Eine ehemalige Musikmanagerin namens Carmen Bryan verklagt aktuell den US-Rapper und Podcaster N.O.R.E. wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs. Das Ganze geht auf das Jahr 1999 zurück. Damals soll N.O.R.E. Carmen in einem Nachtclub in Manhattan angegriffen haben. Dabei soll sie unter anderem zum Opfer nicht einvernehmlicher digitaler Penetration geworden sein.
N.O.R.E. soll Nas' Ex-Partnerin Carmen Bryan sexuell misshandelt haben
Wie Rolling Stone berichtet, hat Carmen Bryan am Mittwoch eine Klage gegen N.O.R.E. eingereicht. In der Klageschrift beschreibt sie unter anderem den mutmaßlichen Tathergang. Das Ganze habe sich im Zuge einer Promo-Veranstaltung zu N.O.R.E.s Album "Melvin Flynt – Da Hustler" zugetragen. Carmen, die damals für die Finanzen bei Rush Management zuständig war, kannte N.O.R.E. sowohl privat als auch über die Arbeit. Während des Abends in dem oben genannten Club soll der Musiker die Klägerin physisch angegriffen haben. Trotz wiederholter Bitten von Carmen, dass er aufhören solle, habe N.O.R.E die Klägerin nicht in Ruhe gelassen.
Er soll schließlich von anderen Besuchern weggezogen worden sein:
"[Sein] Verhalten stellte nicht einvernehmlichen sexuellen Kontakt, beleidigende Berührungen, Körperverletzung, sexuelle Nötigung und geschlechtsspezifische Gewalt dar."
In ihren Ausführungen beschreibt Carmen, dass sie den Club weinend verließ. N.O.R.E. soll ihr daraufhin gefolgt sein. Als er sie im Laternenlicht erkannte, soll er sich bei ihr entschuldigt haben. Carmen war damals mit Nas in einer Beziehung. Im Zuge seiner Entschuldigung soll er unter anderem erklärt haben, dass er sie nicht erkannt habe, weil sie immer etwas anderes mit ihren "Haaren" machen würde.
Übrigens soll sich N.O.R.E. wohl noch ein zweites Mal bei Carmen entschuldigt haben – auf dem Geburtstag ihrer und Nas' Tochter.
Carmen Bryan geht gegen N.O.R.E. wegen angeblicher Misshandlung vor
In einem Statement, das Carmens Anwaltsteam mit dem Rolling Stone Magazin geteilt hat, wird erklärt, dass sie wohl aus Angst so lange still schwieg. Zudem geben sie an, dass Carmen Bryan mit der Sache an die Öffentlichkeit gehe, "nicht nur um Rechenschaft für das bleibende Trauma und die öffentliche Demütigung zu fordern, die ihr zugefügt wurden, sondern auch, um die Kultur der Selbstgerechtigkeit in Frage zu stellen, die den Körper von Frauen als Kollateralschaden behandelt."
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