Die in Zusammenarbeit von Audemars Piguet und Swatch kreierte "Royal Pop" sorgt dieser Tage weltweit für Aufsehen. Die erst vergangene Woche enthüllte Taschenuhr hatte am vergangenen Samstag offiziell Verkaufsstart. In einigen Ländern sorgte jedoch der schiere Andrang nach der "Royal Pop" für Chaos – so auch in Deutschland.
"Royal Pop": Swatch-Stores weltweit aus Sicherheitsgründen vorerst geschlossen
Am vergangenen Samstag haben um zehn Uhr morgens zahlreiche Menschen vor dem Düsseldorfer Swatch-Laden Schlange gestanden, um die neue "Royal Pop" zu ergattern. Wie die Rheinische Post berichtet, haben einige potenzielle Käufer schon am Vorabend vor dem Store gecampt, um sich ihren Platz zu sichern. Aus dem Opening wurde am Ende nichts. Kurz nach zehn Uhr sei der Laden immer noch geschlossen gewesen und Unruhe hätte sich unter den Wartenden breit gemacht.
Als der Swatch-Store eine halbe Stunde zu spät dann doch öffnet, macht die Information die Runde, dass die Düsseldorfer Filiale nur 60 "Royal Pop"-Uhren verkaufen wird – zu wenig für die Menschen in der laut dem Spiegel mehr als 300 Meter langen Schlange. Aufgrund der Unruhe habe sogar die Polizei kurzzeitig eingreifen und für Ruhe sorgen müssen. Ein paar Stunden später macht Swatch schließlich auf dem deutschen Instagram-Account bekannt, dass sowohl der Store in der Landeshauptstadt als auch die Filiale in Köln "unter Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit" vorerst geschlossen werden müssen.
Bei Instagram und Co. finden sich derweil zahlreiche Videos von teils gewaltsamen Auseinandersetzungen aus Düsseldorf.
Neben den deutschen Stores hat Swatch aus Sicherheitsgründen auch mehrere Läden in Großbritannien geschlossen. In anderen Ländern ist die Situation vor Swatch-Läden sogar noch mehr eskaliert: Im Kaufhaus eines Pariser Vororts sind rund 300 Menschen mit Einsatzkräften aneinandergeraten. Dabei sollen Polizisten und Sicherheitskräfte verletzt worden sein und die Menge wurde mit Einsatz von Tränengas aufgelöst. Der Verkauf wurde anschließend ohne Ankündigung eines Ersatztermins gestoppt. Vor Mailänder Swatch-Filialen ist es ebenfalls zu Tumulten und Schlägereien gekommen.
Swatch hat sich gestern bereits ausführlicher zu der Situation rund um den verkorksten Verkaufsstart der "Royal Pop" geäußert. Auf Instagram bittet die Uhren-Brand ihre Fans, dass man aus Sicherheitsgründen "nicht in großen Mengen" zu ihren Stores kommen solle, um die "Royal Pop" zu kaufen. Der Verkauf der gemeinsamen Kollektion mit Audemars Piguet soll noch "mehrere Monate" andauern. Jedoch könnten sie "in manchen Ländern" Schlangen von mehr als 50 Leuten "nicht akzeptieren". Sonst sehe Swatch sich vor, den Verkauf der "Royal Pop" dort teilweise stoppen zu müssen.
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