Nach Spotify-Leaks: Was wir über Travis Scotts neues Album "Utopia" wissen

Im Herbst 2020 schickte Travis Scott in einer handgeschriebenen Notiz voraus, dass wir uns 2021 alle in "Utopia" sehen würden. Schon im Sommer sendete La Flame bereits eine ähnliche Botschaft zum zweijährigen Jubiläum seines Albums "Astroworld".

Seitdem ist der Name für das nächste Release von Travis so gut wie gesetzt. Als musikalische Vorboten für den Sound des neuen Großprojekts aus dem Hause Cactus Jack gelten bisher die lose veröffentlichten Singles "Franchise" und "Highest In The Room". Weitere Eindrücke aus "Utopia" könnten kürzlich auf Spotify zu hören gewesen sein. Auf der Streaming-Plattform wurden gleich zwei neue Songs von Travis Scott geleakt.

"Utopia"-Leaks? 2 Travis Scott-Songs auf Spotify aufgetaucht

Fans von Travis Scott dürften sich verwundert die Augen gerieben haben. Auf dem offiziellen Spotify-Profil des Superstars standen am 12. Januar ohne Vorwarnung auf einmal ein Solotrack mit dem Titel "Vision" und die 21 Savage-Kollabo "Niagara Falls" zum Streaming bereit. Letzterer Song wurde im Oktober 2020 von Chase B in Travis' Apple-Show ".WAV Radio" angeteast.

Auch "Vision" gab es schon 2020 zu hören. Der Track wurde auszugsweise in eine Werbekampagne von Kylie Jenners Kosmetik-Linie eingebunden. Wie die beiden Songs jedoch nun für alle Welt hörbar auf das Spotify-Profil von Travis Scott gelangt sind, bleibt vorerst ungeklärt. Es ist vermehrt von einem Hack zu lesen, der hinter der plötzlichen Veröffentlichung gestanden haben soll. Ob die Tracks unter diesen Umständen tatsächlich auf "Utopia" landen, ist zumindest mit einem Fragezeichen zu versehen.

Travis Scott teast "Utopia": Welche Infos noch im Umlauf sind

Wie auf Genius zu sehen ist, klebte auf den Promo-CDs zur Single "Franchise" ein Sticker, auf dem "Live from Utopia" steht. Dass der Track, der in einer Remix-Version mit einem Future-Part ausgestattet wurde, auf dem neuen Album von Travis Scott zu finden sein wird, scheint demnach sehr wahrscheinlich.

Aus der Twitter-Bubble lässt sich noch ableiten, dass Travis in Mexiko an seinem neuen Werk gearbeitet hat. Auch sind in den entsprechenden Postings reichlich andere Größen der US-Szene präsent. So seien Roddy Ricch, Don Toliver, Future, Tame Impala-Frontmann Kevin Parker sowie die Produzenten Hit-Boy, Wheezy und WondaGurl in die Arbeiten an dem Projekt involviert.

Mit Blick auf die Gerüchteküche ist der Übertritt nach "Utopia" wohl für den März 2021 vorgesehen. Zu dieser Mutmaßung trägt offenbar die offizielle Ankündigung des Drinks "Cacti" bei. Die passenden Dosen präsentierte Travis Scott im Video zu "Franchise". Er rappt dort auch über die Brand: "Cacti, not no iced tea". Der Launch des alkoholischen Getränks steht für März 2021 bevor.

Ein neues Produkt gleichzeitig mit einem neuen Album auf den Markt zu bringen, wirkt nicht wie die schlechteste Idee. Handfeste Infos zu "Utopia" bleiben jedoch eher Mangelware. Die Indizien, dass der Sprung aus der "Astroworld" nach "Utopia" in nicht allzu weiter Ferne liegt, häufen sich dennoch. Auf Instagram teilte Travis in seiner Story ein Artwork des länger eingestampften Science-Fiction-Magazins "Omni". Ergänzt wird der Post um ein kurzes "bald".


Foto:

Screenshot via instagram/travisscott

Ein Zitat aus der GQ Coverstory aus dem August 2020 untermauert den Fahrplan. Auf die Frage hin, welcher Anlaufpunkt nach "Astroworld" komme, antwortete Travis:

"You go to utopia. That’s where we go."

Das Outfit für den Trip steht auch bereits seit längerem fest:

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Meek Mill, 21 Savage, Lil Baby & Lil Durk wollen eigene Musik-Plattform aufbauen

Meek Mill, 21 Savage, Lil Baby & Lil Durk wollen eigene Musik-Plattform aufbauen

Von Michael Rubach am 27.12.2020 - 12:56

Meek Mill will offenbar auf dem Streaming-Markt mitmischen und eine eigene Plattform entwickeln lassen. Dafür sucht er aktuell die Unterstützung von den IT-Expert*innen aus dem Silicon Valley. Nicht nur der Rapstar aus Philly, sondern auch weitere Hochkaräter aus der US-Szene sollen bei seinem Projekt an Bord sein.

Meek Mill, 21 Savage, Lil Baby & Lil Durk suchen Entwickler*innen

In einer Reihe von Tweets klärte Meek Mill über sein Vorhaben auf. Demnach sei Geld vorhanden, um eine "eigene Musik-Plattform" hochzuziehen. Eine Plattform, bei der letztendlich mehr bei den Künstler*innen hängen bleiben soll. Lil Durk, der kürzlich sein Album "The Voice" releaste, und Trap-Superstar Lil Baby hätten sich laut Meek diesen Plänen bereits angeschlossen.

Auch 21 Savage sei von dieser Geschäftsidee angetan. Den gründungswilligen Rappern müssten nun Optionen aufgezeigt werden – am besten von den "Top-Entwickler*innen" aus dem Silicon Valley. Wenn es nach Meek Mill geht, rollt das Projekt 2021 an.

Was Meek genau vorschwebt, wird vorerst nicht deutlich. Nur so viel: Er wolle mit den großen Firmen connecten und peile damit ein Milliarden-Business an. Seine Plattform werde außerdem anders als Spotify, Apple Music und Co. sein.

Mit der Mission Artists möglichst angemessen für ihre Musik zu bezahlen, ist einst auch Jay-Zs Streamingdienst TIDAL angetreten. Dort erhalten Künstler*innen pro Stream eine vergleichsweise hohe Vergütung. Der in Deutschland nicht so präsente Anbieter Napster führt das Ranking der Ausschüttung pro Stream jedoch an.

Dass bei den Artists im Angesicht immenser Streamingzahlen überschaubar viel Geld aufs Konto wandert, hatte zuletzt Mariah Carey kritisiert. Einerseits freute sie sich über einen Streaming-Rekord ihres Weihnachtsevergreens "All I Want For Christmas". Andererseits lässt sie es sich nicht nehmen, auf die ihrer Ansicht nach geringfügigen Einnahmen hinzuweisen, die sie dabei erzielt.


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