Steht ein Comeback von Destiny's Child bevor?

2020 könnte ein Comeback von Destiny's Child auf uns zukommen. Ja genau, die Girlgroup um das Trio Beyoncé, Michelle Williams und Kelly Rowland. Wie das britische Boulevard-Blatt The Sun schreibt, soll bei einer möglichen Reunion auch das 20. Jubiläum der Platte "The Writing's On The Wall" gefeiert werden.

Beyoncé als Motor der Comeback-Pläne?

Eine nicht namentlich genannte Quelle erklärt gegenüber The Sun, dass Beyoncé mitbekommen habe, wie erfolgreich die Reunion der Spice Girls abgelaufen ist. Die Stadien in Großbritannien waren voll, als die britischen Girls (ohne Victoria Beckham) ihren Hitkatalog zum Besten gaben. Beyoncé wolle nun einen ähnlich Weg bestreiten - "nur noch größer und besser", wie der Insider in Erfahrung gebracht haben will.

Hinter den Kulissen würden sich Beyoncé, Kelly Rowland und Michelle Williams demnach schon über einen solchen Move austauschen. Es seien dabei auch Tourstopps außerhalb von Amerika vorstellbar. Die Insider-Quelle führt weiterhin aus, dass sich das Projekt noch in einem frühen Stadium befände. Es sei aber angedacht, dass neben den alten Hits auch neues Material auf der Setlist stehen soll.

Ein Comeback von Destiny's Child passt in die Zeit

Destiny's Child gelten als eine der erfolgreichsten und wegweisendsten Girlbands aller Zeiten. Die drei Frauen können auf etliche Gold- und Platinplatten zurückblicken. Die gemeinsame Performance von Songs wie "Soldier" oder "Say My Name" auf dem Coachella 2018 zeigte zudem, dass die Musik des Trios keineswegs in Vergessenheit geraten ist. Vielleicht sind die drei Musikerinnen dort schon ein wenig auf den Geschmack gekommen.

DC3

572.5k Likes, 8,251 Comments - Kelly Rowland (@kellyrowland) on Instagram: "DC3"

Das Timing für so ein Comeback könnte auch schlechter sein. Gerade Queen B hat in den letzten Jahren künstlerisch fast alles aus sich herausgeholt. Ob ein als Meisterwerk gefeiertes Soloalbum ("Lemonade"), die Kollaboplatte mit Ehemann Jay-Z als The Carters ("Everything Is Love") oder jüngst die Rolle als Executive Producer für den den Soundtrack zur Neuverfilmung von "Der König Der Löwen" – so eine Reunion-Tour mit den Girls von früher wirkt auf den ersten Blick keinesfalls deplatziert.

Die von Destiny's Child schon 2009 ausgerufenen "Independent Women" sind in der heutigen Zeit darüber hinaus so sichtbar wie wohl noch nie. Destiny's Child könnte mit einer Reunion-Tour auch dieser gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung tragen und ein weiteres emanzipatorisches Signal senden.

Das letzte Album von Destiny's Child "Destiny Fulfilled" erschien 2004. Ein Jahr später löste sich die Gruppe auf.

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#EndSARS: Rihanna, Beyoncé & mehr fordern Ende der Gewalt in Nigeria

#EndSARS: Rihanna, Beyoncé & mehr fordern Ende der Gewalt in Nigeria

Von Michael Rubach am 21.10.2020 - 15:06

Polizeigewalt ist ein weltweites Problem. In Nigeria schlagen die Proteste gegen eine berüchtigte Spezialeinheit seit Wochen hohe Wellen. Gestern haben die Kundgebungen offenbar Tote und Verletzte gefordert. Wenn Superstars wie Rihanna, Beyoncé, Nicki Minaj oder DJ Khaled sich aktuell mit #EndSars in den sozialen Medien positionieren, wollen sie nicht auf ein grassierendes Virus hinweisen, sondern ein deutliches politisches Statement setzen.

