Neues Statement: Jamule bittet um 2. Chance

Jamule meldet sich nach einer längeren Funkstille und Auszeit mit einem nachdenklichen Statement zurück. Darin spricht er noch einmal über seine unreflektierten Aktionen und Aussagen, den Umgang damit und vor allem, was er daraus gelernt hat. Er hofft, dass seine Fans und Supporter gemeinsam mit ihm daraus lernen und bittet um eine zweite Chance.

Jamule meldet sich zurück und veröffentlicht nachdenkliches Statement

Nachdem es einige Zeit sehr still um Jamule war, meldet sich der Rapper jetzt auf Instagram zurück. Ein erstes Lebenszeichen postete er bereits gestern. Das Bild, auf dem Jamule mit gesenktem Kopf zu sehen ist, wirkt ziemlich demütig und die Caption lautete schlicht:

"Brauchte nur ein bisschen Zeit..."

Die Details, was dem vorausgegangen ist und wie zum Beispiel Farid Bang auf dieses kleine Social Media-Comeback reagiert hat, könnt ihr in diesem Hiphop.de-Artikel nachlesen:

Erstes Lebenszeichen von Jamule nach längerer Auszeit

Nachdem Jamule für einige Zeit nicht auf Social Media aktiv war und sich auch sonst bedeckt hielt, meldet sich der Life is Pain-Künstler jetzt erstmals wieder zu Wort...

Neues, längeres Statement: Jetzt folgt auf das Bild auch noch eine längere Nachricht in der Insta Story Jamules. Darin schreibt er zunächst, dass bevor er vor einigen Monaten abgetaucht sei, wäre "eine ziemlich beschissene Sache passiert". Jeder wisse, wovon die Rede sei.

Im Anschluss daran folgt nochmal eine Einordnung des Ganzen. Jamule schreibt, er sei "blind vor Liebe" sowie "in seinem Stolz verletzt" gewesen und "habe sehr dummes Zeug von [sich] gegeben".

"Dafür gibt es keine Entschuldigung oder Relativierung. Es war wahrscheinlich wichtig und richtig für mich, dass meine unreflektierten Gedanken so an die Öffentlichkeit gelangt sind, damit mir meine Ignoranz mal selber vor die Augen gehalten wurde."

Jamule hat wohl daraus gelernt: Da die Vergangenheit nicht mehr rückgängig gemacht oder beeinflusst werden kann, richtet sich Jamule mit einer besonderen Message an seine Fans und Supporter.

"Lernt mit mir gemeinsam aus meinen Fehlern. Versucht, jeden Tag eine bessere Version von euch selbst zu erschaffen."


Foto:

Jamule auf Instagram https://www.instagram.com/jamule/

Bitte um 2. Chance: Jamule spricht sich gegen Ignoranz, Rassismus & Sexismus aus

Jamule hat die Zeit offenbar genutzt, um über die Aussagen und seinen Umgang damit nachzudenken. Wie es aussieht, hat er sich auch eingehender mit Rassismus auseinandergesetzt und will an sich selbst arbeiten. Ihm zufolge sei vor allem Bildung wichtig, um gegen Ignoranz, Rassismus und Sexismus voran zu kommen.

"Bildung spielt eine ganz wichtige Rolle, weil es die beste Waffe ist gegen Ignoranz, Rassismus, Sexismus und sonstige nicht reflektierte und dumme Aussagen."

Das Gute Daran? Jamule betont noch einmal extra, dass seine rassistischen Aussagen "ein absolutes No-Go" waren. Möglicherweise habe die Aktion aber zumindest einen guten Aspekt gehabt. Immerhin sei Jamule so seine eigene Ignoranz, Verantwortung und Vorbildfunktion klar geworden.

"Wenn die Aktion etwas Gutes hatte, dann dass mir meine Ignoranz, meine Stellung in der Öffentlichkeit, vor allem Verantwortung und Vorbildfunktion, klar vor Augen geführt wurde."


Foto:

Jamule auf Instagram https://www.instagram.com/jamule/

Jamule bittet um 2. Chance: Jamule wiederholt zum Abschluss nochmal, wie sehr er das Geschehene bereut. Zusätzlich bittet er um eine zweite Chance, um die er sich wirklich bemühen wolle.

"Ich bereue das Geschehene sehr und bitte die durch mich gedemütigten Menschen der Black Community, mir irgendwann vielleicht eine zweite Chance zu geben. Ich will mich wirklich um eine bemühen."


Foto:

Jamule auf Instagram https://www.instagram.com/jamule/

Was sagt ihr zu dem neuen Statement von Jamule?

