UMG, Warner & Sony: Major Labels investieren in KI-Firma "Stability AI"
Ein Mann unterschreibt

In Sachen KI scheiden sich vor allem in der Musik die Geister. Während zahlreiche Musikschaffende sicherlich der Meinung sind, dass künstlich generierter Sound keinen Platz in der Kunst hat, scheint der eine oder andere Anzugträger das anders zu sehen. Geht es zum Beispiel nach Major-Labels, gehört KI wohl definitiv zum Business dazu. So wurde kürzlich ein Investmentbericht über die Musik-KI-Software Stability AI veröffentlicht, laut dem drei der größten Major-Labels als Investoren an dem Unternehmen beteiligt sind: UMG, Warner Music und Sony Music.

UMG, Warner & Sony haben in Stability AI investiert

Wie Variety berichtet, sind UMG, Warner und Sony bei der jüngsten Investmentrunde von Stability AI beteiligt gewesen. Gemeinsam mit anderen großen – in der Unterhaltungsbranche ansässigen – Unternehmen wie Electronic Arts haben die drei Labels insgesamt eine Investmentsumme von 76 Millionen US-Dollar aufbringen können. Zuvor war unter anderem UMG Verträge mit Stability AI eingegangen, um neue KI-Modelle zu entwickeln, die auf dem Katalog und dem geistigen Eigentum von UMG basieren.

Investments von UMG, Warner, Sony & mehr: Was ist Stability AI?

Der Name Stability AI dürfte vielen auf den ersten Blick vielleicht nichts sagen. Das liegt unter anderem daran, dass die Firma hauptsächlich über ihre KI-Modelle bekannt ist. So hat das Unternehmen 2022 das Open-Source-Text-zu-Bild-Modell "Stable Diffusion" auf den Markt gebracht. Im Mai dieses Jahres haben sie außerdem ihr neuestes, auf lizenzierten Daten basierendes Audiomodell namens "Stable Audio 3.0" vorgestellt. Die oben genannten Verträge sind aller Wahrscheinlichkeit nach in Bezug auf dieses Modell geschlossen worden.

Stability AI sieht sich selbst übrigens in anderen Sphären als seine Mitstreiter im KI-Business. So richten sich die von ihnen entwickelten Modelle explizit an Kreativschaffende, weshalb die Arbeit mit lizenzierten Daten bei ihnen eine große Rolle spielt. Diese besondere Rolle unterstrich CEO Prem Akkaraju in einem jüngst veröffentlichten Statement, anlässlich der hochkarätigen Investorenrunde:

"Stability ist im KI-Bereich einzigartig, weil wir kreative Menschen sind, die Werkzeuge für Kreative entwickeln. Die Entwicklung branchenprägender Technologie bedeutet, ein Team aus branchenprägenden Größen zusammenzustellen – und genau das haben wir hier getan."

Dass eine weitverbreitete Nutzung von KI kreativen Menschen den Job kosten könnte, lässt der CEO in seinem Statement aus.

Mit der jüngsten Finanzierungsrunde beläuft sich das Gesamtfinanzierungsvolumen des Unternehmens übrigens auf 232 Millionen US-Dollar.

Wie heiß KI-Nutzung in der Musik aktuell diskutiert wird, wird unter anderem im Fall Fenix Flexin deutlich. Der Rapper hatte mit seinem Song "Rubberz" eine monatelange Online-Debatte über eine potenzielle KI-Nutzung entfacht. Inzwischen hat der Musiker selbst zugegeben, dass der Song mithilfe eines KI-Tools generiert wurde.

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