"Rubberz" von Fenix Flexin: Ist der aktuell viralste US-Rap-Song KI-generiert?

In den USA dominiert gerade ein Song das Internet: "Rubberz" von dem Shoreline-Mafia-Gründungsmitglied Fenix Flexin. Wenn euch der Titel nichts sagen sollte – keine Sorge, ihr habt den Track sicherlich schon bei TikTok oder Instagram gehört, denn gerade auf Social Media wird der Song aktuell gerne und oft genutzt, um Content damit zu unterlegen. 

Das liegt nicht zuletzt daran, dass er recht kurios ist: Obwohl Fenix Flexin normalerweise eigentlich Trap-Musik macht, droppt er auf "Rubberz" eine 80s-inspirierte Single, die gänzlich im britischen Akzent gesungen ist. Der Song klingt im Vergleich zu Fenix' anderen Releases so anders, dass Menschen im Internet so gut wie überzeugt sind, dass es sich dabei um KI handeln muss.

Ist "Rubberz" von Fenix Flexin ein KI-Song? Der Rapper bestreitet es

Bevor wir tiefer ins Thema einsteigen, sollte sich jeder einmal ein Bild von der Situation machen. Hier also der Track, um den es geht: 

Der Track ist vor etwa zwei Wochen erschienen und macht seitdem ziemlich die Runde. So steht er bei Complex schon auf der Liste potenzieller Sommer-Hits für 2026. Zum Vergleich hier noch eine typische Single von Fenix Flexin, die er etwa zwei Monate vor "Rubberz" releast hat.

Jedenfalls sind sich zahlreiche Fans sicher: Bei diesem Song muss es sich um KI handeln. Die gängigen Argumente sind dafür unter anderem, dass sich die Stimme von Fenix Flexin auf "Rubberz" total anders anhört – und nicht zuletzt auch der britische Akzent, der aus dem Nichts erschienen ist. Fenix Flexin hingegen dementiert jegliche KI-Vorwürfe. Als er kürzlich bei einem Event gefragt wurde, ob der Song künstlich generiert sei, verneinte er dies. Und scheinbar steht er hinter dieser Antwort.

So war der Rapper vor wenigen Tagen bei Channel 5 für ein Interview zu Gast und hat dort noch mal betont, dass es sich bei dem Song nicht um KI handele. Um das zu beweisen, demonstriert er seinen britischen Akzent live im Interview – am Telefon mit Timbaland. Angeblich sei es eine seiner Angewohnheiten, manchmal einen britischen Akzent aufzusetzen. Zusätzlich dazu singt er einige Zeilen von "Rubberz" in dem gleichen Interview. Dabei fällt auf: Nicht nur stimmt der Text nicht zu 100 % mit der Studio-Version überein. Auch die Stimme von Fenix Flexin hört sich deutlich anders an – auch wenn sein Gesang melodisch zumindest mit dem Track übereinstimmt:

Neben Fenix kommt auch Purps On The Beat, der Produzent der Single, zu Wort. Dieser erklärt, dass Fenix schon länger eine andere musikalische Richtung hätte einschlagen wollen. In dem Kontext werden auch andere Songs von Fenix eingeblendet – die ebenfalls den 80s-Synth-Pop-Film fahren. Besonders auf "Rubberz" habe Purps On The Beat die Vocals von Fenix angeblich mithilfe von Tonhöhenkorrektur-Software stark bearbeitet.

Fenix Flexin war mit seiner Single übrigens kürzlich bei On The Radar zu Gast, wo er den Track recht offensichtlich nicht live singt, sondern auf Playback zurückgreift:

Ist "Rubberz" KI? Fans wollen durch KI-Analysen angeblich die Bestätigung haben

Zwischenzeitlich wollen diverse User den Track durch KI-Analyse-Softwares untersucht haben lassen. Das Ergebnis sei eindeutig: Bei dem Track handele es sich definitiv um KI. Inwiefern das als Beweis gilt, ist natürlich fraglich. Was man aber weiß: KI-generierte Stimmen tendieren aufgrund der Trainingsdaten häufig dazu, im britischen "Posh"-Akzent zu sprechen. 

Bei Fenix Flexin scheint es jedenfalls gut auszusehen: Er plane, ein ganzes Album im 80s-Style rauszubringen. Rap aus Los Angeles sei laut ihm schon länger am Stagnieren und es sei an der Zeit, dass sich die Dinge ändern.

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