Viraler Hit "Rubberz": Fenix Flexin räumt KI-Nutzung jetzt doch ein

Jetzt also doch: Fenix Flexin, der Rapper hinter dem viralen, 80s-inspirierten Hit "Rubberz", muss sich seit der Veröffentlichung des Tracks Vorwürfe gefallen lassen, dass der Song zumindest teilweise KI-generiert sein soll. Das Shoreline Mafia-Mitglied und sein Produzent Purps On The Beat haben die Behauptungen eigentlich immer abgelehnt – bis gestern. Nachdem der CEO des KI-Musikprogramms Treblo angegeben hatte, dass "Rubberz" "sehr wahrscheinlich" mithilfe der künstlichen Intelligenz des Unternehmens produziert worden ist, hat Fenix Flexin jetzt nachgegeben.

Fenix Flexin: "Ich habe nie gesagt, dass ich keine KI benutzt habe"

Unter seinem neuesten Instagram-Post hat ein Nutzer Fenix Flexin geraten, zuzugeben, dass KI bei der Produktion von "Rubberz" im Spiel war. Der Rapper hat dann auch nicht lange gefackelt und persönlich auf diesen Kommentar geantwortet. Fenix selbst zufolge habe er angeblich "nie gesagt", dass er "keine KI" benutzt habe. Er habe "nicht einmal gewusst, was das für eine App ist" bis "Rubberz" fertiggestellt worden sei und sich einzelne Stimmen schon dazu geäußert hätten. Trotzdem besteht Fenix Flexin darauf, dass KI "nichts mit dem Aufnahmeprozess" zu tun gehabt habe.

Dass der Shoreline Mafia-Künstler die KI-Vorwürfe nie bestritten habe, stimmt nicht so ganz. In einem weiteren Instagram-Kommentar hat Fenix noch vor ein paar Monaten verneint, dass künstliche Intelligenz bei "Rubberz" im Spiel gewesen sei. Der Song sei mit Ausnahme von Auto-Tune und seinem "Fake-UK-Akzent" genauso aufgenommen worden, wie seine anderen Songs. In einem Interview mit Channel 5 hat Fenix Flexin die Vorwürfe ebenfalls bestritten.

Am Ende seiner jetzigen Antwort verteidigt er den Einsatz generativer KI-Programme in der Musikproduktion:

"Es ist nichts Falsches daran, neue Technologien als Hilfsmittel zu nutzen. Man muss mit der Zeit gehen, sonst bleibt man auf der Strecke."

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Tyga. Der "Rack City"-Rapper hat sich kürzlich in $tarface umbenannt und springt nun ähnlich wie Fenix Flexin auf den 80er-Sound-Hype auf. Im Gegensatz zu seinem Kollegen hat Tyga jedoch in einem Interview direkt zugegeben, bei seinem neuen Album "$tarface" KI genutzt zu haben. Wie Fenix Flexin findet auch Tyga es "nicht schlimm, Technologie als Tool zu nutzen". Die Industrie entwickle sich "eben in diese Richtung". Tyga vergleicht KI dabei mit Auto-Tune: Damals seien manche Artists auch "dagegen" gewesen, "echte Künstler" hätten sich jedoch darauf eingelassen und die Technologie für sich genutzt.

Alles weitere dazu könnt ihr hier lesen:

Du kannst dir Hiphop.de-Artikel nun bevorzugt in der Google-Suche anzeigen lassen.

Jetzt aktivieren

Kategorie
Genre

Hiphop.de auf Spotify