Ufo361 nimmt Abschied: Wie der Berliner auf seine Karriere zurückblickt
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Ufo361 hat bis auf Weiteres mit der Musik wohl tatsächlich abgeschlossen. In seiner Insta-Story richtet der Stay High-Künstler einen langen Text an seine Fans.

Darin lässt er seine Karriere Revue passieren und erklärt, wie es zu seinem vermeintlichen Rückzug gekommen ist.

1. Die Anfänge auf der Straße

Ufo beschreibt zunächst, wie das Rap-Ding angefangen hat. Er sei einfach Sprüher und Dealer gewesen, der ein bisschen Musik gemacht hat. Als die Leute um ihn herum, gemerkt hätten, dass Musikmachen auch Arbeit bedeutet, sei es zunehmend schwieriger geworden. Nach Ufos Angaben ist die Entwicklung einer notwendigen Struktur daran gescheitert.

"Auf einmal sind unnötige Vibes entstanden, was kein Vorwurf jemanden gegenüber sein soll, sondern mich eher dazu bewegt hat [...] ich mach mein eigenes Ding"

Ufo spielt wohl auf die Zeit bei Hoodrich an. Über das Label von Said sind seine ersten Releases wie "Bald ist dein Geld meins" oder "Ihr seid nicht allein" veröffentlicht worden. Da seine "Musik nicht typisch Straße war", sei es letztendlich zum Bruch gekommen – Videosperrungen und Missgunst inklusive.

"[...] Am Ende des Tages bin ich ICH und nicht ein Sklave oder Soldat von irgendwem, sondern mein eigener Führer!!! Mich hat das krass motiviert, ich das als Herausforderung angesehen."

2. Die Karriere kommt ins Rollen

Mit der Hilfe seiner Familie vor allem seiner Mutter blieb Ufo am Ball. Indirekt kündigt er ein Buch an, wenn er sich zum Schreiben "bereit fühle". Trotz neuer kreativer Energie und die Entwicklung zum härteren Trap-Sound scheint aller Anfang erneut schwer.

"Da ich mit der ganzen Arbeit alleine da stand, wurde es für mich auch wieder sehr schwierig, eine Struktur aufzustellen"

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Durch die Inspiration aus Amerika, einigen Investments und Leuten, die mitziehen, gelingt es Ufo seine Vision immer mehr zu verwirklichen. Der Aufwand kostet allerdings Kraft und hier sieht der Berliner auch sich selbst in der Verantwortung. Er habe in das Business "zu viel Liebe, Emotionen" investiert. Er bereue diese persönliche Note, weil es schlussendlich nur zu einem Mehrwaufwand führen würde.

"Gesünder wäre es gewesen, nicht persönlich zu werden, sachlich zu bleiben [...]"

3. Der Stress nimmt Überhand

Ufo spricht hier von einem weiteren "Neustart". Damit spielt er wohl auf die Trennung von seinem Produzententeam Broke Boys an, die maßgeblich an der "Berliner"-Mixtape-Reihe mitgewirkt hatten. Mit neuen Beatmakern, neuem Studio und neuem Elan greift Ufo nochmal an, aber die Belastung scheint enorm:

"Durch all diesen Stress habe ich mit der Zeit gemerkt, wie sehr ich mich selber, meine Gesundheit & meine fam [sic] vernachlässigt habe."

Daher gibt es Ufo offenbar kein zurück mehr. Er wünscht sich insgeheim etwas, das man nicht mit Geld kaufen kann:

"[...] aber eigentlich wollte ich nichts mehr als Liebe und Zufriedenheit."

Vollkommen ohne den Sound von Ufo361 wird es aber auch nicht weitergehen. In einem weiteren Post kündigt der Berliner diverse Feature-Parts an, die es von ihm zu hören geben wird:

Außerdem steht noch eine Tour an. Was danach kommt, ist zur Zeit jedoch ungewisser denn je.

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