"Vergewaltigungs-Rap": Frauenrechtler wollen Eminem verhaften lassen

Die kanadische Organisation für Frauenrechte RINJ (R*pe is no joke) fordert in einer Pressemitteilung den Boykott von Eminem und Big Sean. Beide Künstler sollten laut Aussage des Vereins sogar verhaftet werden.

Grund für die aufgebrachte Stimmung ist der gemeinsame Track No Favors. In seinem Part greift Eminem die konservative Autorin Ann Coulter an. Er rappt, dass er Coulter mit diversen Gegenständen vergewaltigen wolle: Vom Ku Klux Klan-Poster bis hin zum Dosenöffner. 

RINJ bezeichnet dies als "Vergewaltigungs-Rap". Eminem und Big Sean würden zu Gewalt gegen Frauen aufrufen und Millionen ihrer Fans vermitteln, dass es okay sei, eine Frau zu vergewaltigen, wenn man mit dieser ein Problem habe. "Eminem und alle Beteiligten an diesem Verbrechen sollten verhaftet werden", heißt es in der Mitteilung.

Die Amerikanerin Ann Coulter ist als kontroverse Persönlichkeit bekannt. Als Gegner der Demokraten und politischen Linken fiel sie zuletzt als große Supporterin von Donald Trump auf.

Big Sean ft. Eminem - No Favors (prod. WondaGurl) [Audio]

Dreieinhalb Monate nach dem siebenminütigen Reimmassaker Campaign Speech gibt's endlich wieder Eminem auf einem ordentlichen Instrumental zu hören. Auf dem heute erschienen Album I Decided. des Detroiters Big Sean hat er einen Part zum Song No Favors beigesteuert.

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Wie Eminem 50 Cent zu neuer Musik inspiriert hat

Wie Eminem 50 Cent zu neuer Musik inspiriert hat

Von Paul Kruppa am 30.08.2021 - 21:14

Auch wenn 50 Cent in letzter Zeit vor allem durch seine vielen Serienprojekte im Fokus steht, ist er im Herzen natürlich Rapper. Seit 2014 ist jedoch kein neues Album von Fiddy mehr erschienen – doch bei einem aktuellen Eminem-Verse hat es den New Yorker mal wieder so richtig gekitzelt. Fifty musste offenbar das Studio entern.

Eminems Nas-Feature bringt 50 Cent zum Schreiben

In einem kurzen Interview auf dem YouTube-Kanal von People enthüllte 50 Cent (jetzt auf Apple Music streamen), was ihn musikalisch inspiriert. Speziell Eminems Leistung auf dem neuen Album von Nas ("King's Disease 2") hat es dem US-Star angetan. Der Track "EPMD 2" ist nicht spurlos an ihm vorbeigegangen.

"Wenn Em etwas macht, das für mich heraussticht, ist es etwas Besonderes. Er hatte gerade einen Auftritt auf Nas' Album und das hat mich dazu gebracht, wieder aufzunehmen zu wollen, weil ich mich so dazu connectet gefühlt habe. Er klang so gut, dass ich dachte: 'Ich muss etwas schreiben.'"

("When Em does something that stands out to me, it’s special. He just had a performance on Nas’ album, and it made me want to record again because of my connection to it. He sounded so good that I was like: 'I gotta write something.'")

50 Cent fühle sich weiterhin in der Rapszene verankert. Selbst wenn er nicht immer alles mit der breiten Öffentlichkeit teile. Manchmal treibe es ihn ins Studio, um etwas zu recorden. Die Bewunderung für Eminems Performance auf der Kollabo mit Nas äußerte 50 Cent im Vorfeld schon auf Instagram. Dort schrieb er, dass man einfach zuhören solle.

Auf dem Song bekommt Fifty von seinem Freund auch einen Shoutout: "I hit 50 via text / Told him that I love him 'cause I don’t even know when I’ma see him next".

Neben der Inspiration durch Eminem hebt 50 Cent übrigens ebenfalls den Einfluss von TikTok auf die aktuelle Musikkultur hervor. Hier kannst du das Interview sehen (ab Minute 05:26):


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