Sido im Interview: Heroin und Modedrogen

Im Song Gürtel Am Arm von seinem aktuellen Album VI rappt Sido über einen Heroinabhängigen. In einem kurzen Interview äußerte er sich dazu, wieso er das Thema auf seinem Album anspricht.

Sido erklärt, dass es ihm schon lange auf der Seele gebrannt habe, einen Song über Drogenkosum zu machen, da es in seiner Familie und im Bekanntenkreis Fälle von Heroinabhängigkeit gegeben habe. Er habe zwar nie selber Heroin genommen, sei aber nah genug dran gewesen, um darüber schreiben zu können.

Heroin sei in seiner Jugend eine Modedroge gewesen, so Sido. Das habe sich mittlerweile aber geändert: "Es gibt andere Modedrogen, die vielleicht gefährlicher sind. [...] Es gibt diese ganzen neumodischen Drogen. Ketamin, alles was mit 'in' aufhört."

Sido erklärt, dass er diese neuen Drogen noch nie probiert habe und sich auch nicht damit auskenne: "Damit habe ich einfach nichts zu tun, ich kenne das nicht. Also kann ich darüber auch nicht so schreiben, wie ich über Heroin schreiben kann."  

Das ganze Interview kannst du hier sehen:

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Kool Savas verteidigt Sido wegen Konflikt mit der Bild

Kool Savas verteidigt Sido wegen Konflikt mit der Bild

Von Clark Senger am 16.05.2020 - 00:50

Seit dem Interview bei Ali Bumaye hält Sido sich hartnäckig in den Schlagzeilen. Erst ging es um die Verschwörungsmythen, die leichtfertig im Talk der beiden angerissen wurden, dann musste ein Team der Bild unbedingt einen obendrauf setzen.

Während man leider auch für das Thematisieren der Rothschilds oder angeblich gesteuerter Medien verdeckten Applaus einiger Rapper vermuten muss, zeigt sich die Szene nach dem Bild-Vorfall auch öffentlich solidarisch. Nun hat sich auch Sidos Kollabopartner und Freund Kool Savas zu Wort gemeldet, um Siggi zu verteidigen. 

Kool Savas verteidigt Sido

Essah kritisiert das Team der Bild, das laut Angaben der Springer-Zeitung bei Sido Material für eine "Bild-Dokumentation über Verschwörungstheorien in der Corona-Krise" sammeln wollte. Er sagt, es sei nicht korrekt, "jemandem an seinem privatesten Rückzugsort aufzulauern und über die Hecke zu filmen[,] als ginge es darum[,] einen Mord aufzuklären."

Was genau vor den veröffentlichten Aufnahmen passiert ist und wie lange das Team schon vor Sidos Grundstück herumlungerte, ist im Videomaterial nicht zu sehen – es beginnt mit einem Rapper, der bereits auf 180 ist. Savas' Ausführung klingt, als hätte er von seinem Homie bereits mehr Details erfahren. Außerdem vermutet er, dass Sido seine Kinder, die bis heute bewusst aus der Öffentlichkeit gehalten werden, vor den Kameras schützen wollte. Eine konstruktive Absicht hinter dem Hausbesuch (um mal im Hiphop-Jargon zu bleiben) hält Savas für ähnlich unwahrscheinlich wie du und ich:

"Das war rein Provokation!"

"Höchster Respekt" für andere Arten des Journalismus

Im gleichen Atemzug droppt Savas Props für andere Arten des Journalismus, die nicht ungewollt ins Privatleben von Promis eindringen für Schlagzeilen.

"Ich habe selbst Freunde[,] die Journalisten sind, diese fahren ins Kriegsgebiete und Flüchtlingslager[,] um uns ignoranten Pissern zu zeigen[, dass] es hinter der bunten Fassade eine echte, harte, erbarmungslose und widerliche Welt gibt."

Er sei "zu 100 Prozent für die Pressefreiheit" und schließt seine Botschaft mit einem Appell an ein respektvolles Miteinander – besonders im Kampf gegen Corona.

In seiner wöchentlichen Live-Show hatte Sido gestern bereits selbst Details zur Auseinandersetzung dargelegt:

Schon vor einigen Wochen im Quarantäne Talk mit uns auf Twitch setzte Savas starke Statements zur aktuellen Lage. Dabei kam er auf den Rechtsruck und auch das Thema Verschwörungserzählungen zu sprechen:


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