Kaum ein Rapper ist dem Wrestling so verbunden wie Westside Gunn. Das Griselda-Mitglied zählt als einer der bekanntesten und größten Fans des Schaukampf-Sports und integriert zahlreiche Wrestling-Referenzen in seiner Musik. Doch ausgerechnet WWE, die größte Wrestling-Organisation der Welt, will ihm jetzt trotz seines jahrelangen Supports einen Strich durch die Rechnung machen. Das berichtet Westside Gunn in einem Post auf seinem Twitter/X-Account.
Westside Gunn über WWE-Streit: "Mir wurde gedroht, alle Referenzen aus meiner Musik zu entfernen"
Laut dem Griselda-Künstler habe ihm die WWE gedroht, alle Referenzen zum Sport aus seiner Musik zu entfernen. Fans wissen, dass damit so ziemlich der ganze Katalog von Westside Gunn zunichtegemacht werden würde. Deswegen sei der aus Buffalo stammende Rapper enttäuscht über das Verhalten der WWE. "Niemand mit zwei Füßen" habe nur ansatzweise so viel Geld investiert, eine Brand zu supporten, die er schon seit Kindertagen liebe, wie er. Westside Gunn sitzt eigentlich regelmäßig bei großen Events wie dem "Summer Slam" oder "WrestleMania" auf eigene Kosten in der ersten Reihe und hat in der Vergangenheit legendäre Momente des Sports in Form von Covern und Samples in seine Musik miteinfließen lassen. Als Dank dafür dann so schlecht von der WWE behandelt zu werden, sei für Westside Gunn unverständlich:
"Ich habe Leute, die das Produkt gehasst haben, wieder zum Schauen gebracht. Ich habe es [Wrestling] cool aussehen lassen in einer Zeit, in der Leute dachten, dass es nerdy wäre. Mir wurde gedroht, alle Referenzen aus meiner Musik zu entfernen, die ich nur als Hommage gemacht habe, oder mein ganzer Katalog würde zerstört werden."
Eigentlich habe Westside Gunn die Situation nicht in einem öffentlichen Rahmen austragen wollen. Er habe versucht, das Problem privat mit einer Person aus dem inneren Kreis des Wrestling-Promoters zu klären. Die soll dem Rapper aber unmissverständlich klargemacht haben, dass sie es hasse "junge, erfolgreiche Schwarze Unternehmer" zu sehen, die sich Plätze in der ersten Reihe leisten könnten. Laut Gunn habe man ihn im vergangenen März bei dem "Monday Night RAW"-Event in seiner Heimatstadt Buffalo nur drei Minuten nach Start "wegen absolut gar nichts" rausgeworfen.
Der Höhepunkt des sich immer weiter verschlechternden Verhältnisses sei dem "Hitler Wears Hermes"-Künstler zufolge vor Kurzem erreicht worden. Nachdem Westside Gunn ein Plakat aufgestellt habe, welches die Wrestling-Ikone Ted DiBase und seinen langjährigen Freund und legendären verstorbenen Designer Virgil Abloh ziert. Die Anwälte der WWE hätten ihm daraufhin ein schriftliches Unterlassungsschreiben zukommen lassen. Damit hätte das Unternehmen laut Westside Gunn das Tischtuch zwischen beiden Parteien endgültig zerschnitten. Der Griselda-Rapper will damit auch seinen Support für den größten Wrestling-Veranstalter der Welt einstellen:
"Da habe ich gesagt: 'Wisst ihr was, ich zeige nur Liebe zu denen, die auch mir Liebe geben.' Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass ich dieses Produkt [WWE] je wieder pushen werde."
Aus dem Wrestling-Sport wird Westside Gunn aber ganz sicher nicht verschwinden: Der Rapper war schon regelmäßig zu Gast bei Events von AEW, dem größten Konkurrenten von WWE. Dort hat Gunn unter anderem schon die Wrestler Daniel Garcia und Swerve Strickland zum Ring begleitet. Darüber hinaus hat er mit 4THROPE seine eigene Wrestling-Firma an den Start gebracht, mit der Westside Gunn schon mehrere Events veranstaltet hat. "Es geht nicht ums Geld, wir werden weiter die Kultur pushen", beendet der Griselda-Rapper sein Statement.
Den ganzen Tweet könnt ihr euch hier ansehen:
Before I even say this just know GOD IS THE GREATEST 🤲🏽
— WESTSIDEGUNN (@WESTSIDEGUNN) November 8, 2025
For YEAAAAAARS I mean NOBODY w/ 2 feet has spent the amount of $ I have supporting and pushing a brand I’ve loved since I could remember, I sat front row at EVERY BIG SHOW literally, all the good times it brought to my life… pic.twitter.com/6hjkO1eWFy
Ein Problem mit Rappern, die leidenschaftliche Rap-Fans sind, hat die WWE aber eigentlich nicht. Zuletzt hatte Travis Scott eine Kooperation mit dem Wrestling-Promoter, wurde aber wegen mangelndem Engagement wieder rausgeworfen: