiters Big Sean hat er einen Part zum Song No Favors beigesteuert.

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Ja Rule wirft 50 Cent vor, massiv mit der Polizei kooperiert zu haben

Ja Rule wirft 50 Cent vor, massiv mit der Polizei kooperiert zu haben

Von Alina Amin am 23.01.2021 - 15:17

Ja Rule und 50 Cent verbindet eine lange Beef Historie, die einen düsteren Schatten auf die Karriere von Ja legt. Nicht nur wegen des Streits mit Fiddy sondern wohl auch wegen der Staatssicherheit. Im Gespräch mit Talib Kweli in dessen Podcast "The People's Party" nimmt Ja Rule seine Fans mit auf eine Reise in die Vergangenheit und reflektiert den Höhepunkt der Fehde mit 50 Cent. Er erklärt, dass ein Großteil des Schadens, den er erlitt, gar nicht mit 50 Cent zu tun hätte, sondern mit der Polizei. 

Ja Rule über den wahren Grund für seinen Untergang

Ja Rule berichtet von einer Phase in seiner Karriere, auf die er nun mit gemischten Gefühlen zurückblickt. Es geht dabei um seinen 2004er Track "New York", den er nun als "Beef-Song" bezeichnet. Er erklärt sodann, dass er damals unzufrieden mit sich selbst gewesen sei. Eine Zeit lang wäre er der krasseste Künstler gewesen und hätte überall stattgefunden. Dann kam 50 Cent, der damals erfolgreicher Newcomer im Dunstkreis großer Künstler wie Eminem war, und attackierte ihn.

Der Rapper erklärt, dass die Leute ihn zu der Zeit wohl satthatten. Deshalb fanden 50s Angriffe so viel Anklang. Was vielen Fans wohl weiterhin nicht bewusst sei, wäre, dass sich vieles hinter den Kulissen abspielten. Streit zwischen Geschäftsführern beispielsweise. Hinzu käme, dass Murder Inc, das Label auf dem Ja Rule groß wurde, zu der Zeit polizeilichen Untersuchungen unterlag. Das wäre der eigentliche Grund für den damaligen Untergang des Labels.

Ja Rule über 50 Cent "Er spielte auf beiden Seiten mit"

Die Polizei und Sicherheitsbehörden hätten damals alles bei Murder Inc leer geräumt und die Beziehungen zur Szene zerstört. Wenn Leute also 50 Cent den Credit für das Ende des Labels geben, lägen sie falsch. Immerhin hätte es schon Hunderte anderer Beefs gegeben. Ein einzelner Mann könne ein ganzes Label nicht zerstören. 

Sodann erklärt er, dass 50 Cent auf beiden Seiten mitgespielt hätte. Einerseits hätte er vor den Behörden das Opfer gespielt und die Untersuchungen damit begünstigt. Andererseits hätte er in der Szene den Harten gemacht und Ja Rule gemobbt. Er beendet das Gespräch mit der Anmerkung, dass Fans und Außenstehende nie verstehen würden, wie die Situation wirklich ablief. Sie könnten nämlich nie einsehen, dass ihr "Held" (50 Cent) sich auch falsch verhalten hätte.

Das Interview könnt ihr euch hier anschauen:


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