Sugar MMFK droht Abschiebung: Manuellsen richtet sich an Angela Merkel

In Deutschland geboren vor knapp 26 Jahren, in Deutschland aufgewachsen und zur Schule gegangen. In Deutschland Scheiße gebaut und dafür seine Strafe erhalten. Sugar MMFK soll trotz seiner persönlichen Lebensgeschichte abgeschoben werden, weil er noch die angolanische Staatsangehörigkeit besitzt. Die Eltern waren vor seiner Geburt wegen des Bürgerkriegs aus Angola geflohen. Nun hat Sugar MMFK, der mit bürgerlichem Namen Joao Michel Diau heißt, die Nachricht bekommen, seine Ausreisepflicht bis zum 26. April in die Tat umsetzen zu müssen.

Sugar MMFK droht Abschiebung

Wer die letzten Jahre der Deutschrap-Szene nicht verschlafen hat, kennt seinen Namen. Von einem Geheimtipp mit Untergrund-Hits wie "Verlorene Stadt" (2015) gelang dem Bonner zuletzt gemeinsam mit seiner Crew Bantu Nation der Sprung zum Major-Label.

Sein letztes Tape "Allô Allô" aus dem vergangenen Oktober erschien erstmals in Zusammenarbeit mit der Universal-Division Chapter ONE. Sugar Songs wie "Trikot von Paris" oder "Allô Allô" haben Millionen Aufrufe bei YouTube, Spotify und Co. Die Tour zum Tape findet noch vor der Ausreisefrist vom 3. bis zum 13. April statt.

Statement von Sugar MMFK auf Instagram

Auf Instagram äußerte Sugar sich wie folgt zu den Neuigkeiten:

"Wie konnte es so weit kommen? Das liegt natürlich an meiner Vergangenheit. Viele Sachen gemacht, viele Straftaten begangen. Aber jetzt seit paar Jahren – auch dadurch, dass Musik jetzt läuft – bin ich auf jeden Fall auf einem guten Weg gewesen. [...] Das wollen die mir auf jeden Fall jetzt wegnehmen. Ich werde jetzt mit Anwälten gucken, dass ich natürlich hier in Deutschland bleiben kann. Ich weiß nicht, wie lange ich hier bleiben kann, ob ich für immer bleiben kann. Auf jeden Fall die 'Allô Allô Tour' werden wir noch spielen. Ich weiß nicht, ob ich bis zum Splash!-Auftritt noch hier bin."

Aus seiner kriminellen Vergangenheit hat der Rapper nie ein Geheimnis gemacht. Für Straftaten saß er zwei Jahre im Gefängnis und im Interview mit Aria und Toxik erklärte er letztes Jahr, ihm hätten auch drei Jahren drohen können. Seine Anwälte konnten jedoch – auch mit Hinblick auf die Möglichkeit einer Abschiebung – das positivere Ergebnis erzielen. Ab etwa 17:45 Minuten geht es um Knasterfahrungen von Sugar und seinen Labelkollegen:

Manuellsen schickt öffentliche Nachricht an Angela Merkel

In einem mittlerweile gelöschten Beitrag richtete Manuellsen sich direkt an die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er hält es für eine "unmenschliche Grausamkeit", jemanden in ein ihm nahezu unbekanntes Land abzuschieben. Frau Merkel solle die Entscheidung "aufs schärfste" überdenken.

"ich bin kein großer Politiker und auch kein Chorknabe, aber einen jungen, aufstrebenden Künstler, der eine ganz Jugend bewegt, der hier geboren ist, hier zur Schule gegangen, hier Scheisse gebaut, und hier dafür gebüßt hat, abzuschieben, in ein Dritte Welt Land, was er noch nie in seinem Leben gesehen hat, aufgrund von minder schweren Delikten die Jahre zurück liegen, ist eine unmenschliche Grausamkeit, die absolut nicht ihr ernst sein kann" [sic]

Über die angeblich "minder schweren Delikte" sprach Sugar MMFK bislang nicht öffentlich, also ist unklar, welche Straftaten aus seiner Vergangenheit nun auch zur Abschiebung beitragen könnten.

Auch der US-Rapper 21 Savage sah sich dieses Jahr mit einer drohenden Abschiebung konfrontiert. Der angeblich illegal in den Staaten lebende Rapper, der in Großbritannien geboren worden sein soll, war in Abschiebehaft und wurde auch auf Drängen der Fans und vieler Rapkollegen wieder entlassen. Ob eine Debatte in der Öffentlichkeit auch in Sugars Fall hilfreich sein kann, wird hoffentlich die Zukunft zeigen. Support gab es unter anderem von Nura, die Manus Statement in ihrer Story postete.

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Manuellsens Stellungnahme zum Beef mit Animus (Interview) #waslos

Manuellsens Stellungnahme zum Beef mit Animus (Interview) #waslos

Von HHRedaktion am 13.05.2019 - 20:01

Es ist gut vier Jahre her, dass Manuellsen Rooz angerufen hat, um ihn zu einem mittlerweile legendären Interview zu treffen, in dem es um Bushido, Shindy und Co ging. Die Vorzeichen 2019 sind andere, aber Manu musste wieder Dinge loswerden, die ihm auf der Seele brannten.

Natürlich geht es um die Geschichte mit Animus, an der Beobachter der Szene nicht vorbeikommen konnten. Im Interview erklärt Manu seine Beweggründe, bezieht Stellung zu den Reaktionen im Netz, zum Video, in dem Animus ausgeknockt wird, und er widerspricht Darstellungen seines ehemaligen Kollegen.


Manuellsens Stellungsnahme zum Beef mit Animus (Interview) #waslos

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