Der Rapper Eisberg ist nicht länger Teil von Tiefbasskommando. Das verkündet die Berliner Hiphop-Gruppe in einem Statement auf Instagram. Zuvor waren schwerwiegende Vorwürfe gegen Eisberg laut geworden.
Eisberg gehört ab sofort nicht mehr zu TBK
"Machtmissbrauch, Grenzüberschreitungen und das Ausnutzen von Vertrauensverhältnissen" seien Verhaltensweisen, die die Mitglieder der Band "uneingeschränkt" verurteilen würden – ausdrücklich auch dann, wenn sie in den eigenen Reihen vorkommen. "Dafür gibt es bei uns keinen Platz", heißt es in dem Instagram-Post.
Etwas vage bleibt das Statement in Bezug auf den fachlich begleiteten "Aufarbeitungsprozess", in dem sich die Mitglieder von Tiefbasskommando zurzeit befinden würden. Aus Rücksicht auf alle Beteiligten und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte würden bestimmte Inhalte daraus zunächst nicht öffentlich gemacht werden. Doch "eine ausführliche Stellungnahme folgt, sobald der Prozess dies zulässt", lautet jedenfalls das Versprechen.
Abschließend erklärt die Gruppe, dass die Kommentarfunktion unter dem Beitrag offen gelassen, aber streng kontrolliert werde. Beleidigende oder vergleichbare Kommentare würden entfernt werden. Die Gruppe appelliert an eine "verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit diesem Thema" und sagt abschließend: "Wir nehmen das ernst, wir sind ansprechbar."
Hier kannst du dir das gesamte Statement durchlesen:
Auf Reddit und Instagram kursieren seit einiger Zeit ernsthafte Vorwürfe gegen Eisberg. Dieser hatte bereits im April angekündigt, sich vorerst zurückzuziehen. In seiner Instagram-Story führte er als Begründung allen voran seinen Drogenkonsum an, der ihm und anderen geschadet hätte. Dabei habe er seine "Position als Künstler nicht immer verantwortungsvoll genutzt". In der Folge wollte er zunächst die diesjährigen Festivalauftritte der Gruppe aussetzen.
Der offizielle Instagram-Account von TBK repostete Eisbergs Statement seinerzeit und schrieb dazu, dass sie seine Entscheidung unterstützen würden.
Schon im letzten Jahr hat die Gruppe sich von einem Ex-Kollaborateur wegen mutmaßlicher Gewalt an Frauen distanziert. Dieser war allerdings kein Teil von Tiefbasskommando:
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