Kanye Wests anstehende Tour durch Europa scheint immer kürzer zu werden. Nachdem schon sein dreitägiger Headliner Spot beim Wireless-Festival in Großbritannien abgesagt wurde, ist jetzt sein Konzert in Polen dran. So teilt der Stadiondirektor der Location in Chorzów offiziell mit, dass das Konzert des 48-Jährigen Rappers nicht stattfinden wird.
"Formal-rechtliche Gründe": Kanye Wests Polen-Konzert wird abgesagt
Eigentlich sollte Ye am 19. Juni ein Konzert in der schlesischen Stadt Chorzów spielen. Daraus wird offenbar allerdings nichts. Wie der Stadiondirektor über die Website des Superauto.pl Stadion Śląski mitteilt, könne der Auftritt aus "formal-rechtlichen Gründen" nicht stattfinden. Was das konkret bedeutet, wird nicht weiter ausgeführt.
Allerdings könnten die politischen Diskussionen rund um das Konzerte von Ye eine Rolle spielen. So bezeichnete Polens Kulturministerin Marta Cienkowska den geplanten Auftritt kürzlich als "inakzeptabel". Mit Hinblick auf Kanyes antisemitische Aussagen aus der Vergangenheit, wäre ein Konzert dieses Künstlers "ein bewusstes Überschreiten von Grenzen" und normalisiere Hass.
"In einem Land, das von der Geschichte des Holocaust geprägt ist, dürfen wir nicht so tun, als sei dies nur Unterhaltung."
Europa-Konzerte von Kanye West: Shows in Großbritannien, Frankreich und Polen abgesagt
Wie Eingangs bereits erwähnt, ist schon Kanye Wests Headliner-Spot beim Wireless geplatzt, nachdem dem Musiker die Einreise nach Großbritannien verweigert wurde. Auch seine Show in Frankreich findet nicht wie geplant statt – wobei Ye das Konzert hier proaktiv "verschoben" hat, nachdem der dortige Innenminister sich entschlossen zeigte, das Ganze zu verbieten. Eigentlich sollte das Konzert am 11. Juni stattfinden. Aktuell ist es laut Kanye auf "unbestimmte Zeit" verschoben:
After much thought and consideration, it is my sole decision
— ye (@kanyewest) April 15, 2026
to postpone my show in Marseille, France until further notice.
Übrigens scheint das Konzert in den Niederlanden wie geplant stattzufinden. Zumindest wirkt es aktuell nicht so, als sei ein Verbot in unserem Nachbarland eine ernsthafte Option. So erklärte der niederländische Minister für Migration, Bart van den Brink, kürzlich, dass es keine rechtliche Grundlage für eine Einreiseuntersagung gäbe. Auch dort fordern Politiker und Aktivistengruppen eine Absage der Show:
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