Spotify löscht R. Kelly und XXXTentacion aus Playlists

Spotify hat vor Kurzem neue Richtlinien eingeführt, die sich gegen Hate Speech und Hetze richten. Nachdem bereits diverse Rechtsextreme betroffen waren, hat sich die Streaming-Plattform nun auch bei R. Kelly und XXXTentacion zu diesem Schritt entschlossen: Ab heute findet sich die Musik der beiden nicht mehr auf den redaktionellen Spotify-Seiten.

R. Kelly und XXXTentacion sind künftig auch kein Teil der offiziellen Spotify-Playlists mehr und werden vom Streaming-Dienst nicht mehr beworben. Das haben Spotify-Sprecher sowohl gegenüber Billboard als auch gegenüber der New York Times bestätigt.

R. Kelly and XXXTentacion Pulled From Spotify Playlists for 'Hateful Conduct'

R. Kelly's music will no longer be promoted by Spotify and has been removed from all official playlists and recommendation features on the streaming service, the company announced Thursday, adding its voice to the growing chorus attempting to hold the singer responsible after decades of accusations of s*xual misconduct.

Die Musik bleibt trotzdem weiterhin verfügbar, wer die Interpreten sucht, der findet sie. Sie werden jetzt aber nicht mehr prominent platziert. Aus Spotify-Playlists zu fliegen, mag auf den ersten Blick vielleicht nicht sonderlich schlimm wirken. Aber aktuell handelt es sich dabei nun mal um eine der wichtigsten – wenn nicht die wichtigste – Musikplattform der Welt.

"Wir entfernen R. Kellys Musik aus allen Spotify-geführten Playlists und algorythmischen Empfehlungen wie Discover Weekly. Seine Musik wird immer noch auf dem Service verfügbar sein, aber Spotify wird sie nicht aktiv promoten."

"Wir zensieren keine Inhalte aufgrund des Verhaltens eines Künstlers, aber wir wollen, dass unsere redaktionellen Entscheidungen – was wir als Programm auswählen – unsere Werte widerspiegeln. Wenn ein Künstler oder Creator etwas tut, das besonders verletzend oder hasserfüllt ist, könnte es die Art und Weise beeinflussen, auf die wir den Artist oder Ersteller unterstützen oder mit ihm arbeiten."

Spotify Removes R. Kelly Music From Its Playlists As Part of New Hate Content & Hateful Conduct Policy: Exclusive

Under the terms of a new public hate content and hateful conduct policy Spotify is putting into effect, the company will no longer promote the R&B singer's music in any way, removing his songs from flagship playlists like RapCaviar, Discover Weekly or New Music Friday, for example, as well as its other genre- or mood-based playlists.

Sowohl XXXTentacion als auch R. Kelly sehen sich bereits seit Längerem unterschiedlichsten sowie schwerwiegenden Anschuldigungen ausgesetzt, die sich in erster Linie um (sexualisierte) Gewalt und Körperverletzung drehen.

R. Kelly und die Sektenvorwürfe: Warum er kaum noch Rückhalt besitzt

Gegen R. Kelly stehen seit Mitte letzten Jahres Vorwürfe im Raum, die schockierender kaum sein könnten...

Zwischen unkontrollierter Gewalt und Teenager-Melancholie: XXXTentacion ist unberechenbar

Mit dem ersten Album "17" Gold gegangen, mit dem aktuellen Album "?" auf Platz #1 der Billboard-Charts - und trotzdem geht im Leben von XXXTentacion augenscheinlich einiges schief. Der Rapper aus Florida, der bürgerlich auf den Namen Jahseh Dwayne Onfroy hört, steht immer wieder mit dem Gesetz im Konflikt.

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Kommentare

Widerspiegeln

Genau was ich damals als Spotify kam gesagt hab. Wenn den hohen Herren irgendeine Musik nicht passt, zack bumm. Ne ne, zum Glück hatt ich das noch nie und werd es mir auch nie holen. Meine Privatbibliothek hat eh mehr musik drin, die ich auch wirklich höre. Spotify ist Schmutz...

Danke für den Hinweis, ist verbessert!

