Schon lange bevor Kalim die "Blickys" im Lambo-Truck bunkerte, stand er bei Xatars Label Alles oder Nix unter Vertrag. In einem noch unveröffentlichten Interview mit Deutschrap ideal blickt er auf diese Zeit zurück. Für Xatar und seine anderen, früheren Label-Kollegen findet er positive Worte.
Kalim über seine Zeit bei Alles oder Nix
Zur damaligen Zeit sei Kalim praktisch "unsichtbar" für Labels und Musikvertriebe gewesen. 2011, kurz nach dem Release seines Mixtapes "Wo ich wohn", durfte er dann aber doch eine verheißungsvolle Unterschrift setzen – und zwar bei Alles oder Nix Records. Das Signing bei dem damals bereits in erlesenen Deutschrap-Kreisen geschätzten Label bestärkte ihn offenbar in seinem Weg. Auch dem zu der Zeit noch im Knast sitzenden Xatar hat er einiges zu verdanken.
"Er war so der erste, der an mich geglaubt hat."
Doch nicht nur Xatar sei von Kalims Talent überzeugt gewesen. SSIO und dessen Bruder Sohail Sadat, damaliger Label-Manager von Alles oder Nix, hätten ebenso ihr Co-Sign gegeben. "Und Samy wahrscheinlich auch", fügt Kalim hinzu. Eigentlich hätte Xatar seinerzeit sogar eine noch "größere Vision" für ihn im Kopf gehabt. Der "T.O.T.Y."-Rapper enthüllt, dass über sein Signing auch viele weitere "Leute aus Hamburg" zum Label kommen sollten. Dazu ist es in letzter Konsequenz allerdings nie gekommen.
In jedem Fall war die Zeit bei AoN für Kalim ganz offenbar eine prägende. In dem Interview erklärt er beispielsweise noch, wie verrückt es für ihn gewesen sei, plötzlich mit jemandem zu telefonieren, zu dem er bereits hinaufgeschaut hatte.
Hier kannst du dir schon mal den Zusammenschnitt aus dem kommenden Interview anschauen:
Kalim stand zwischen 2011 und 2018 bei Alles oder Nix unter Vertrag. Eine lange Zeit, die er unter anderem für die Veröffentlichungen seines Mixtapes "Sechs Kronen" nutzte. Mit seinen West Coast-inspirierten Songs fügte er sich damals noch ziemlich nahtlos in den typischen AoN-Sound ein. Die zwei Studioalben, die er als Schützling von Xatar veröffentlichte (darunter auch sein Debüt "Odysse 579"), gingen klanglich dann bereits mehr in die Richtung, die wir heute von Kalim gewohnt sind.
Die Trennung von Alles oder Nix verlief seinerzeit ohne jegliche Unstimmigkeiten. Kalim wechselte von dort aus zunächst zu Universal Music. Heute vertreibt Groove Attack seine Musik.
Aber kommen wir nochmal auf Kalims Debütalbum zu sprechen: Das ist ein absoluter Classic und sollte sich gerade vor dem baldigen 10. Jubiläum dringend nochmal zu Gemüte geführt werden. Warum genau, wird dir unser Kollege Michael Herzog im nachfolgenden Artikel erklären:
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