Snoop Dogg stiehlt Mike Tyson bei Comeback-Kampf die Show

Die Box-Legenden Mike Tyson und Roy Jones Jr. trennten sich in Los Angeles bei einem Showkampf mit einem Unentschieden. Dass keiner der beiden triumphieren würde, war im Vorfeld so abgesprochen. Doch selbst ohne Absprache hätte für viele Zuschauer*innen der Gewinner des Abends nur Snoop Dogg heißen können.

Mike Tyson vs. Roy Jones Jr.: Snoop Dogg wird zum Highlight des Fights

Snoop Dogg rutschte kurzfristig für Lil Wayne ins Programm der Veranstaltung. Neben eine paar Hits lieferte Snoop treffsichere Einschätzungen über die Vorkommnisse im Ring. Die Konfrontation der ehemaligen Weltklasseboxer erinnerte ihn an die Hood. Seine Onkel würden sich beim Barbecue kaum anders bekämpfen.

Solche Vergleiche der Rap-Legende trafen für viele den Nagel auf den Kopf. Dass zwei Ex-Profis jenseits der 50 ein sportliches Feuerwerk abbrennen, konnte auch nicht erwartet werden. Der inzwischen 54-jährige Mike Tyson zog sich jedoch deutlich besser aus der Affäre als sein drei Jahre jüngerer Gegner. Hier kannst du dir die besten Szenen anschauen:

Der amerikanische Sportmoderator Stephen A. Smith machte auf Twitter klar, was er an dem Kampf am interessantesten fand: Snoop Dogg. LeBron James und Schauspieler Michael B. Jordan zeigten sich ähnlich begeistert.

Fans fordern mehr Snoop Dogg bei Sport-Events

Das Echo auf Snoops Kommentatoren-Tätigkeit lässt kaum Fragen offen. Ob große Events oder Spiele der NBA – die Menschen wünschen sich viel mehr Weisheiten vom Doggfather.

Bei einem entsprechenden Angebot wäre Snoop offenbar bereit, viel öfter auf einem Kommentatorenstuhl Platz zu nehmen. Auf Instagram hat er ein kleines Bewerbungsvideo bereitgestellt, um seine Vielseitigkeit zu untermauern. Auch hier darf der Hinweis auf eine angemessene Bezahlung nicht fehlen.

Dass Snoop Dogg es versteht, für den gewissen Extrakick zu sorgen, hat er schon oft bewiesen. Sobald er auf Tier-Dokus trifft, ist für beste Unterhaltung gesorgt.

Snoop Dogg kommentiert endlich wieder Tier-Dokus: "Planet Snoop"

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Kevin Gates spricht über Missbrauchserfahrungen

Kevin Gates spricht über Missbrauchserfahrungen

Von Michael Rubach am 08.07.2021 - 13:46

Triggerwarnung: Der folgende Artikel beschäftigt sich mit sexualisierten Gewalthandlungen und deren Folgen für Betroffene. Dies kann belastend sein und retraumatisierend wirken.

In einer aktuellen Episode von Mike Tysons Podcast Hotboxin' eröffnet US-Rapper Kevin Gates zum ersten Mal in einem Interview, was er in seiner Jugend erleben musste. Er erzählt, wie das Rappen ihm dabei half, seiner Realität samt traumatischen Missbrauchserfahrungen zu entkommen.

Missbrauch im Kindesalter: Kevin Gates über Musik als Zuflucht

Als es darum geht, wie Kevin Gates überhaupt dazu gekommen sei, eine musikalische Karriere zu starten, kommt der US-Rapper auf seine Kindheit zu sprechen (ab Minute 04:40).

"Ich bin sehr sehr gewalttätig aufgewachsen und echt aggressiv. Nicht weil ich es sein wollte, sondern weil ich als Kind belästigt wurde."

("I grew up real, real violent, and real aggressive. Not because I wanted to be, but because I was molested when I was a child.")

Kevin Gates beschreibt weiterhin, wie ihn daraufhin eine "Angst verletzlich zu sein" begleitet. Er sucht eine Zuflucht im Kampfsport und wendet sich zugeleich der Musik zu.

"Ich habe mir jede Art von Kampfkunst vorgenommen, die man nehmen kann. Ich habe sogar geboxt, ich habe alles gemacht. Ich wollte der härteste Mensch der Welt sein, aber Musik zu schreiben und zu machen war immer eine Flucht für mich. Ich hatte nie den Mut hervorzutreten und das zu sagen."

("I took every kind of martial art you can take. I even boxed, I did everything. I wanted to be the toughest person on earth, but writing and making music was always an escape for me. Like, I never had the nuts to come out and say that".)

Mike Tyson erwidert, dass er den Weg kenne, den Kevin Gates hinter sich habe. Er wirft dabei die Frage in den Raum, wie er selbst zum "gemeinsten Motherf*cker des Planeten" geworden sei. Auch hier liege die Antwort in der Vergangenheit: "Jemand hat mir etwas angetan. Ich wolle nicht, dass es noch einmal passiert, so wurde ich dieser Typ."

Die Musik von Kevin Gates (jetzt auf Apple Music streamen) spiegelt oftmals die Wut und Gewalt wider, die er im Interview anspricht. Auf dem Album "Luca Brasi 2" (2014) rappt er auf dem Track "Pourin The Syrup" von einem Mord, den das lyrische Ich im Alter von 13 Jahren begeht. Auf dem aktuellen Mixtape "Only The Generals Pt. II" ist mit "Fairytale" ein Track zu finden, der Missbrauch und die tödlichen Konsequenzen für den Täter zum Thema macht.

"I was molested inside of my mother's home, she ain't believe me when I was young / That's when I stole my grandmother's gun / I walked in that b*tch and I put him up / Some of my family might say I'm the devil, my godmother told me: 'Don't ever regret it'

Dem Gerücht, einen Mord begangen zu haben, tritt Kevin Gates jedoch entgegen. 2019 erklärte er: "Das ist Fiktion."

Menschen, die sexuellen Missbrauch erlebt haben oder noch erleben, finden auf hilfetelefon.de verschiedene Beratungs- und Hilfsangebote. Außerdem gibt es entsprechende Notfallnummern, bei denen Betroffene und Angehörige sich melden können.

Hilfetelefon sexueller Missbrauch: 0800-22 55 530 (anonym & kostenfrei)


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