Sein ganzes Geld ausgeben? Farid Bang über einen verrückten Plan

Farid Bang hat es geschafft und sich zu einem der erfolgreichsten Rapper und Labelbosse des Landes entwickelt. Mittlerweile fließen die Millionen. Warum er die vor etwas mehr als einem Jahr fast komplett ausgeben wollte, verrät er im aktuellen Interview mit Backspin TV.

Insgesamt sei Farid mit seinen zehn Jahren im Rap-Geschäft sehr zufrieden. Allerdings habe er in der Phase von Asphalt Massaka 3 das Gefühl gehabt, dass sein Hunger weg sei. Auch wenn es "krank" klinge, habe er deshalb zwischendurch überlegt, sein gesamtes Geld auszugeben, um sich besser auf die Musik konzentrieren zu können: "Einfach so, dass du keine Ablenkung hast. Dass du nicht sagen kannst: Ja, ich hab' Geld, ich flieg' jetzt dahin, ich mach' das, ich mach' hier."

Vor allem Juh-Dee und das für Banger Musik arbeitstechnisch anstrengende Jahr 2015 hätten ihn dann stark motiviert und inspiriert, weshalb er sich mit Blut sehr viel Mühe gegeben habe. Auch wenn es hart klinge, versuche er die Leute diesmal "einfach mit Musik zu f*cken".

Ab Minute 5:32 spricht Farid Bang über das Thema:

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Kommentare

Ahnung von Buchhaltung hat hier niemand oder ? Umsatz und Erlös ist lange nicht dasselbe! Farid ist definitiv kein Millionär, oder wenigstens nicht durch Musik geworden .. Ich dachte ihr hättet aus den Ammenmärchen mit Fler gelernt ?

Mein Sohn. schau Dir mal an, was ein vernünftiger, ausgeglichener, lebensbejaender, junger Mann dieser Herr Bang ist.
Killa war super (lutsch/ zeitmaschine ) Herr Sorge auch,... bist du anstandslos... kauf dir ein Anstandslos. Word!

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Ssynic vs. Meidi: So lief das Re-Match

Ssynic vs. Meidi: So lief das Re-Match

Von Michael Rubach am 31.07.2020 - 13:47

Die Neuauflage des wohl umstrittensten Battle der jüngeren Deutschrapgeschichte ist gestern über die Bühne gegangen. Für jeweils 10.000 Euro Antrittsgage haben sich Meidi und Ssynic ein Re-Match geliefert. Farid Bang hatte die Aktion eingefädelt und das Battle zur Attraktion eines mehrstündigen Events im Düsseldorfer ISS Dome gemacht.

Meidi & Ssynic mit unterschiedlichen Herangehensweisen

Nach vier Stunden Live-Event stand das Battle auf dem Programm. Ohne üppige Vorrede kamen die Jungs zur Sache. Meidi ging in jeder seiner Runden aggressiv zu Werke. Mit scheinbar ordentlich Wut im Bauch startete er ins Battle und ließ ohne Rücksicht auf Verluste jede Menge asoziale Punchlines folgen. Das Ende von Meidis Parts mündete stets in Beleidigungen gegen Ssynic und seine Mutter – mitten in so eine Schimpftirade schlitterte schließlich irgendwann ein "Time".

Ssynic konzentrierte sich darauf, Revue passieren zu lassen, was seit dem Alpha Royale alles geschehen ist. Dabei setzt er den Fokus auf Realtalk und breitete Anekdoten aus, die sich nach dem Match im April 2019 ereignet haben sollen. Auch verweist er auf seine eigenen Erfolge als Künstler. Schließlich sei er es, der seinen Traum leben könne. Hin und wieder redete Meidi in seinen Vortrag hinein.

Farid Bang genießt die Show

Farid Bang schaute sich das Spektakel sichtlich amüsiert aus sicherer Entfernung an. Später sollte er davon sprechen, dass das Battle ein "magischer Moment" gewesen sei. Nach drei Runden lagen die Karten auf dem Tisch und mit ein bisschen Verzögerung erfolgte auch der Handshake zwischen den Kontrahenten. Es ist ja schließlich nur Battlerap. Nun lag es bei den Zuschauer*innen, einen Sieger zu küren.

Im Gegensatz zum Alpha Royale verzichtete die Neuauflage auf eine prominente Jury. Farid Bang hielt sich ebenso vollkommen raus. Per Telefon-Abstimmung galt es, über Sieger und Verlierer zu entscheiden. Meidi konnte es lange gar nicht glauben, dass keine zusätzlichen Experten herangezogen wurden. Rooz, der durch den gesamten Stream führte, verkündete schließlich ein paar Stunden später das amtliche Endergebnis. Meidi schaffte es, das Publikum auf seine Seite zu ziehen und setzte sich durch.

Damit bestätigte sich, was Ssynic bereits kurz vor der Bekanntgabe geahnt hatte. Er glaubte, dass sein Kontrahent aus Hannover an diesem Tag triumphieren würde.

"Ich würde auch sagen, er war auf jeden Fall vorne. Er hat solide durchgespittet, mehr Punchlines gehabt, sich weniger rausbringen lassen. Reicht."

Ohne die Atmosphäre, die durch das Vorhandensein einer Crowd entsteht, machte das Battle an manchen Stellen einen befremdlichen Eindruck. In einer leeren Location mag einfach nicht so recht Battle-Stimmung aufkommen – trotz einer erkennbaren Grundaggressivität von Meidi und Ssynic. Die Vibes im Nachhinein waren dafür umso versöhnlicher. Meidi bot Ssynic mehrmals den Dialog an, um diese umfangreiche Episode deutscher Battlerap-Geschichte noch einmal aufzuarbeiten.

Wir haben euch den Stream der kompletten Show hier eingebunden. Nach circa vier Stunden beginnt das Battle:


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