Bars statt Beef: Tory Lanez & Joyner Lucas liefern 4 starke Battletracks in 24 Stunden

Ein Battle auf absolut hohem Niveau liefern sich gerade Tory Lanez und Joyner Lucas. Nach den Tracks "Lucky You Freestyle" und "Litty Freestyle" droppen beide Kontrahenten direkt neue Bars, die sich wieder sehen lassen können.

"Litty Again Freestyle" & "Zeze Freestyle"

Tory wähnt sich auf der Gewinnerseite und bringt den "Litty Again Freestyle":

Joyner Lucas kann das nicht auf sich sitzen lassen und kontert mit "Zeze Freestyle":

Innerhalb von 24 Stunden produzieren die beiden also insgesamt vier Disstracks. Dabei hört man den Tracks ihre schnelle Entstehungszeit kaum an.

Tory Lanez dürfte jedem Deutschrapfan ein Begriff sein, der sich mit aktuellem Sound auseinandersetzt. Joyner Lucas hat sich mit seinem Feature-Part auf "Lucky You" auf einem der wohl stärksten Tracks von Emimens Album "Kamikaze" verewigt. Die beiden sind definitiv keine Leichtgewichte ihres Genres.

Auf Instagram hat es begonnen und könnte es auch enden

Ausschlaggebend für das Duell der beiden US-Rapper war ein Instagram-Live-Video von Tory Lanez. Ein Fan verlangte dort nach einer Meinung zu Joyner Lucas. Tory gab Props, aber stellte auch klar, dass er sich selbst auf einem anderen Level bewegen würde. So kam das Battle überhaupt erst ins Rollen.

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Joyner Lucas stellt im Outro von "Litty Freestyle" wohl scherzhaft eine Zusammenarbeit in Aussicht. Auf Instagram trafen sich die beiden MCs nun zwischendurch zum Videochat und verdeutlichten, dass ein gemeinsamer Song durchaus möglich ist.

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Tory Lanez & Joyner Lucas Link Up On instagram live https://t.co/pNOPoGy8xu

Die Kontrahenten lachen miteinander und sehen die Sache durchweg sportlich. Es geht hier tatsächlich einmal um die Essenz und nicht um Nebenkriegsschauplätze abseits der Musik:

"This ain't Beef. This is Rap."

Neue Battles gegen J. Cole & Pusha T?

Im selben Instagram-Video bringt Tory Lanez einen neuen Gegner für Joyner Lucas ins Spiel. Er solle sich mit J. Cole messen. Tory Lanez selbst hat jemand ganz anderem im Blick. Sein Augenmerk gilt offenbar Pusha T. DJ Akademiks fragte online, ob Pusha ein geeigneter Battlegegner für Tory wäre.

#torylanez literally taking all lyrical fades. . Y'all been sleep on him too long he pulling up to all y'all fav rappers . Push

49.1k Likes, 3,598 Comments - DJ Akademiks (@akadmiks) on Instagram: "#torylanez literally taking all lyrical fades. . Y'all been sleep on him too long he pulling up to..."

Letztgenannter beantworte die Frage eigenmächtig in den Kommentaren. Er liebe Pusha, aber fände ein Battle "unfair", weil er sich selbst für den eindeutig besseren Rapper hält. Ähnlich wie bei Joyner Lucas gibt Tory Lanez zunächst Respekt, um dann seine Überlegenheit auszudrücken. Die Herausforderung steht.

Pusha T hat nicht zuletzt mit Drake-Diss "The Story of Adidon" bewiesen, dass er ein Battle-Monster sein kann.

Die drei gemeinsten Minuten des Sommers: Wie Pusha T Drake mit seinem neuen Disstrack zersägt

Das Battle zwischen Drake und Pusha-T hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Nachdem Pusha auf "Infrared" Drake erneut mit Ghostwriting-Vorwürfen konfrontierte und der Kanadier mit "Duppy Freestyle" antwortete, kontert der G.O.O.D. Music-Rapper nun mit "The Story of Adidon".

