Im Interview mit dem Stern hat badmómzjay kürzlich ausführlich über ihren Schwangerschaftsabbruch gesprochen. Die Resonanz auf ihre Offenheit ist durchaus positiv. Dennoch werden auch ein paar Gegenstimmen laut, die die Rapperin als "absolut schockierend" empfindet. In ihrer Instagram-Story macht sie ihrem Unmut Luft.
badmómzjay verurteilt negative Kommentare zu ihrem Schwangerschaftsabbruch
Aufhänger ist ein Artikel der News-Plattform Raptastisch. Die dort gewählte Überschrift rückt den damaligen Partner von badmómzjay in den Fokus, der sie aufgrund ihres geplanten Schwangerschaftsabbruchs als "Mörderin" bezeichnet haben soll. Das Kind sei schließlich "von Gott gewollt", habe er damals begründet.
badmómzjay sagt, dass derartiger "Frauenhass" nicht befeuert werden dürfe. Sie ist der Meinung, dass Hiphop-Medien eigentlich auf ihrer Seite stehen und sie unterstützen sollten. "Beschämend" findet sie außerdem die "abwertenden, ungebildeten Kommentare", die sich unter dem dazugehörigen Post sammeln.
Einige Instagram-User, vorwiegend männlich, geben dem damaligen Partner von badmómzay in den Kommentaren recht. Hin und wieder liest man dort auch, dass Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich verboten werden sollten. Ein User behauptet sogar, dass Frauen seit 1970 allein durch Abtreibungen mehr Menschen getötet hätten als Männer in der ganzen dokumentierten Geschichte. Dass diese Aussage faktisch absolut falsch ist, müssen wir wohl nicht näher erläutern. Spätestens seit dem neuen Statement von badmómzjay finden sich unter dem Post natürlich aber schon weitaus mehr Kommentare, die sich auf die Seite der Rapperin schlagen.
In der Instagram-Story der 23-Jährigen finden sich zudem zahlreiche Reposts, unter anderem auch von Takt32. Er kritisiert Raptastisch ebenfalls dafür, dass sie badmómzjays ehemaligem Partner mit der Headline mehr Raum geben würden als der Rapperin selbst. Auch die Kommentare missfallen ihm.
"Ich schäme mich in Grund und Boden, wenn ich hier die Kommentare einiger Männer lese. Mit welcher Dreistigkeit und Arroganz hier geurteilt wird."
Weiter schreibt er, dass Männer sich "ehrlich fragen" sollten, warum sie glauben, über den Körper einer Frau urteilen zu dürfen. Eine Schwangerschaft betreffe schließlich einzig und allein das Leben und die Gesundheit einer Frau. Deswegen sollte dort auch die Entscheidung liegen dürfen – "alles andere ist Bevormundung".
Immerhin: Die Grundstimmung in den Kommentaren unter dem Instagram-Post vom Stern fällt deutlich positiver aus. Das "bedeutet mehr als ihr denkt", lässt badmómzjay unter dem selbigen Beitrag wissen. In ihrer Story bedankt sie sich daher bei allen Personen, die zurzeit hinter ihr stehen.
badmómzjay spricht offen über ihren Schwangerschaftsabbruch
Vor gut drei Monaten hat badmómzjay mit "Haus im Meer" das Intro von ihrem neuen Album veröffentlicht. Auf dem Track hat sie ihren Schwangerschaftsabbruch erstmals öffentlich gemacht.
"Guck' in den Spiegel, seh' auch Chancen in Verlust /
Darum red' ich offen über meinen Schwangerschaftsabbruch"
Im Interview mit dem Stern hat sich die 23-Jährige dann kürzlich ausführlicher zu dem Thema geäußert. Demnach sei die Schwangerschaft nicht nur zu früh, sondern vor allem auch mit dem falschen Partner an ihrer Seite zustande gekommen. Die Beziehung sei von psychischem und körperlichem Missbrauch geprägt gewesen – einmal sei etwas derart Schlimmes passiert, dass sie laut eigener Aussage sogar hätte sterben können.
Zu dem Interview habe badmómzjay sich entschieden, weil sie wusste, "wie vielen Menschen [sie] damit helfen kann". Das erklärt sie auch in ihrer aktuellen Instagram-Story. Außerdem habe sie schlicht für sich selbst einstehen wollen.
Alle Hintergründe zu der Geschichte findest du hier:
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