Urteil gegen Fler: Geld- und Bewährungsstrafe

Das Berliner Amtsgericht hat Fler zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss er eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro zahlen. Das berichtet unter anderem die Bild. Flers Angaben zufolge belaufe sich sein Bewährungszeitraum auf drei Jahre. Das erklärte er bei Clubhouse.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Strafe von einem Jahr und zehn Monaten gefordert, die nicht zur Bewährung ausgesetzt wird. Dem Maskulin CEO wurde eine Reihe von Straftaten zur Last gelegt, welche in einer Sammelklage gegen ihn vorgebracht worden waren.

Bewährung: Fler entgeht Gefängnisstrafe

Was wurde Fler vorgeworfen? Der Berliner Rapper soll diverse Personen beschimpft haben. Mutmaßliche Beleidigungen gegen Polizisten, eine Nachbarin, einen Rechtsanwalt und einen Influencer waren Teil des Strafverfahrens. Laut BZ werden Beleidigungsvorwürfe, die explizit Bushido betreffen, noch gesondert verhandelt. Den ersguterjunge-Chef soll Fler im Internet als "ekligen Hund" und "Bastard" betitelt haben.

Weitere Vorwürfe gegen Fler: das Fahren ohne Führerschein sowie versuchte Nötigung eines Journalisten. Darüber hinaus soll der Berliner Rapper unbefugt Details aus dem Gerichtsverfahren an die Öffentlichkeit gebracht haben. Fallen gelassen wurde hingegen offenbar der Anklagepunkt der Sachbeschädigung. Darauf hat Fler einen Tag vor der Urteilsverkündung selbst via Instagram hingewiesen.

Die Staatsanwaltschaft riet in ihrem Plädoyer letzte Woche von einer Bewährungsstrafe ab, da für Fler keine günstige Sozialprognose zu stellen sei. Fler zeige keine Bereitschaft, sich an Regeln zu halten, hieß es da. Flers Verteidigung argumentierte für eine siebenmonatige Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wird.

Fler selbst war bei der heutigen Verkündung des Urteils nicht anwesend.

Fler äußert sich zum Urteil

Auf Twitter hat sich Fler nach dem Urteilsspruch zu Wort gemeldet. Er kündigte an, nun als "freier Mann" erst einmal in den Urlaub zu fliegen. Diese Freiheit genieße hierzulande nicht jeder. Dazu postete er die heutige Schlagzeile aus der Bild-Zeitung.

In seiner Insta-Story hat Fler zudem einen Hinweis auf einen Clubhouse-Talk platziert. Dort tauschen sich unter anderem Farid Bang und Fler unter dem Titel "Bewährung 4 Life" aus. Fler liefert dabei zusätzliche Details zu dem erfolgten Urteil. So würden die 10.000 Euro Geldstrafe an eine Stiftung gegen Gewalt gehen. Von einer geforderten Führerscheinsperre habe das Gericht abgesehen. Er könne direkt eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) machen. Der Bewährungszeitraum soll wie eingangs erwähnt drei Jahre betragen. Ließe sich Fler in diesem Zeitfenster etwas zu Schulden kommen, wären 10 Monate Gefängnis die Folge.

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"Bisschen happig": Gzuz äußert sich zu seiner Haftstrafe

"Bisschen happig": Gzuz äußert sich zu seiner Haftstrafe

Von Michael Rubach am 08.04.2021 - 15:41

Gzuz wurde letztes Jahr unter großem medialen Interesse vom Amtsgericht Hamburg zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt. Im Interview bei Kiss FM hat sich Gazo nun ausführlich zu dem zurückliegenden Prozess geäußert und auch bestätigt, dass ihm zusätzlich eine Geldstrafe von 500.000 Euro aufgebrummt worden ist. Gleichzeitig nimmt er zu einem kommenden Berufungsverfahren Stellung.

Gzuz sieht sich nicht als "Justizopfer"

Eine Frage treibt die Fans der 187 Strassenbande um: Muss Gzuz tatsächlich erneut ins Gefängnis? Unter anderem wegen Drogenbesitzes, Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Waffengesetz wurde der Rapper in erster Instanz schuldig gesprochen. Hier hakt Kiss FM Moderatorin Alisha direkt beim Hamburger nach und erkundigt sich nach dem Stand der Dinge. Gzuz erteilt bereitwillig Auskunft:

"Ja, es steht auf jeden Fall im Raum. Aber ich find es schon ein bisschen happig, wenn der Staatsanwalt 14 Monate fordert und der Richter dir 18 Monate und ne halbe Million gibt. Dann ist das schon – ja, so ein bisschen auffällig. Und wenn man sich dann auch die Taten anguckt. Das ist natürlich ein schwebendes Verfahren, aber wenn man sich das alles anguckt, ist es schon ein bisschen happig. Deswegen geht man da in Berufung und hat da nochmal die Chance, sich vor einem anderen Gericht vielleicht zu erklären, sag ich mal. Und dann versuchen, da was Besseres rauszuholen für mich. Aber erstmal steht das im Raum, dass ich in Haft muss. Also vielleicht kommt man da nicht drum rum. Aber dann ist das so. Wär ich jetzt sauber durchs Leben gegangen, dann ist das keine – ich bin jetzt kein Justizopfer oder so. Man muss schon sagen, dass ich da auch Scheiße gebaut habe."

Bereits Bonez MC hatte nach dem Urteil im September die Strafe als "utopisch" bezeichnet. Zeitgleich stellte der 187-Chef ein weiteres Soloalbum von Gzuz vor Haftantritt in Aussicht. Das Hashtag #freegzuz trendete zudem unmittelbar nach dem Gerichtsprozess, der demnächst wohl auf anderer Ebene neu aufgerollt wird. Gzuz dazu:

"Ich wurde vorm Amtsgericht verurteilt und in nächster Instanz ist das Landgericht. Und beim Landgericht wird dann eine andere Strafkammer für mich zuständig sein."

Wann das Berufungsverfahren stattfindet, ist laut Gzuz noch nicht klar. Ein erneuter Prozess sei aus der Sicht des Hamburger Rappers erst einmal "besser als Knast". Demnächst erscheint mit dem "Sampler 5" ein neues Album der gesamten 187-Gang. Vor Kurzem releasten die Jungs die Single "Verpennt". Gzuz taucht dabei allerdings ausschließlich im Video auf.

Das komplette Interview mit Gzuz bei Kiss FM kannt du hier anhören:


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