Nach fast fünf Jahren Wartezeit hat J. Cole heute sein neues Album "The Fall-Off" gedroppt. Das in zwei Disks geteilte Projekt könnte aber gleichzeitig das letzte Album des US-Rappers sein. Zumindest wenn es nach J. Cole selbst geht.
J. Cole: Mit "The Fall-Off" schließt sich "der Kreis"
In einem Instagram-Post zum Album hat sich Cole direkt an seine Fans gewandt und sein Mindset zu dem neuen Projekt präsentiert. Dort reist er erstmal in die Vergangenheit zurück: Cole thematisiert sein erstes Tape "The Come Up" aus 2007, in dem er im Alter von 19 Jahren seine Anfänge im Rap-Game und sein neues Leben in New York beschreibt. Das Mixtape endet unter anderem mit Skits, in denen er während der Feiertage nach Hause zurückkehrt.
"The Fall-Off" verfolgt diese Vision weiter: Auf dem ersten Teil des Albums, "Disc29", geht es darum, wie er 2016 im Alter von 29 Jahren in seine Heimat zurückkehrt. Zu diesem Zeitpunkt ist er bereits ein erfolgreicher Rapper, der sich an einem "Scheideweg" seiner Karriere befindet. Auf "Disc39" thematisiert Cole sein gegenwärtiges Mindset während eines ähnlichen Heimattrips – jedoch zehn Jahre später, reifer und "näher am Frieden".
Laut J. Cole würde "The Fall-Off" so "den Kreis schließen", den er mit seinem ersten Tape "The Come Up" eröffnet hat. Dementsprechend sei die Platte auch mit der Intention entstanden, dass es Coles "letztes" Album sein würde. Schon bei der Ankündigung des Release-Dates von "The Fall-Off" hat J. Cole Andeutungen in diese Richtung gemacht. In dem Teaser ist ein Ausschnitt eines Stand-Up-Sets des Comedians Dan Harumi zu hören, in dem es darum geht, dass alles mal ein Ende haben müsse:
"Alles muss irgendwann mal enden. Man sieht das speziell im Showbusiness bei Schauspielern oder Musikern, und dann sagen sie: 'Oh, dieser Typ war mal berühmt und dann ist er abgestürzt. Was ist passiert?'"
Beendet J. Cole mit "The Fall-Off" seine Karriere?
Ob "The Fall-Off" aber wirklich das letzte Album von J. Cole bleiben wird, ist fraglich. Dass solche Entscheidungen nicht final sind, haben schon einige andere Rapper bewiesen. In vielen Fällen hat sich das dann entweder als Promomove herausgestellt oder die Artists haben die Entscheidung wenig später wieder zurückgenommen. Einige bekannte Beispiele sind unter anderem Jay-Z, Logic, The Game, Nicki Minaj, Lil Uzi Vert und zuletzt Malice, der mit seinem Bruder Pusha T vergangenes Jahr das Clipse-Comeback gefeiert hat.
Ein Karriereende von J. Cole würde sich zudem nicht mit den Aussagen decken, die der Rapper zuletzt getätigt hat. In seiner vor Kurzem erschienenen Freestyle-EP "Birthday Blizzard '26" rappt Cole unter anderem, dass er nach seiner kontroversen Entschuldigung an Kendrick Lamar nicht mehr in den "Big Three" sei und er wieder von unten anfangen und stärker zurückkommen wolle.
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