"$tarface"-Album: Tyga gibt Nutzung von KI zu
Tyga als $tarface

Nach dem großen Erfolg von Fenix Flexins "Rubberz" ist Tyga vor ein paar Monaten ebenfalls auf den 80er-Jahre-Zug aufgesprungen. Für sein neues Projekt hat sich der 36-Jährige gleich mal in $tarface umbenannt. Vor einer Woche ist sein gleichnamiges Album erschienen, aber wie Fenix Flexin sieht auch Tyga sich mit Vorwürfen konfrontiert, KI für die Produktion seiner Platte benutzt zu haben. Im Gegensatz zu seinem "Rubberz"-Kollegen gibt Tyga das jedoch in einem neuen Interview mit VIBE offen zu und begründet seine Entscheidung.

Tyga über KI in Musikproduktion: "Es ist genau wie damals, als Auto-Tune rauskam"

In dem Gespräch wird Tyga direkt gefragt, ob er KI-Programme wie beispielsweise Suno für die Produktion seines "$tarface"-Projekts benutzt hat. Seine Antwort: "Klar." Tyga habe beispielsweise "KI als ein Tool" benutzt, um Teile von Songs mit 80er-Jahre-Synths zu versehen oder "so schnell wie möglich" ein Gitarrensolo zu generieren. Die Vocals und Songtexte würden jedoch komplett von ihm selbst stammen. Warum der 36-fache Platin- und einmalige Diamant-Rapper nicht einfach professionelle Musiker für seine Instrumentals engagiert hat, verrät er nicht.

Tyga behauptet, bislang nicht offen über seine Nutzung von KI gesprochen zu haben, weil es sich für angefühlt hätte, "wie ein Magier, der seine Tricks verrät". Dem "Rack City"-Rapper sei zwar bewusst, dass Fans deswegen "sauer" auf ihn sein werden, gleichzeitig könne er jedoch nicht nachvollziehen, warum die Hörer eine genaue Erklärung für "guten Shit" bräuchten: "Wenn es dir gefällt, gefällt es dir; wenn nicht, dann eben nicht." Ihm wäre es lieber, wenn Musikfans KI-Programme ähnlich wie Auto-Tune betrachten würden:

"Ich weiß, dass sich manche darüber aufregen werden, dass ich das sage, aber die Technologie entwickelt sich eben in diese Richtung. Es ist nicht anders als damals, als Auto-Tune auf den Markt kam. Manche waren dagegen, aber echte Künstler haben es angenommen und genutzt [...] Es ist nicht schlimm, Technologie als Tool zu nutzen."

Eigentlich war mit "Lavish" auch ein gemeinsamer 80er-Jahre-Song von Tyga und Fenix Flexin angekündigt. Der Track scheint es aber nicht auf das "$tarface"-Album geschafft zu haben. Fenix Flexin war in den vergangenen Monaten vermehrt beschuldigt worden, er hätte seinen Hit "Rubberz" mit KI generiert. Vor einigen Tagen hat such Ryan Tremblay, der CEO des Musik-KI-Unternehmens Treblo, zu der Thematik geäußert. Ein hauseigenes Tool der Firma habe demnach festgestellt, dass Fenix Flexins Song "sehr wahrscheinlich" mit Treblo generiert worden sei. Laut Angaben des Unternehmens liegt die Fehlerquote von ihrem KI-Erkennungstool bei unter eins in zehntausend. Das Shoreline Mafia-Mitglied hat die KI-Vorwürfe lange bestritten und erst heute in einem Instagram-Kommentar zugegeben, teilweise KI benutzt zu haben.

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