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Capital Bra ist der "meistgestreamte Künstler aller Zeiten in Deutschland"

Capital Bra ist der "meistgestreamte Künstler aller Zeiten in Deutschland"

Von David Molke am 02.05.2019 - 15:59

Capital Bra spielt in einer ganz anderen Liga: Das hier ist Ed Sheeran-Level, ob ihr wollt oder nicht. Der Rapper bricht einen Rekord nach dem anderen und ist jetzt offiziell der "meistgestreamte Künstler aller Zeiten in Deutschland", wie die GfK und die offiziellen Charts bekannt geben.

Streaming-Rekord: Capital Bra überholt Ed Sheeran

Capital Bra hat bereits die Beatles überholt und steht jetzt als der Künstler mit den meisten Nummer eins-Singles an der Rekord-Spitze. Aber als wäre das nuffin, bricht der Bratan direkt die nächsten Rekorde.

Nicht nur in den Charts, auch was Streaming angeht, gibt es kein Vorbei an Capi. Vor Kurzem hat er erst den Streaming-Rekord von RAF Camora & Bonez MC gebrochen. Jetzt stellt er selbst einen neuen auf.

Soll heißen: Kein Künstler wurde innerhalb Deutschlands häufiger gestreamt als Capital Bra. Dabei geht es nicht nur um Rapper – gar kein Künstler wurde öfter gestreamt. Auch nicht Ed Sheeran.

Laut den offiziellen Charts ist Capital Bra damit der "meistgestreamte Künstler aller Zeiten in Deutschland". Das ist zumindest insofern mit Vorsicht zu genießen, das "aller Zeiten" immer schwierig ist, weil da ja noch Zeiten kommen.

Nichtsdestotrotz wirkt es beeindruckend, wie Capital Bra einfach an allen vorbeizieht. Erst recht, wenn die Konkurrenz aus regelrechten Pop-Titanen wie Ed Sheeran besteht.

Capital Bra bricht Streaming-Rekord von RAF Camora & Bonez MC

Am 12. April veröffentlichte Capital Bra sein Album "CB6" auf allen Streaming-Plattformen. Nun gab Spotify bekannt, dass Capital Bra auf der Streaming Plattform einen Rekord geknackt hat: 35,5 Millionen Mal wurde "CB6" innerhalb der ersten Woche alleine in Deutschland gestreamt.

Top 5 der meistgestreamten Künstler in Deutschland

Capital Bra vereint satte 1,4 Milliarden Streams auf seinem Konto. Das zeigt eine "Sonderauswertung von GfK Entertainment auf Basis kostenpflichtiger und werbebasierter Musik-Streams ab einer Spieldauer von 31 Sekunden".

So sieht die Reihenfolge der fünf am häufigsten gestreamten Interpreten in Deutschland aus:

1. Capital Bra

2. Ed Sheeran

3. Kollegah

4. Bonez MC

5. Eminem

Charts: Capital Bra überholt Beatles mit der zwölften #1

Capital Bra! Wer sind die Beatles? Der Rapper hat es tatsächlich geschafft und ist jetzt offiziell erfolgreicher als die Beatles. Zumindest, wenn es um die deutschen Singlecharts geht: Mit "Cherry Lady" schnappt er sich die zwölfte Nummer eins und bricht den Rekord der Beatles.

Capital Bra schnappt sich noch mehr Rekorde

Die Zahlen Capital Bras kommen natürlich nicht von ungefähr. Sein Album "CB6" samt der Modern Talking-Neuauflage "Cherry Lady" bringen dem Rapper aktuell die Rekorde ein. Zwei neue kommen noch dazu:

"'Cherry Lady' ist meistgestreamter Song in einer Woche (11,5 Millionen), Capital Bra meistgestreamter Künstler binnen sieben Tagen. Über 66 Millionen Mal wurden alle seine Tracks in KW 16.2019 hierzulande abgerufen."

Die Chancen stehen gut, dass Capi auch morgen wieder auf Platz eins der Albumcharts steht. Nachdem sein Album geleakt war, folgte der digitale Release verfrüht, aber die Boxen gingen letzten Freitag an den Start.

Die ehrlichsten Meinungen zu Capital Bras "CB6"

Capital Bra hält sich nicht an die Regeln - egal, ob es sich dabei um echte oder ungeschriebene Regeln handelt. Oder, wie Aria es ausgedrückt hat: Capital Bra fährt Autorennen auf dem Fußballplatz. Soll heißen: Niemand veröffentlicht so wild und so viele Tracks, wie es Capital Bra und sein Alter Ego Joker Bra tun.


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