The Game verliert sein Label & alle weiteren "Born 2 Rap"-Einnahmen

The Game hat vorerst die Kontrolle über sein eigenes Label Prolific Records verloren. Sämtliche Einnahmen, die sein Label erzielt sowie die Erlöse aus seinem letzten Album "Born 2 Rap" fließen nicht weiter in seine Tasche. Das geht aus einem exklusiven Bericht von AllHiphop hervor.

Der Rapper befindet sich seit Jahren in einem Rechtsstreit mit Priscilla Rainey. Die Frau nahm 2015 an der TV-Show "She Got Game" teil und wirft dem US-Star vor, sie sexuell belästigt zu haben. In gleich mehreren Gerichtsverfahren wurden Priscilla Rainey über 7 Millionen Dollar zugesprochen.

The Game muss sämtliche Einnahmen abtreten

Bisher hat The Game die bereits ergangenen Urteile gegen ihn scheinbar schlichtweg ignoriert. Nun sieht sich die Justiz offenbar zu härteren Maßnahmen gezwungen. Ein neuer Urteilsspruch führt dazu, dass alle Einnahmen aus The Games letztem Album "Born 2 Rap" fortan an Priscilla Rainey übergehen. Zahlungen, die The Game "unter anderem in Form von Provisionen, Lizenzgebühren, Vertragsforderungen, aufgeschobener Entschädigung, Einkommen, Löhnen und Gehaltsabrechnungen" beziehen würde, landen ebenfalls bei der Klägerin.

Alle Dritten, die von diesem Urteil Notiz nehmen, sind darüber hinaus angewiesen, offene Rechnungen nicht mehr mit The Game oder seinem Label zu begleichen. Geld und/oder Eigentum sind direkt an Priscilla Rainey oder ihren Anwalt zu entrichten. Das gilt wohl so lange, bis die angeordnete Summe abbezahlt ist.

The Game - Born 2 Rap

The Game - Born 2 Rap - Am 29 November, 2019 - 00:00 erscheint The Game - Born 2 Rap. Nach einer bewegten Karriere mit von Release zu Release sinkenden Verkaufszahlen hat The Game sich dazu entschieden, 2019 sein letztes Album zu veröffentlichen.

Sollte The Game versuchen, das Urteil zu umgehen und entsprechende Einnahmen einzubehalten, könnte das als Missachtung des Gerichts ausgelegt werden. So lässt es der zuständige Richter verlauten.

UPDATE vom 20. April:

The Games Manager Wack 100 hat sich in der Sache zu Wort gemeldet. Er behauptet, dass die Einnahmen aus The Games Album "Born 2 Rap" - trotz richterlicher Anordnung - nicht an Priscilla Rainey gehen würden. Wack 100 habe die Lage geprüft. Er sei in Besitz der Rechte und würde der Klägerin "nicht einen Cent schulden".

Priscilla Rainay verklagte The Game ursprünglich auf 10 Millionen Dollar. Der Rapper soll ihrer Darstellung nach in einer Sportsbar in Chicago übergriffig geworden sein. The Game bestreitet seit jeher diese Anschuldigungen. Er tauchte jedoch auch nie vor Gericht auf. 2016 wurden der Klägerin mehr als 7 Millionen Dollar zugesprochen. 2019 bestätigte ein Berufungsgericht, dass The Game diese Summe zu zahlen hat. Doch The Game beließ es bisher offenbar bei seiner ignoranten Haltung. Im Herbst 2019 hinterfragte er noch auf der Bühne die Berichterstattung über ihn.

Nun sieht die Sache weniger locker aus. Priscilla Rainey scheint ihren juristischen Triumph auszukosten. Auf Instagram deutet ein Meme an, dass The Game nun für sie arbeiten müsse.

Auch The Game hat sich mutmaßlich zur aktuellen Situation geäußert. Er postet in seiner Insta-Story eine vielsagende Abkürzung, die wohl für "S*ck My D*ck" steht.


Foto:

Screenshot: instagram.com/losangelesconfidential

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Bushido & Arafat Abou-Chaker führen weiteren Gerichtsprozess in Frankfurt (Oder)

Bushido & Arafat Abou-Chaker führen weiteren Gerichtsprozess in Frankfurt (Oder)

Von Michael Rubach am 07.10.2020 - 14:16

Bushido und Arafat Abou-Chaker vor Gericht: Das inzwischen fast gewohnte Setting ist nicht nur Berlin vorbehalten. Auch in Frankfurt (Oder) in Brandenburg trafen nun die beiden ehemaligen Geschäftspartner in einem Gerichtssaal aufeinander. Die Rechtmäßigkeit bei der Auflösung einer gemeinsamen Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) steht dabei auf dem Prüfstand.

Bushido & Arafat Abou-Chaker streiten erneut um Immobilien-Firma

Die besagte Gesellschaft hatten Bushido und Arafat Abou-Chaker 2010 in Rüdersdorf (Brandenburg) gegründet, um gemeinsames Immobilienvermögen zu verwalten. Dazu sollen um die 90 Wohneinheiten gehören, die nach Medienberichten auf einen Wert von circa 10 Millionen Euro beziffert werden. Einen Gerichtsprozess hatte es hier bereits im Frühjahr 2019 vor einem Berliner Landgericht gegeben. Dort hieß es unter anderem, dass Gelder unrechtmäßig abgezweigt worden seien. Arafat Abou-Chaker wollte mit einer einstweiligen Verfügung erreichen, dass Bushido nicht behaupten dürfe, dass man ihn aus der Firma ausgeschlossen habe. Das damalige Verfahren wurde wegen "fehlender Erfolgsaussichten" eingestellt.

Über ein Jahr später findet der Rechtsstreit seine Fortsetzung. Ein Sprecher des Gerichts in Frankfurt (Oder) führt noch einmal aus, warum Bushido die GbR mit Arafat Abou-Chaker aufgelöst habe. Der Berliner Rapper wirft seinem ehemaligen Business-Partner demnach vor, hinter einem Auftrag zu einer schweren räuberischen Erpressung zu stecken. Eine Story von angeblichen Anschlagsplänen machte bereits 2019 die Runde. Wie die Bild darüber hinaus schreibt, soll Arafat Abou-Chaker zudem "Rechnungen fingiert" haben.

Laut Aussagen des Lokal-Reporters von FF24 News hätte keiner der beiden ehemaligen Weggefährten zwingend persönlich vor Gericht erscheinen müssen. Bushido kam - wie auch in Berlin - mit Polizeischutz. Allerdings verließ er die Verhandlung bereits nach einer halben Stunde wieder.

Am 2. November soll in diesem Fall ein Urteil gesprochen werden.


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