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Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Von Renée Diehl am 15.09.2021 - 13:31

Beef, parallele Album-Releases und Streaming-Duell: Zwischen Kanye West und Drake ging es in der letzten Zeit ordentlich rund. Dass die kurz aufeinanderfolgenden Releases von Kanyes "Donda" und Drakes "Certified Lover Boy" kein Zufall waren, war also von Anfang an offensichtlich. Nun aber meldet sich der Producer Todd Rundgren, der an "Donda" mitgearbeitet hatte, zu Wort – laut ihm hatte sich Kanye West durch Drake zum früheren Release seines Albums gezwungen gefühlt. 

Drake ist angeblich schuld an voreiligem "Donda"-Release

In seinem Interview mit "Ultimate Classic Rock" betont Produzent Todd Rundgren, dass das Timing des Donda-Releases kein Zufall war. Er selbst sei an den Aufnahmesessions für Kanyes zehntes Album beteiligt gewesen und behauptet, Drake habe "den ganzen Prozess angeführt". Kanyes Entscheidung, "Donda" zu veröffentlichen, sei so eine direkte Reaktion auf die Bekanntwerdung des Releasedatums von "CLB" gewesen: 

"Mein Engagement dauerte ein Jahr, und am Ende wurde mir klar, warum sie das Ganze so hastig eingetütet haben und offensichtlich rohes, unverarbeitetes Zeug veröffentlicht haben. Das liegt daran, dass Drake den gesamten Prozess anführte. Er [Kanye West, Anm. d. Red.] hatte zu viel Angst, dass Drake ihn übertrumpfen würde, also beeilte er sich und veröffentlichte das Album am Wochenende, bevor Drake sein Album herausbringen konnte. Und am Ende hat Drake trotzdem seinen Teil von Kuchen bekommen."

("My involvement went on for a year, and in the end I realized why they hurriedly wrapped the whole thing up and put out what is obviously really raw, unprocessed stuff. It’s because Drake was running the whole process. He was too afraid that Drake would one-up him, so he hurried up and released the album the weekend before Drake could get his out. And in the end, Drake ate his lunch anyway.") 

Drake hatte am 27. August das Releasedatum für "Certified Lover Boy" für den 3. September bekannt gegeben. Zwei Tage später droppte Kanye West (jetzt auf Apple Music streamen) "Donda" im Anschluss an seine Listening-Party in Chicago.

Rundgren nennt Kanye West einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten"

Insgesamt lässt Rundgren kaum ein gutes Haar an seiner Zusammenarbeit mit Kanye West. Die beiden hätten über ein Jahr an "Donda" zusammengearbeitet und niemals habe er gewusst, wieviel von seinem Input wirklich genutzt werden würde. Am Ende hätte er Material für rund drei Kanye-Alben auf seinem Rechner gehabt und dann aufgrund des geringen Feedbacks die Zusammenarbeit beendet:

"Als es im Juli auf die Zielgeraden [der Albumproduktion, Anm. d. Red] zuging, sagte ich nur: 'Das reicht mir. Ich habe keine Ahnung, ob davon etwas verwendet wird.' Man bekommt nicht viel Feedback von ihm."

("When it got into the homestretch in July, I just said, 'That’s enough for me. I have no idea whether any of this is being used.' You don’t get much feedback from him regarding what it is.")

In seinem Rant nennt er Kanye West außerdem einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten", denn niemand "würde ein solches Album machen, außer er hätte Geld zum aus dem Fenster werfen übrig". Was unsere Redakteurin Alina von "Donda" hielt, lest ihr übrigens hier:

Review: Kanye Wests "Donda" ist nicht so gut, wie alle sagen

"Donda" is here: Nachdem Kanye West seine Fans wochenlang mit immer absurder werdenden Listening-Partys gequält hat, ist das 10. Studioalbum des gebürtigen Chicagoers doch tatsächlich rausgekommen. Wer hätte es gedacht? Ich auf jeden Fall nicht. Denn Ye ( so heißt er doch jetzt, oder nicht?) ist ja seit jeher bekannt für messy Promo-Phasen.


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