Neue Entschuldigung: Jamule will Einnahmen spenden

Jamule steht seit einigen Tagen aufgrund rassistischer Aussagen und Nachrichten in der Kritik. In einem neuen Statement erklärt der Rapper jetzt, dass er diese Dinge am liebsten ungeschehen machen würde. Weil das aber nicht gehe und er dazugelernt habe, will er die Einnahmen seines Kitschkrieg-Songs "Unterwegs" an die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) spenden.

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Backstage beim ersten Red Bull Soundclash - Studio Edition

Backstage beim ersten Red Bull Soundclash - Studio Edition

Von Till Hesterbrink am 29.04.2021 - 15:59

Geschlossene Konzerthallen, leere Bühnen und enttäuschte Fans – Die Corona Pandemie hat dafür gesorgt, dass aktuell fast alle großen Veranstaltungen ausfallen müssen. Aber davon lässt sich der Red Bull Soundclash nicht zurückhalten: In diesem Jahr bekommen Fans eine so nie da gewesene Ausführung des Soundchlashs. Natürlich absolut Pandemie-konform im privaten Rahmen in den Red Bull Music Studios in Berlin.

Vorhang runter, Maske auf: Wie man den Red Bull Soundclash während einer Pandemie abhält

Für 2021 sind gleich mehrere Soundclash-Shows angesetzt, die unter dem Namen “Studio Edition” laufen. Dafür findet kein großes Konzert-Event statt. Jeweils zwei Künstler besuchen stattdessen die Red Bull Music Studios in Berlin und nehmen dort den Takeover auf. Die Paradedisziplin eines Soundclashs, bei der ein Track des Kontrahenten komplett neuinterpretiert wird.

Wer würde da nicht gerne mal hinter den Vorhang blicken, um zu sehen, wie solch ein Event entsteht. Darum nehmen wir euch mit hinter die Kulissen und geben einen exklusiven Einblick in den Aufnahmetag.

Red Bull Soundclash - Studio Edition: Nimo vs. Jamule

Den Auftakt der Reihe machen Nimo und Jamule, die sich als erste Künstler gegenüberstehen. Stetige Begleiter in diesem Jahr: genügend Abstand, Schnelltests und FFP2-Masken.

Bevor ins Studio gelassen wird, muss sich jeder Anwesende ein Test-Stäbchen in den Rachen stecken lassen und 15 Minuten warten. Erst dann und bei negativem Ergebnis geht es in die heiligen Hallen der Red Bull Music Studios.

Bereits vor dem Eintreffen der Künstler ist dort die Stimmung merklich angespannt. Alle fiebern den kommenden Stunden entgegen. Die Musiker dürfen nur zu bestimmten Slots ihre Instrumente testen, Techniken wie das Live-Autotune müssen eingestellt werden und die Bühne muss hergerichtet werden. An diesem Punkt hat die Crew bereits vier Tage Vorbereitung hinter sich.

Als Nimo und Jamule ankommen, steigt die Aufregung aller gen Siedepunkt. Jeder weiß, das ist der Moment, auf den so lange hingearbeitet wurde und nun ist Go-Time. Es werden noch die letzten Fotos gemacht, Fragen gestellt und die Künstler kriegen einen Moment Ruhe. Bis zu diesem Zeitpunkt weiß keiner, was die Rapper füreinander vorbereitet haben.

Dann geht es los. Nimo performt seinen Track "Heute mit mir". Nach der Hälfte übernimmt Jamule, der ein, zwei Späße auf Nimos Kosten macht. Dieser zeigt aber viel Humor und somit lockert auch die Stimmung bei allen deutlich auf. Man ist definitiv auf dem richtigen Weg.

Nach der ersten Aufnahme wird erst mal zu Mittag gegessen. Nachdem sich jeder eine Bowl genommen hat und eigentlich dabei ist, sich in den Studios zu verteilen, spricht Nimo ein Machtwort: "Niemand isst hier alleine!". Aus allen Ecken kommen die Leute zusammen und essen (mit gehörig Abstand) gemeinsam. Spätestens jetzt ist die Stimmung ausgelassen und allen ist klar, das hier wird ein richtig geiles Event. Alle ziehen an einem Strang und keiner ist ein "Star".

Zweite Runde: Auftritt Jamule, der seinen Track "NBA" zum Besten gibt. Hinter den Kulissen tuscheln die Teams und es wird noch mal richtig angespannt. Nimo hat ordentlich was vorbereitet für seinen Kontrahenten und lässt ihn nicht so leicht davonkommen. Jamule kann aber ebenfalls gut über die freundschaftlichen Sticheleien lachen. Beide umarmen sich. Durch die Red Bull Music Studios geht ein Aufatmen, das wahrscheinlich in ganz Berlin zu hören ist.

Der erste Red Bull Soundclash in der "Studio Edition" ist vollends geglückt. In einem letzten Highlight performen die beiden gemeinsam ihren neuen Track "Frag mich nicht".
Das ist Hiphop in seiner Urform – Competition und Community!


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