Transformers - Die Rache (PS3)

 

Lieber Gamingfreund, dieser Sommer ist sowas von verkorkst, dass man gerade mal zwei Dinge tun kann: Ins Kino gehen oder sich vor die Playstation zu setzen. Dank Activision können wir in der Redaktion momentan beides. Da ich als hängengebliebener Transformersfan um den Kinofilm so oder so nicht rumkomme, darf ich gleich im Anschluss das Game einlegen.

Der Fan in mir spricht auch sofort: "Wie geil ist das denn?" , denn in der Konsolenfassung darf der Spieler wahlweise in die Rolle der Autobots oder in die Rolle der Decepticons schlüpfen. Je nachdem wie man sich entscheidet, hat man wahlweise Optimus Prime, Bumblebee und Co am Start oder eben Megatron nebst Starscream oder Sideways. Anschließend geht es mit wechselnder Besetzung durch jeweils rund 20 Levels, die an die Handlung des Filmes angelehnt sind. Hinzu kommt, dass jeder Roboter neben zwei Waffen auch noch eine Spezialeigenschaft hat. Während die einen ihre Kollegen heilen, setzen wieder andere Raketenwerfer in Stellung, lähmen den Gegner oder bauen ein Schutzschild um sich auf.
Auch technisch beglückt Transformers - Die Rache den Fan mit gelungenen Animationen inklusive überzeugenden Verwandlungen. Auch der Sound ist pompös genug, um die Anlage aufzudrehen und in der englischen Fassung gibt es sogar die Originalsprecher. Dann kommt auch schon das aber. Soll heißen in meiner Brust schlagen zwei Herzen. Dass, des Transformersfans und das des Gamingredakteurs. Entsprechend reiße ich mir jetzt mein Fanherz für kurze Zeit aus der Brust und nehme mir das Game zur selbigen:

Die Handlung ist definitiv nur an die Story angelehnt und warum z.B. Megatron am Ende des Spieles die Welt retten möchte wird weder erklärt, noch ergibt das auch nur irgendeinen Sinn. Ebenso wenig Sinn hat es für Kenner der Vorlage, dass Bumblebee (der seit den Realverfilmungen nicht mehr sprechen kann) seinen Sprachprozessor für die Konsolen offensichtlich wieder aktiviert hat. Darüber hinaus weiß auch die Spieltiefe nicht 100%ig zu überzeugen. So sind die Kämpfe und Aufgaben alles in allem nicht besonders abwechslungsreich. Hier eine Vernichtungsmission, dort eine Rettungsmission. Sobald man die - durchaus komplexe - Steuerung im Griff hat, hat man wenig zu befürchten. Größere taktische Anstrengungen sind zum Erreichen des jeweiligen Levelfinales nicht von Nöten.

Wofür die Entwickler allerdings wirklich Lob verdient haben, sind die integrierten Boni. So kann man durch fleissiges Spielen ganze G1-Zeichentrickepisoden freischalten und - für die Älteren unter uns - in Erinnerung schwelgen. Auch alle Roboter für die jeweilige Levelwelten sowie zusätzliche, im Einzelspiel nicht spielbare Charaktere, sind für den Multiplayerpart möglich. Thumbs up!

Der Multiplayerpart macht zudem auch richtig Laune. In "Einer wird stehen" heißt es bis zum letzten Mann, was heißen soll, dass Optimus oder Megatron besiegt werden muss - choose your side. Darüber hinaus gibt es Capture the Flag, Deathmatch und Team-Deatchmatch-Modi. Leider tummeln sich nicht gerade all zu viele Fans der Roboter auf den Onlineservern und auch eine anständige Lobby hat man wohl nicht mehr programmieren wollen. So wird sowohl der Versuch ein Game zu hosten als auch ein passendes Game zu finden schnell zur Qual.

Bewertung:
3,5 von 6

Fazit:
Als Fan muss ich - vor allem auch wegen der freischaltbaren Boni - begeistert sein. Als reiner Gamer muss ich mit Transformer - Die Rache vorsichtig sein. Das Spiel ist ok und kann auch unterhalten, ist aber leider kein Überflieger geworden zumal ist auf den Onlineservern viel zu wenig los.

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