Samy Deluxe tourte im Mai mit seinem neuem Album Dis Wo Ich Herkomm ' quer durch Deutschland. Am 08.05.09 fand der Tourauftakt vor ausverkauften Haus in Leer statt - und der hätte wohl kaum besser laufen können. Das Wetter war gut und das Zollhaus bis auf den letzten Quadratmesser ausgefüllt: die Stimmung glich einem WM-Finale mit deutscher Beteiligung. Bereits lange vor Beginn des Konzertes brachte sich die Masse mit lautstarken Samy, Samy, Samy -Schlachtrufen  in Stimmung.

Als Samy Deluxe dann mit den bekannten Liedern Bis die Sonne rauskommt und Dis wo ich herkomm' in den Abend startete, kochte die Masse über. Die Live-Band, die mit Samy noch bis zum 20.5 durch Deutschland tourte, passte absolut perfekt in das Gesamtkonzept und begleitete den ganzen Abend unter schweißtreibenden Einsatz das Konzert mit ihren Instrumenten. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass die Live-Band, das i-Tüpfelchen des Auftrittes war: sie überzeugte mit musikalischen und rhythmischen Beats.

Erwähnenswert sind auch die beiden Backgroundsängerinnen, welche nicht nur hübsch anzuschauen waren, sondern mit ihren Stimmen – einem Gospelchor gleich - das Publikum in ihren Bann zogen. Bei dem Song Superheld , den Samsemilia seinem Sohn Elijah widmete und in einem Meer aus Feuerzeug-Flammen vortrug, erreichte er nicht nur die weiblichen Gäste.

Überraschenderweise musste das Publikum feststellen, dass Samy bis zur Zugabe lediglich nur Songs vom neuen Album präsentierte. Dafür faszinierte die Zugabe mit Klassikern wie Weck mich auf und  Sneak Preview umso mehr. Positiv zu erwähnen ist auch, dass Samsemilia inzwischen scheinbar weiß, wie man mit dem Publikum spielt und es in die Show integriert, was meiner Meinung nach nicht immer zu seinen Stärken gehörte.

Nochmals muss die tolle Performance der Live-Band erwähnt werden und die gute Abstimmung zwischen ihr und Samy. Alles in allem hat Samy Deluxe die Zuhörer in seinen Bann gezogen und zweieinhalb Stunden gute Unterhaltung geboten.

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Manuellsen kritisiert Samy Deluxe wegen Charity-Veranstaltung

Manuellsen kritisiert Samy Deluxe wegen Charity-Veranstaltung

Von Till Hesterbrink am 22.09.2020 - 12:22

Samy Deluxe kündigte vor Kurzem an, diesen Donnerstag ganz spontan den "Black Artist Appreciation Day" stattfinden zu lassen. Ein Ein-Tages-Event, bei welchem Schwarze Künstler*innen auftreten und die Einnahmen gespendet werden. Das angekündigte Line-Up bildet laut Manuellsen jedoch in keiner Weise das Spektrum Schwarzer Künsterl*innen in Deutschland ab. Er vermutet, dass Samy Deluxe auf Straßenrap verzichtet, da sonst Sponsoren absagen könnten.

Manuellsen: "Da ist nicht ein Black Artist eingeladen, der in den letzten Jahren was getan hat"

In einem Livestream zeigt sich Manuellesen auf die Ankündigung hin empört, dass Samy Deluxe auf viele wichtige Künstler verzichtet habe. Dies wäre kein Disrespect gegenüber den auftretenden Artists, ihm würden einfach sehr wichtige Leute fehlen.

"Jetzt wagt er es tatsächlich diesen Black Artists Appreciation Day zu machen und ohne die Löwen einzuladen, die seit Jahren sich in Livestreams setzen, rassistische Aussagen treffende Rapper zu Müll reden, rassistisch aussagende Rapper abfangen und zur Rede stellen und machen und tun."



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BLACK ARTIST APPRECIATION KHAAAARA

Ein Beitrag geteilt von AZ INSAN COK HUZUR (@manuellsen) am

Es wäre nicht in Ordnung, dass Samy Leute wie Shadow030, Nura, Sugar MMFK, Jalil, Luciano und viele Weitere nicht eingeladen habe, obwohl es gerade die verdient hätten.

Auch das Missen von OG Keemo kann Manuellsen nicht nachvollziehen. Dieser hätte mit "216" schließlich den wahrscheinlich "härtesten Anti-Rassismus-Song" aller Zeiten gebracht. Sylabil Spill würde seit langer Zeit mit seinem Leichtathletik-Projekt "Tracksrunner" auch abseits vom Rap für mehr Gleichberechtigung kämpfen und trotzdem fehle er. Maxwell hole seit Jahren Gold- und Platinplatten und trotzdem habe man ihm keine Beachtung bei der Auswahl geschenkt.

Als Grund vermutet Manuellsen, dass es möglicherweise den Sponsoren des Events nicht gepasst hätte, wenn dort "Kriminelle" und "Gangster" auftreten würden. Diese Künstler wären nur dann gut, sobald es darum ginge für Gleichberchtigung zu kämpfen. Und selbst dann würde nicht wirklich zu ihnen gehalten.

Ein Beweis dafür sei, dass selbst Megaloh nicht unter seinem normalen Namen auftreten dürfe. Er könne dort nur in Form seines politisch korrekten Projektes BSMG spielen.

Gangsterrap und Festivals sind ein altbekanntes Problem. Hört euch an, was Deutschraps Meme-Baba Xatar dazu zu sagen hat:

Zum Schluss stellt Manuellsen noch fest, dass es seiner Meinung nach überhaupt keinen Black Artists Appreciation Day geben bräuchte. "Unity" sei das Stichwort und er würde einen "Good-Artists-Day" viel eher befürworten. Ihn würde man niemals auf so einer Veranstaltung auftreten sehen. In den Kommentaren erklärt der Ruhrpotter dann auch noch Mal, was ihm an dem Konzept generell stören würde.

"Meines Erachtens muss es so was gar nicht geben. Artists sollen immer appreciatet werden, egal woher sie kommen, wenn sie was bewegt haben."

Keine Reaktion von Samy Deluxe

Samy antwortete nicht direkt auf die Kritik von Manuellsen. Allerdings verriet der ehemalige Herr Sorge gestern in einem neuen Instagram-Post, dass sich mittlerweile viele "Special Guests" angekündigt hätten. Es ist also möglich, dass doch noch mach einer der von Manuellsen geforderten Artists auftaucht. Sylabil Spill beispielsweise kommentierte unter der zweiten Ankündigung zum B.A.A.D. mit drei Feuer-Emojis.

Innerhalb der Szene erhielt Manu viel Zuspruch. Jalil, Rola, BTNG und weitere Artists machten in den Kommentaren deutlich, dass sie die Aussagen von Manuellsen nachvollziehen können. Die Fans in den Kommentaren zeigen sich gespalten. Viele werfen Manuellsen vor, er würde das Haar in der Suppe suchen und es wäre unnötig von ihm, die Spendenaktion zu kritisieren. Außerdem wisse er nicht, bei wem Samy alles angefragt hätte und ob die von ihm geforderten Künstler einfach keine Zeit hätten.

Andere wiederum sprachen Manuellsen zu und warfen Samy Deluxe ebenfalls vor, viele wichtige Künstler auszuschließen. D-Flame und Mortel lachten lediglich über das Line-Up.


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