Samra schließt mit Capital Bra ab: "Gemeinsame Zeit ist vorüber"

Das Team Capital Bra und Samra ist Geschichte. Das wurde spätestens mit der Veröffentlichung von Capitals Track "Die Augen lügen nie Chico" offensichtlich. Gut einen Monat später hat sich nun erstmals Samra zum Split der beiden Deutschrapstars geäußert.

Für Samra bedeutete Capital Bra "Bruderschaft und Loyalität"

In seinem Post schickt Samra vorweg, dass dies sein einziges Statement über Capital Bra bleiben werde. Daraufhin definiert er, was die Verbindung zu Capital Bra für ihn ausmachte: "Bruderschaft und Loyalität aus tiefstem Herzen". Er spricht dabei von einem "brüderlichen Verhältnis", das auch abseits der Arbeitsbeziehung existiert habe. Diese Form von Zusammenhalt sei kein Thema für die sozialen Netzwerke. Die gemeinsame Zeit gilt für Samra offenbar als abgeschlossen.

"Ich weiß, viele von euch warten bereits seit langer Zeit auf ein Statement von mir zu den Geschehnissen mit Capital. Es wird zu dem Thema von mir aber keine weiteren Aussagen geben. Capital bedeutete für mich in der Vergangenheit Bruderschaft und Loyalität aus tiefstem Herzen. Wir hatten eine intensive und erfolgreiche Zeit zusammen und hatten auch außerhalb der Musik ein brüderliches Verhältnis. Für mich gehört Brüderlichkeit allerdings nicht in die sozialen Netzwerke. Daher werde ich auch keine weiteren Statements zu der Vergangenheit abgeben. Unsere gemeinsame Zeit ist somit vorüber. Ich weiß, dass die Situation vor allem für die Fans sehr schwer ist, aber ich denke, ihr könnt verstehen, dass solche Themen für mich nicht in die Öffentlichkeit gehören. Ich wünsche Capital auf diesem Wege alles Gute für seine private und musikalische Zukunft. Möge Gott dich und deine Familie beschützen. Auf diesem Wege möchte ich auch Danke sagen an mein altes Management Ashraf und Gan-G für alles was wir zusammen erreicht haben. Ich wünsche euch nur das Beste und weiterhin viel Erfolg. An all meine Fans.. Ich liebe euch und komme stärker zurück als je zuvor! Ich bin euch unendlich dankbar für euren Support und eure Liebe!

Bevor Samra sein Statement releaste, entfernte er bereits die Beschreibung "BRA MU2IK" aus seiner Instagram-Bio. Auf Capis Label war Samra zwar nie gesignt, aber dennoch brachte er seine Verbundenheit auch in Tracks zum Ausdruck. Auf dem Song "95 BPM" rappt er etwa: "Ich bin Bra Musik, obwohl mich Capi nicht gesignt hat."

Trotz der in die Brüche gegangenen Freundschaft wünscht Samra seinem Wegbegleiter "alles Gute für seine berufliche und private Zukunft". Darüber hinaus bedankt er sich auch bei seinem alten Management. Zusammen eilten Samra und Capital Bra von Erfolg zu Erfolg. Allein 2019 konnten sie sieben gemeinsame Nummer-1-Singles verbuchen. Die Chancen auf weitere Kollabos der beiden Berliner stehen nach jetzigem Stand eher schlecht.

Capital Bra wendet sich von Samra ab: Track & Statement veröffentlicht

Nach einem Kollaboalbum und etlichen gemeinsamen Songs gehen Capital Bra und Samra offenbar getrennte Wege. In der Nacht hat Capi einen neuen Track auf Instagram releast. Darin rappt er emotional über seinen "Berlin lebt 2"-Partner. Der Song sei nicht als Diss, sondern als Ausdruck seiner Gefühlswelt zu verstehen.

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Samra mit Statement zu Missbrauchsvorwürfen

Samra mit Statement zu Missbrauchsvorwürfen

Von HHRedaktion am 19.06.2021 - 14:00

Triggerwarnung: Der folgende Artikel beschäftigt sich mit sexualisierten Gewalthandlungen und deren Folgen für Betroffene. Dies kann belastend sein und retraumatisierend wirken.

UPDATE vom 19. Juni:

Zum Kontext: In den letzten Tagen hat eine Frau namens Nika Vorwürfe sexueller Gewalt gegen Samra erhoben. Die Anschuldigungen lösten zahlreiche Berichte von sexuellem Fehlverhalten anderer Rapper aus. Samra, der sich gestern Abend erstmals in einem Post zu den Vorwürfen äußerte, hat sich nach seinem ersten Statement noch mal umfassend in seiner Instagram Story zu Wort gemeldet.

