Es gibt genau eine Sache, die Eminem und den 77-jährigen Rockmusiker Ted Nugent verbindet. Spoiler: die politischen Ansichten sind es schon mal nicht. Dafür dürfen beide Herrschaften Detroit ihre Heimatstadt nennen. Sonderlich sympathisch findet Uncle Ted den selbsternannten Rap God aber trotzdem nicht. Grund dafür sind auseinandergehende Meinungen zur Politik des US-Präsidenten Donald Trump.
Ted Nugent wettert gegen Eminem & Jack White
Ende November hat Eminem dabei geholfen, die Thanksgiving Halbzeit-Show der Detroit Lions über die Bühne zu bringen. Er war daran nicht nur als Executive Producer beteiligt, sondern hat an der Seite des früheren "The White Stripes"-Frontmanns Jack White auch selbst live performt.
In einem neuen YouTube-Video mit dem Titel "Let's Talk Music", das statt mit dem versprochenen Music-Talk zunächst mit einem dreiminütigen Gitarrenriff beginnt, blickt Ted Nugent auf dieses Event zurück. Jack Whites Performance sei zwar "keine 10/10" gewesen, dennoch habe er den Spirit von Rockmusik aus Detroit gut transportieren können, so sein rein musikalisches Fazit.
Nichtsdestotrotz stempelt Nugent sowohl ihn als auch seinen Bühnenpartner Eminem als "totale Idioten" ab. "Sie wollen nicht, dass ihr Land sichere Grenzen hat", wirft er den beiden vor, da sich beide schon öffentlich gegen Trump ausgesprochen haben. Er versucht, seinen Punkt zu verdeutlichen: "Sie sind der Meinung, man solle Dschihadisten ins Land holen, die offen ankündigen, Ungläubige töten zu wollen."
Anschließend plappert der als Motor City Madman bekannte Musiker ein transphobes Narrativ von Trump nach. Erst im letzten Jahr hat der US-Präsident per Dekret Trans-Athletinnen vom Frauensport ausgeschlossen – alles unter dem Deckmantel, damit vermeintlich für die Rechte von Frauen zu kämpfen. Eminem und Jack White würden demnach gegen Frauenrechte sein, wie Ted Nugent schlussfolgern will. Eines gibt er dann aber doch zu: "Ihre Musik ist gefühlvoll".
Aus demselben Grund schießt er anschließend noch gegen Green Day und Tom Morello, der schon in Bands wie Rage Against the Machine gespielt hat. Für Yungblud hat Nugent hingegen nur Lob übrig. Was ironisch ist, weil auch er sich in der Vergangenheit gegen Donald Trump ausgesprochen hat.
Auf einen Beef mit dem 77-Jährigen hat Eminem sich bislang noch nicht eingelassen. Er macht dafür gerade mit anderen Schlagzeilen auf sich aufmerksam: Anfang der Woche wurde sein 2020 erschienener Track "Godzilla" als neuer Theme Song der Wrestling-Show WWE Raw vorgestellt. Damit löst er Travis Scotts "4x4" ab.
Eminem vs. Donald Trump: Eine lange Historie der Antipathie
Dass Eminem für Donald Trump nichts übrig hat, ist längst bekannt. Schon 2017 hat Eminem im Zuge der BET Hip Hop Awards ein viereinhalbminütiges A cappella gegen Trump gedroppt (ja, das im Parkhaus abgedrehte Video, das mit der berüchtigten "That's an awfully hot coffee pot"-Line beginnt). Sieben Jahre später wohnte er der Wahlkampfveranstaltung von Kamala Harris bei und sprach sich dabei für die Demokraten aus.
Am selben Abend hat Barack Obama übrigens seine Rap-Skills zur Schau gestellt. Hier kannst du dir ein Bild davon machen:
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