#EndSars: Polizei-Brutalität seit langer Zeit bekannt

Ausgangspunkt für die Demonstrationen war Anfang Oktober ein Video, auf dem zu sehen ist, wie ein Schwarzer Mann von SARS-Mitgliedern gedemütigt und schließlich erschossen wird. Die "Special Anti-Robbery-Squad" hat in den letzten drei Jahren laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International 82 Leben auf dem Gewissen. Auch würden Beweise dafür vorliegen, dass Folter, Misshandlungen und gar Hinrichtungen zu den angewandten Maßnahmen der Truppe gehören. Selbst ein 2017 erlassenes Antifolter-Gesetz setzte diesem Treiben demnach kein Ende.

Die BBC ist zu lesen, dass bei den jüngsten Protesten in Lagos zwölf Menschen vom Militär getötet worden seien. Lokale Medienberichte dienen hier als Quelle. Die Armee bestreitet dies. Amnesty International erklärt auf Twitter, dass man "verstörende Hinweise zum übermäßigen Einsatz von Gewalt" erhalten habe.

Der Staatspräsident hat vor einer Woche in Aussicht gestellt, SARS aufzulösen. Laut Spiegel wurde so ein Vorhaben in den letzten vier Jahren viermal angekündigt. Der Polizeichef Nigerias erklärte vor wenigen Tagen, dass eine neue Einheit den Platz von SARS einnimmt: Das "Special Weapons and Tactics Team" (SWAT) soll mit "hoher Professionalität" und entlang "ethischer Standards" operieren.

Die Demonstrationen hielten jedoch an, da die Maßnahmen der Regierung als nicht ausreichend angesehen werden. Eine Polizeistation brannte gestern nieder. In der drittgrößten Stadt Nigerias Benin City sollen Demonstrierende 2000 Gefangene aus dem Gefängnis befreit haben. Daraufhin verhängten die Behörden dort und in Lagos eine Ausgangssperre.

Wie im Fall von George Floyd ist es hier ebenfalls eine viral gegangene Videoaufnahme, die das Fass bei der Bevölkerung schließlich zum Überlaufen brachte. Das Hashtag #EndSARS wurde bereits 2017 ins Leben gerufen. Vor allem junge Nigerianer*innen sind es satt, sich drangsalieren zu lassen. Unterstützung erfahren sie von den größten Popstars des Landes. Auch weit über den afrikanischen Kontinent hinaus solidarisieren sich Künstler*innen mit der Protestbewegung.

Protest gegen Polizeigewalt: Rihanna, Beyoncé, Burna Boy erheben ihre Stimme

Mit Burna Boy sprach einer der größten Künstler Nigerias in einem Interview über die Bedeutung der aktuellen Kundgebungen.

"Man muss verstehen, das ist größer als Nigeria. Nigeria ist im Angesicht der Erde die größte Schwarze Nation. Ich glaube, dass jede Revolution dort startet. Wenn Nigeria sein volles Potenzial entfaltet – und die Jugend kann dafür sorgen, indem sie sich erhebt und für ihre Rechte kämpft. So wie sie es jetzt tut. Das kann einen Domino-Effekt für die restliche Welt haben. Darum ist es so wichtig. [...] Wir leiden seit Jahren unter dem Handeln der gleichen Menschen. Das ist erst der Anfang. Es geht nicht mehr darum, nur SARS aufzulösen. Es ist eine Revolution geworden. Es ist ein 'Wir wollen ein neues Nigeria' geworden. Und bald wird es ein 'Wir wollen ein neues Afrika' sein."

Nicht nur Burna Boy engagiert sich bei den Protesten. Nigerianische Künstler*innen wie Wizkid, Tiwa Savage, Mr Eazi und Davido erheben ebenfalls die Stimme. In Amerika solidarisieren sich reihenweise Artists mit den Demonstrierenden und zeigen sich zutiefst bestürzt über all die Gewalt. Unter anderem Rihanna und Beyoncé nutzen ihre enorme Reichweite, um die Weltöffentlichkeit auf die Geschehnisse in Nigeria aufmerksam zu machen.

Megaloh, Kwam.E & T-Ser & mehr unterstützen den Protest

In der hiesigen Szene sind die Bilder und Berichte ebenfalls angekommen. Megaloh, Kwam.E und T-Ser sprechen sich deutlich für Reformen aus und lassen wissen, dass sie mit den Gedanken bei den Menschen in Nigeria sind. Künstler wie Audio88 und BRKN retweeten Beiträge zu #EndSARS.


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