Erste Details zu neuer 2Pac-Doku veröffentlicht

Im Rahmen einer Pressetour von FX Networks sind erste inhaltliche Details über die bevorstehende 2Pac-Doku des "The Defiant Ones" Regisseurs Allen Hughes veröffentlicht worden. Das vorher noch unbetitelte Projekt wird "Outlaw: The Saga of Afeni and Tupac Shakur" heißen und auf dem eingangs erwähnten Pay-TV-Sender zu sehen sein.

"Outlaw: The Saga of Afeni and Tupac Shakur" erzählt eine Mutter-Sohn-Geschichte

Die Pressemitteilung spricht von der Doku als "filmreifes Fernsehereignis", das uns da bevorsteht. Die fünfteilige Serie beleuchtet nicht nur das Leben von 2Pac, sondern schaut ebenso auf die bewegte Geschichte seiner Mutter Afeni, die als Bürgerrechtlerin und in der Black Panther Party aktiv war. Menschen, die sowohl Afeni als auch Tupac Shakur nahegestanden haben, sollen in der Doku zu Wort kommen und intime Einblicke zu Tage fördern.

"'Outlaw [...] ist ein Porträt des inspirierendsten und gefährlichsten Mutter-Sohn-Duos in der amerikanischen Geschichte, dessen vereinte Botschaft zu Freiheit, Gleichheit, Verfolgung und Gerechtigkeit heute wichtiger ist als je zuvor"

Allen Hughes hat mit 2Pacs kompletten Nachlass gearbeitet

Regisseur Allen Hughes zeigte in "The Defiant Ones", dass er es versteht, besondere Beziehungen aufzuarbeiten. Sein preisgekröntes Werk erzählt von der Partnerschaft und Freundschaft zwischen Dr. Dre und Jimmy Iovine. Hughes kann darüber hinaus auf persönliche Erfahrungen mit 2Pac zurückblicken. So stammt etwa das Musikvideo zu Pacs "Brenda's Got A Baby" von ihm.

Die ungefilterte Vision von Allen Hughes bleibt der Öffentlichkeit aber wohl vorenthalten. In einem Interview mit The Wrap erklärte er, dass das Verhältnis mit den Nachlassverwaltern von 2Pac freundschaftlich sei und vermutlich noch einige Änderungswünsche in die endgültige Version einfließen werden. Der Regisseur hatte dafür erstmalig Zugriff auf den kompletten Nachlass von 2Pac.

Der Ausstrahlungstermin für "Outlaw: The Saga of Afeni and Tupac Shakur" soll in den nächsten Monaten bekanntgegeben werden.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Death Row Records gehört jetzt einem Spielwarenhersteller

Death Row Records gehört jetzt einem Spielwarenhersteller

Von Clark Senger am 25.08.2019 - 12:38

Gangstarap trifft My Little Pony? 2Pac als Furby? Snoop Dogg als legendäre Kreatur in Magic? Seit neuestem sind das zumindest rein rechtlich mögliche Konstellationen, die auf uns zukommen könnten. Der Spielwaren- und Entertainment-Gigant Hasbro soll nämlich für rund 4 Milliarden US-Dollar das Unternehmen Entertainment One gekauft haben, zu dessen Portfolio mit rund 35.000 Filmen und 45.000 Musiktiteln auch die Werke des legendären Westcoast-Labels Death Row Records zählen.

Death Row Records wird Teil von Hasbro

Der Katalog von Death Row liegt schon seit einiger Zeit in fremden Händen. Nachdem sowohl das Unternehmen als auch der berüchtigte Labelchef Suge Knight 2006 Konkurs anmelden mussten, wurden die Rechte an Werken wie Dr. Dres "The Chronic", Snoop Doggs "Doggystyle" oder 2Pac "All Eyez On Me" und vielen mehr 2013 für etwa 280 Millionen US-Dollar an eOne verkauft.

Nun wandern einige Klassiker der Rapgeschichte weiter in die Hände der Besitzer von Marken wie Monopoly, My Little Pony, Transformers, Wizards of the Coast (Magic, Dungeons & Dragons), Furby, Power Rangers und vielen mehr. Hasbro-CEO Brian Goldner freut sich auf neue Markenkreationen, die von "familienorientiertem Storytelling" angetrieben werden sollen.

"The acquisition of eOne adds beloved story-led global family brands that deliver strong operating returns to Hasbro’s portfolio and provides a pipeline of new brand creation driven by family-oriented storytelling."

Auch wenn mit dieser Formulierung sicher nicht auf Musik aus dem Hause Death Row abzielt, ergeben sich durch den Deal auch realistischere Möglichkeiten für eine Nutzung der Rechte als etwa ein 2Pac-Furby. Die Musik könnte in der "Transformers"-Reihe auftauchen oder in einem "Power Rangers"-Film. Eine neue Monopoly-Version, die mit Pac, Dre, Snoop und Co zu tun hat, wäre ebenfalls vorstellbar. Die Fantasie lässt aber auch kuriosere Überschneidungen zwischen den etlichen Marken zu, die auch Beyblade, Play-Doh, Fortnite, Sesamstraße, Trivial Pursuit und Jenga einschließen.

Für Rapfans bleibt zu hoffen, dass der Deal nicht für peinliche Momente sorgt, die der Legacy der Death Row-Musik eher schaden als sie zu würdigen. Wie Mr. Potato Head im Spielzeug-Lowrider "Ambitionz Az A Ridah" rappt, will nun wirklich niemand sehen. Hoffentlich.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!