Seit knapp zwei Wochen veröffentlicht Yakary täglich neue Songs über seinen YouTube-Kanal. Einer der meistgehörten Tracks ist dabei allerdings gar nicht von ihm, sondern von Saad. Der "Saad Freestyle" wurde vor gut einer Woche ohne große Vorankündigung gedroppt und kommt nicht nur mit einem von Yakary produzierten Beat daher, sondern auch mit einer ganzen Reihe an Disses. Unter anderem gegen Kolja Goldstein. In seinem "Libanossi"-Podcast erklärt Saad jetzt, warum er sich dazu entschieden hat, die Lines gegen Kolja zu rappen.
Saad erklärt seinen Kolja Goldstein-Diss
Saad gibt direkt zu, Kolja Goldstein privat nicht zu kennen. Ausschlaggebend für den Diss sei der Angriff auf das Elternhaus von Yakary diesen September gewesen. Zwar könne er nicht mit absoluter Gewissheit sagen, dass die Attacke aus Koljas Richtung gekommen ist, "aber man kriegt ja mit, wer sich damit brüstet", so Saad. Das sei für ihn eine eindeutige Grenzüberschreitung gewesen, zumal Yakary zu dem Zeitpunkt nichteinmal zu Hause war und die Schüsse somit ja nur dessen Familie zum Ziel gehabt hätten.
"Ich finde sowas halt unfassbar unmöglich, dass man die künstlerische Freiheit von einem jungen Künstler - egal wie anstrengend der sein mag - [einschränkt]. Der macht Musik, dann mach doch Musik zurück. Du kannst doch nicht auf einen 25-jährigen Künstler schießen lassen oder sein Haus verbrennen, während der nicht mal zu Hause ist."
Wenn man einen Streit auf dieser Ebene austragen wolle, dann müsse man sich auf Leute vom gleichen Schlag beschränken, findet Saad. Die ganze Aktion habe Kolja für ihn "mega unsympathisch" gemacht – er könne nicht verstehen, "dass man sich darauf aufgeilt... Vor drei Tagen warst du ein Skater, ich küss' dein Herz." Auch habe es bei Saad für Unverständnis gesorgt, dass kein anderer Rapper großartig Stellung dazu bezogen hat, dass das Zuhause und die Familie selbst bei einem Beef herausgehalten werden sollten.
Wie kam es zu der Zusammenarbeit von Saad und Yakary?
Auf die Frage nach dem Beginn ihrer Zusammenarbeit verrät Saad, dass er aktuell an einem neuen Soloalbum arbeite und Yakary auf der Platte haben wollte. Die beiden hätten sich inzwischen bereits zwei Mal zu einer Studiosession getroffen und Songs für sein Album aufgenommen. Bei einem der Treffen habe Yakary dann den Beat von "Saad Freestyle" produziert, und der Bremer habe Gefallen an dem Sound gefunden. Da der Track jedoch nicht in sein Albumkonzept passen würde, habe er ihn Yakary überlassen, der wiederum die Release über seinen Kanal als guten "Schachzug" empfunden hätte. So sei "Saad Freestyle" nur wenige Stunden nach der Aufnahme auch schon veröffentlicht worden.
Die ganze Podcastfolge könnt ihr euch hier reinziehen: