Heute um 23:10 Uhr strahlt der Fernsehsender ARTE die 3. Folge der sechsteiligen Dokumentationsreihe Welcome to the 80's aus, die sich in dieser Ausgabe mit Rap, Breakdance und Graffiti beschäftigt. 

Die 52-minütige Sendung begibt sich in das New York der 80er und verfolgt die Entstehung einer neuen schwarzen Kultur. Der Sender lässt auf einen umfassenden Einblick hoffen: 

"Mit ' Rapper's Delight' läutet die Sugar Hill Gang die 80er Jahre ein. Mit zwei Plattenspielern und einem Mikrofon erobert Hip-Hop die Charts. Der Breakdance beeinflusst die Welt des Tanzes ebenso wie Graffiti die Kunst. Was leicht und unbeschwert beginnt, entwickelt sich im Laufe des Jahrzehnts zu einer internationalen Jugend- und Protestbewegung."

Regisseur und Autor Jean-Alexander Ntivyihabwa verschafft Einblicke in die Hiphopkultur der Epoche, thematisiert auch brisante Aspekte und sozioökonomische Folgen und erzählt gemeinsam mit Dee Nasty von den Anfängen des französischen Hiphops. 

Die Dokumentation ist Teil des ARTE Summer of the 80's . Sie widmet sich in jeder Folge einer anderen Musik- und Jugendbewegungen der Achtziger Jahre und wirft einen Blick auf den damit verbundenen Lifestyle des Jahrzehnts. Die nächsten Ausgaben drehen sich voll und ganz um Charts, Clips & Commerce, Gothic, Industrial & Metalbeat und House-Nation & Acid-Parties. 

Wer heute Abend schon etwas vor hat, wird sich über zwei Wiederholungen freuen: am 22. August und am 1. September wird das Special erneut ausgestrahlt. 

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Olexesh x Vanessa Mai: Nicht jeder darf "F*tze" sagen

Olexesh x Vanessa Mai: Nicht jeder darf "F*tze" sagen

Von Michael Rubach am 19.07.2018 - 13:04

Darf er das? Ist das dann überhaupt noch Rap? Die Gemütslage nach der Veröffentlichung des Kollabo-Tracks von Olexesh und Schlagerprinzessin Vanessa Mai war leicht erhitzt. Das lag nicht ausschließlich an der fast schon irrwitzigen Kombination von Schlager à la Helene Fischer und Rap aus dem 385i-Camp.

Der Track sorgte vor allem aus produktionstechnischen Gründen für eine Kontroverse. "Wir 2 immer 1" irritiert mit seiner Hook doch nachhaltig. Vanessa Mai möchte eigentlich Folgendes singen:

"Das Gefühl, du stellst alles auf den Kopf / Und ich steh‘ zwischen so viel Fragen / Viel zu viel, zu viel Worte in mein‘m Kopf"

Was allerdings für viele Hörer ankommt, ist weitaus weniger harmlos als diese banalen Textzeilen. Statt "Worte" hört sich die Intonation der Sängerin sehr nach einer unschönen Beschreibung des weiblichen Geschlechtsteils an. Es klingt offenbar selbst für die wohlwollenden Ohren von Vanessa Mai inzwischen derart danach, dass sie sich öffentlich um eine Richtigstellung bemüht.

Wie der Rolling Stone schreibt, soll die ehemalige Jurorin von DSDS bei ihrem Gig vor 20.000 Menschen beim Schlagerhammer in Hoppegarten ihr Publikum um Anständigkeit gebeten haben. Sie forderte die Fans ausdrücklich auf, bitte "Worte" zu singen. Hier nochmal der Song zum Nachhören:

Viele unterstellen der Schlagersängerin auch, absichtlich mit dieser zweideutigen Betonung gearbeitet zu haben. In einem YouTube-Video reagiert die Beschuldigte darauf und weist diese Unterstellung von sich (ab Minute 5:00):

Ich muss ehrlich sagen, ich habe mir den Song ganz oft wohlwollend angehört und habe mir dieses Wort vorgestellt und wollt es wirklich hören – ich hör's nicht! [...] Es hat mich sehr amüsiert, aber es ist keine PR. Ich singe wirklich 'Worte' und nichts anderes."

ZU VIEL F*TZE IN MEINEM KOPF?! // Vanessa Mai Q&A

Mein Album SCHLAGER erscheint am 03.08.2018! Hier kannst du es AB SOFORT vorbestellen: https://vanessamai.lnk.to/Schlager * Meine aktuelle Single WIR 2 IMMER 1 feat. Olexesh: https://www.youtube.com/watch?v=2xTkXumxOOY SCHLAGER als MAGAZIN-EDITION: Hochwertiges 72-seitiges Magazin mit exklusiven Texten & Fotos + Poster + 2 CDs: http://smarturl.it/Schlager_Magazin * Möchtest du mehr YouTube-Videos von mir sehen?

Ob nun "Worte" oder "F*tze" oder etwas ganz anderes – diese Haltung von Vanessa Mai zeigt, dass die heile Welt des Schlagers und die eher raue Welt des Raps nicht so leicht zusammenzubringen sind. Fast schon unvorstellbar, dass sich heutzutage ein Rapper für Kraftausdrücke entschuldigt. Wo es auf der Rap-Seite die Herkunft und Sozialisation untermauert, wirkt es in der sterilen Schlagerwelt schnell unschicklich, sobald sich derberes Vokabular in die Texte mischt (sogar wenn es wie hier offenbar keine Absicht ist).

Dabei sind tausende Schlagersongs voller Themen wie Fremdgehen, Affären und leidenschaftlicher Liebe – nur werden diese Inhalte indirekt umrissen und in verbale Watte gepackt. Der Bratan Olexesh, der mit dieser missverständlichen Betonung nur wenig zu tun hat, macht sich derweil wieder zurück an seine eigentliche Kunst. Anstelle von eher soften Bars für die breite Masse spiegelt eine aktuelle Hörprobe den Straßensound wider, der uns wohl auf "Authentic Athletic 2" erwartet:

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Ein Beitrag geteilt von Olexesh | 385idéal (@olexesh) am


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