Urteil gegen iranischen Rap-Star Amir Tataloo gefällt

Der iranische Rapper Amir Tataloo ist zu fünf Jahren Haft und 74 Peitschenhieben verurteilt worden. Das habe die iranische Nachrichtenagentur heute ohne nähere Begründung bekanntgegeben, berichtet ORF.at.

Für die Festnahme durch die Moralpolizei, die bereits im Sommer erfolgte, nennt ORF die "Verbreitung westlicher und unislamischer Sittenlosigkeit" als Grund.

Mit rund 3,5 Millionen Followern auf Instagram und 1,25 Millionen auf Facebook hat Tataloo eine riesiege Reichweite, obwohl seine Songs nicht im staatlichen Radio und TV gespielt werden dürfen. Bereits 2013 wurde er für kurze Zeit von der Moralpolizei festgehalten, weil er mit auswärtigen Sendern kooperierte.

Internationale Schlagzeilen machte Tataloo 2015 mit einem Musikvideo zum Song Nuclear Energy, für das er mit dem iranischen Militär zusammenarbeitete. Darin erklärte er, friedliche Nuklarenergie sei erstrebenswert und es sei gutes Recht der Iraner, den Persischen Golf zu bewaffnen. National wie international sorgte dieser Song für große Kontroverse.

Viele Fans und Beobachter waren sich sicher, dass er dabei von der Regierung instrumentalisiert wurde, um deren Botschaft in einer jungen Zielgruppe zu verbreiten. 

Haft und 74 Peitschenhiebe für iranischen Rapper - news.ORF.at

Der iranische Rapper Amir-Hussein Maghsudlu ist zu fünf Jahren Haft und 74 Peitschenhieben verurteilt worden. Das gab Teherans Staatsanwalt Abbas Dolatabadi heute laut Nachrichtenagentur ISNA ohne nähere Begründung bekan...

Iranian Fans Take To Social Media To Demand Rapper's Release

Iranian fans have taken to Instagram and other social media to demand the release of Amir Tataloo, a popular and controversial rapper arrested on charges of spreading depravity...

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Kommentare

Die ganzen Gangsterrapper in deutschland die nur große Worte Spucken und ein von Ghetto und Gefährlich erzählen haben wohl noch nicht begriffen, dass das hier alles nichts anderes als Kinder***** ist und die echten Risiken rapper wie Tataloo eingehen in einem Land wo Texte gegen Regierung verboten ist.

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Kollegah soll 100.000 € für Jigzaw-Line bezahlen

Kollegah soll 100.000 € für Jigzaw-Line bezahlen

Von Till Hesterbrink am 03.06.2020 - 13:25

Als Kollegah im Sommer 2018 für Jigzaw die 40.000 € Kaution hinterlegte, zahlte er diese nach eigenen Angaben mal eben aus der Portokasse. Jetzt soll das Alpha Music Empire Oberhaupt weitere 100.000 € auf den Tisch legen: Diesmal geht das Geld an die Töchter der Geissen Familie.

100.000 € von Kollegah an die Geissens: Verletzung der Persönlichkeitsrechte

Bereits im November letzten Jahres hatte das Landgericht in Mannheim den Rapper zu dieser Zahlung verurteilt, nun folgte die Urteilsbegründung. An die Töchter Davina und Shania müssen jeweils 50.000 € gezahlt werden. Der Grund ist eine schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts der Geissen-Töchter, im Song „Medusablick“ von Jigzaws Album „Post Mortem“. In der Line beschrieb Jigzaw – laut Gericht jenseits der Grenzen der Kunstfreiheit – was er mit den Geissen-Töchtern an deren 18. Geburtstag anstellen würde. Im Prinzip war die Zeile eine Vergewaltigungsfantasie gegenüber Minderjährigen. Die Line ist mittlerweile vom Song entfernt worden.

Kollegah will das Urteil noch nicht akzeptieren

Alpha Music Empire und Kollegah haben schon Revision eingelegt, sodass der Gerichtsstreit nun in die nächste Instanz vor das Oberlandesgericht in Karlsruhe geht. Die Geissens planen trotzdem schon mit dem Geld und verrieten, was mit den jeweils 50.000 € geschehen soll. Das Geld soll in Aktien angelegt werden, um den Töchtern zum 18. Geburtstag ein Auto zu kaufen.

In einer bereits gelöschten Story wünscht der selbsternannte Gönnjamin den beiden Töchtern: "Viel Spaß mit den neuen Wagen und allzeit gute Fahrt".

Für Kollegah ist es allerdings nichts Neues, dass ihn seine Singnings einiges an Geld kosten. Das Lehrgeld, welches er für Jigzaw gezahlt hat, erreicht trotz dieser Strafe immer noch nicht Gent-Level. Dieser hatte damals nach eigenen Angaben einen 400.000 € Vorschuss bezogen, chartete dann jedoch bloß auf Platz 30.


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