Das Amtsgericht Leipzig hat einen Strafbefehl gegen Katja Krasavice erlassen. Das berichtet unter anderem die Bild-Zeitung. Die 29-Jährige war im Mai von Polizisten in Leipzig mit mehr als 1,2 Promille am Steuer erwischt worden, wie damals ein Polizeisprecher bestätigte. Dafür muss sie nun eine sechsstellige Geldstrafe zahlen und erhält eine zehnmonatige Führerscheinsperre. Darüber hinaus wird aktuell aufgrund einer möglicherweise gefälschten Sprachnachricht gegen Katja ermittelt.
Katja Krasavice muss Geldstrafe nach Trunkenheitsfahrt bezahlen
Berichten zufolge soll Katja bei der Trunkenheitsfahrt im Juni zu schnell gefahren sein und mehrere Ampeln missachtet haben. Deshalb sei sie auf dem Radar der Beamten gelandet. Die Polizei bestätigte im Nachhinein, dass bei ihr ein Blutalkoholwert von 1,28 Promille gemessen wurde. Damit lag eine absolute Fahruntüchtigkeit vor.
Der Strafbefehl soll bereits am 24. Oktober erlassen worden sein. Bis zum 17. November hat Katja Krasavice noch Zeit, Einspruch einzulegen. Das Strafgeld ist im "unteren sechsstelligen Bereich" zu verordnen, erklärt ein Amtsgerichtsprecher gegenüber der Bild.
Zudem ermittelt die Polizei derzeit gegen Katja Krasavice aufgrund des "Verdachts der falschen Verdächtigung". Im Nachgang zu der Polizeikontrolle teilte Katja ein TikTok, in dem sie behauptete, ein Polizist hätte ihre Handynummer für eine private Kontaktaufnahme missbraucht. Er soll ihr eine Sprachnachricht geschickt und in Aussicht gestellt haben, etwas bei ihrem Fall "machen" zu können, wenn sie sich mit ihm auf einen Kaffee treffen würde. In dem Clip spielt sie die Voicenachricht ab. Das Video ist bislang weiterhin online.
Die Polizeidirektion hatte im Nachgang interne Ermittlungen eingeleitet, konnte jedoch keinen Täter ermitteln. Stattdessen geht man derweil wohl davon aus, dass die Sprachnachricht möglicherweise gefälscht ist und sich hinter der Stimme gar kein echter Polizist verbirgt. Im Zuge der Ermittlung hatte es vergangenen Monat eine Hausdurchsuchung bei Katja gegeben, bei der unter anderem Datenträger sichergestellt wurden, die nun ausgewertet werden müssen, so ein Sprecher der Polizei.
Katja hatte sich nach der Hausdurchsuchung ebenfalls zu Wort gemeldet und das Ganze als "reine Schikane" verurteilt: