T.I. streitet Missbrauchsvorwürfe vehement ab

Seit ein paar Tagen stehen Missbrauchsanschuldigungen gegen T.I. und seine Frau Tameka 'Tiny' Harris im Raum. Das Paar tritt diesen Vorwürfen nun entschieden entgegen. T.I. hat ein längeres Videostatement via Instagram veröffentlicht. Außerdem ließen die Eheleute Harris diversen US-Portalen eine unmissverständliche Erklärung zukommen.

T.I. weist alle Anschuldigungen zurück

T.I. bezieht in einem knapp achtminütigen Video Stellung. Sabrina Peterson - wohl eine frühere Freundin der Familie Harris - hatte die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs ins Rollen gebracht. Dafür veröffentlichte sie diverse Nachrichten von angeblichen Opfern. Diese berichteten darin, zur Einnahme von Drogen gezwungen worden zu sein. Vergewaltigungen und S*x mit Minderjährigen sind ebenso Teil der bisher unbelegten Behauptungen.

Schon die Caption des Instagram-Posts verdeutlicht, dass T.I. all das zurückweist.

"Wir bestreiten vehement ALLE diese widerlichen, anonymen Anschuldigungen."

In seinem Video führt er aus, dass es für ihn "extrem schwer" gewesen sei, ruhig zu bleiben. Es handele sich um "ungeheure Anschuldigungen", die ihn und seine Frau ereilt hätten. T.I. vertritt die Ansicht, dass sich hinter den Vorwürfen eine Strategie verberge. Sobald er oder seine Familie die Gegenseite als "Lügner*innen" bezeichnen würde, sei es möglich eine Zivilklage wegen Verleumdung in die Wege zu leiten.

Die Menschen, die hinter den Unterstellungen stecken, seien "böse". Der Rapstar vermeidet dabei, direkt von Sabrina Peterson zu sprechen. Frauen, die tatsächlich Missbrauchserfahrungen gemacht haben, würden hingegen Gehör verdienen. Besonders Schwarze Frauen sollen in dieser Hinsicht laut T.I. "unterstützt, geschützt, verteidigt und emporgehoben" werden. Seine Frau Tiny sei eine "wunderbare Person" mit einem "großartigen Geist und einem guten Herzen".

Die vorgebrachten Anschuldigungen würden nicht der Wahrheit entsprechen und seien "fake stories". Speziell die Vergewaltigungsvorwürfe weist der US-Rapper noch einmal gesondert von sich. Alles, was sich im Schlafzimmer des Ehepaars Harris abgespielt habe, sei einvernehmlich mit erwachsenen Personen passiert. Er habe außerdem "Beweise", dass die Anschuldigungen aus der Luft gegriffen seien.

"Wir haben nie jemanden gezwungen, wir haben nie jemanden gegen seinen Willen unter Drogen gesetzt, wir haben nie jemanden gegen seinen Willen festgehalten, wir haben nie jemanden zu irgendetwas gezwungen."

Zuvor ließen T.I. seine Frau bereits ein Statement an das XXL Magazin und weitere US-Portale weiterleiten. Darin heißt es unter anderem, dass zwischen Sabrina Peterson und der Familie Harris "seit mehr als einem Jahrzehnt Schwierigkeiten" bestünden.

"Herr und Frau Harris wollen festhalten und vor allem möchten sie, dass die Öffentlichkeit weiß, dass sie die ungeheuerlich entsetzlichen Anschuldigungen, die Sabrina Peterson gegen sie erhoben hat, nachdrücklich bestreiten. Die Familie Harris hat seit mehr als einem Jahrzehnt Schwierigkeiten mit dieser Frau. Sie nehmen diese Angelegenheit sehr ernst, und wenn diese Anschuldigungen nicht enden, werden sie geeignete rechtliche Schritte einleiten."

("Mr. and Mrs. Harris want to be on record and more importantly want the public to know they emphatically deny in the strongest way possible the egregiously appalling allegations being made against them by Sabrina Peterson. The Harrises have had difficulty with this woman for well over a decade. They are taking this matter very seriously, and if these allegations don't end, they will take appropriate legal action.")

Auch Sabrina Peterson hatte im Rahmen der erhobenen Vorwürfe angekündigt, rechtliche Schritte einleiten zu wollen.

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Rassistischer Übergriff in Erfurter Straßenbahn: Maestro mit starkem Statement

Rassistischer Übergriff in Erfurter Straßenbahn: Maestro mit starkem Statement

Von Alina Amin am 28.04.2021 - 15:00

Maestro hat am gestrigen Abend seine Reichweite genutzt, um ein Video zu besprechen, das seit einigen Tagen im Internet kursiert. In dem kurzen Clip wird eine Szene aus einer Erfurter Straßenbahn gezeigt, in der ein 40-jähriger Mann einen syrischen Jugendlichen aufs Übelste rassistisch angeht und gewalttätig wird. Der Vorfall ist über den letzten Tag viral gegangen und wird inzwischen von zahlreichen Medienportalen aufgegriffen. Maestro hat sich in einem etwa zehn Minuten langen YouTube-Video zu dem Vorfall geäußert. Die Message ist klar: "Man darf nicht wegschauen".

Maestro will auf rassistischen Übergriff in Erfurt aufmerksam machen

Zunächst erklärt der YouTuber und Rapper, was in dem Video überhaupt passiert ist. So habe der Mann den Jugendlichen erst angefangen, rassistisch zu beleidigen und ist dann dazu übergegangen, den Jungen anzuspucken. Sodann trat er ihm mehrere Male ins Gesicht. Das Opfer reagierte während des ganzen Überfalls nicht. 

Maestro stellt zunächst das Offensichtliche klar: Was in Erfurt passiert ist, ist absolut ekelhaft. Sodann erklärt er, dass solche Übergriffe Ergebnis von dem Schubladendenken und den Kategorisierungen sind, die in der Deutschen Gesellschaft vorherrschen.

"Wieso zieht ihr Linien und Grenzen? Haben wir nicht genug gelernt von der Geschichte? Dass Mauern ziehen und Linien ziehen und niemals Frieden und Segen mit sich bringt?"

Im Anschluss darauf bezieht er sich konkret auf die Aussage des Täters im Video, der erklärt, dass Deutschland sein Land sei und auch auf das Denken von denjenigen, die der Meinung seien Menschen mit Migrationshintergrund sollen in ihr Herkunftsland zurück.

"Das ist nicht dein Land. Das ist unser Land"

Auch über Zivilcourage und Solidarität spricht er. Zunächst stellt Maestro diejenigen zur Rede, die sich für ihre eigenen Familienmitglieder oder Freunde einsetzen würden, aber nicht für Fremde – insbesondere, wenn diese Fremden Migrationshintergrund haben. Er kritisiert, dass man sich in der Gesellschaft an denjenigen bereichern würde, die unliebsame Jobs verrichten, diese aber nie als richtigen Teil der Gemeinschaft sehe.

Um Integration ginge es vielen Rassisten dabei nicht. So erklärt Maestro, wie er selbst ein Positivbeispiel für Integration sei und dennoch tagtäglich rassistischen Anfeindungen zum Opfer fiele. Auch in seinem Alltag wirke sich dies aus: So könne er nicht mal eine Wohnung finden.

Abschließend zweifelt er die Zivilcourage der Gesellschaft an und und stellt klar: 

"Jeder der zugut und sich denkt ja, ist passiert ist Mitschuld."

Er fordert seine Zuschauer dazu auf, sich für andere einzusetzen und Zivilcourage zu zeigen. Am Ende sei man immerhin eine Gemeinschaft. Man dürfe nicht weggucken – egal worum es geht. 

TW: Gewalt 

Übergriff in Erfurter Straßenbahn: Mann festgenommen

Bei dem Video handelt es sich um Geschehnisse vom vergangenen Freitag. Durch die Videoaufnahmen und Zeugenaussagen der weiteren Insassen der Bahn konnte der Mann zügig identifiziert werden. Nach dem Übergriff gelang dem Mann zunächst die Flucht. Am Montag soll er dann festgenommen worden sein. Ihm werden gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung vorgeworfen. Er ist der laut der Polizei als Drogenkonsument sowie wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten bekannt. 


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