Er bestreitet dort zunächst die Vorwürfe und sagt, dass er ein "gleichgültiger" Typ sei mit einer "arroganten" Art und Weise. Er denkt, dass sich Nika gekränkt gefühlt haben könnte, weil er ihr gegenüber kalt auftrat. Sie könne seine "Karriere nicht zerstören". Außerdem seien ihm Universal und die Presse egal. Das Label hatte zuvor angekündigt, die Zusammenarbeit mit Samra vorerst eingestellt zu haben.

Im weiteren Verlauf sagt Samra, seine Psyche sei "gef*ckt" aufgrund der Missbrauchsvorwürfe. Er behauptet, Nika baue sich über ihn Reichweite und Ruhm auf, die Anschuldigungen seien gelogen. Er behauptet, dass sie aus diversen Gründen dringend Hilfe brauche und man ihr den "besten Anwalt" suchen solle, damit die "Sache schnell geklärt" sei. Außerdem betont er, wie schlecht er sich fühle, dass man ihn als Vergewaltiger bezeichne. Er sagt, er sei gegen jede Art von Missbrauch.

Abschließend ist noch eine Story-Slide mit Text zu sehen, in welchem er sagt, dass es sich aktuell um die emotional schwerste Zeit in seinem Leben handele. Denn "niemand sollte sich für eine Lüge rechtfertigen müssen, die er nicht begangen hat". Außerdem wirft er Nika vor, "ein so sensibles Thema für Likes und Klicks auszunutzen", was "ein Schlag ins Gesicht für alle tatsächlich betroffenen Opfer" sei.

Originalmeldung vom 18. Juni:

Samra hat sich erstmals zu den Vorwürfen geäußert, die seit einigen Tagen im Raum stehen. Eine Frau namens Nika hatte ihm Anfang der Woche sexualisierte Gewalt vorgeworfen und ihre Erlebnisse auf Instagram geteilt. Im Anschluss hatten sich weitere Frauen zu Wort gemeldet und Samra sowie anderen Rappern verschiedene Arten von sexuellem Fehlverhalten vorgeworfen.

Auf seinem Insta-Profil hat Samra nun einen Post veröffentlicht, in welchem er Stellung zu den Vorwürfen bezieht. Er erklärt, dass er niemanden vergewaltigt habe. Weiter erläutert er, dass er rechtliche Schritte gegen Nika einleiten werde.

Samra mit erstem Statement zu Vorwürfen von sexualisierter Gewalt

Samra schreibt, ihm sei bewusst, dass sein Statement die Vorwürfe "nicht aus der Welt schaffen" werde und ihm "einige" keinen Glauben schenken würden. Er wolle die Sache "von der Staatsanwaltschaft klären lassen", da die Frau selbst nicht zur Polizei gehen wolle. Dadurch sehe er sich gezwungen, rechtliche Schritte einzuleiten.

Er ginge bewusst diesen Weg, weil er den "Vorwürfen nicht nur widerspreche", sondern auch eine "unabhängige Aufklärung durch die Staatsanwaltschaft und Polizei herbeiführen möchte".  

Am Ende seines Statements bittet er seine Fans, diejenige, die ihn beschuldigt, nicht mehr "als Prostituierte und Ähnliches zu beleidigen oder gar zu bedrohen". Er bittet außerdem um Verständnis dafür, dass er sich vorerst nicht weiter zu dem Thema äußern will.

Nika erklärt, ihrerseits zur Polizei gehen zu wollen

Einige Stunden vor Samras Statement hatte Nika bereits erklärt, Anzeige erstatten zu wollen. Ursprünglich hatte sie diesen Weg ausgeschlossen, weil ihr das Vertrauen in den Justizapparat fehlte und sie sich den für Opfer immer schwierigen Prozess ersparen wollte.

Frauen, die Missbrauch erlebt haben oder noch erleben, finden auf hilfetelefon.de verschiedene Beratungs- und Hilfsangebote. Außerdem gibt es entsprechende Notfallnummern, bei denen Betroffene und Angehörige sich melden können.

Bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 0800/0116 016

Hilfe- und Beratungsstelle der Antidiskriminierungsstelle des Bundes: 030/18 555 1865

Hilfetelefon sexueller Missbrauch: 0800-22 55 530


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