Rhetorisches Mutter-zurück-verkaufen: Noisey interviewt Rooz

Rooz hat den Kollegen des VICE-Magazins Noisey ein Interview gegeben. Der Autor macht sich auf die Suche, nach der Metaebene hinter (oder müsste es "über" heißen?) den dicken Augenringen.

In dem Interview geht es um den überdimensionalen Erfolg von #waslos, Rooz' krankhaften Workaholismus und seine kommende TV-Show. Rooz erklärt, wie es zu #waslos kam und was ihn antreibt.

Der Redakteur versucht, die "kumpelhafte Nähe" zu Gangsterrappern, die den Erfolg der Sendung ausmacht, mit journalistischen Maßstäben einzuordnen. So wird die Verhinderung von Al-Gears Da Vinci Code 3 hinterfragt, andererseits, dass Rooz seine Gesprächspartner oft wenig kritisiert. Im Gespräch über den Ansatz fällt auch der Begriff Gonzo-Journalismus, mit dem Hunter S. Thompson ("Fear and Loathing in Las Vegas") einen "Klassiker des amerikanischen politischen Journalismus" kreierte und bei dem der Reporter Teil der Geschichte wird, um dem Thema näher zu kommen. Noisey fragt, "ob man so nah dran sein will". Rooz darüber, ob das jetzt neuer Journalismus oder gar keiner ist:

"Ich sterbe nicht, wenn man mir das nicht zugesteht – es ist mir egal. [...] Ich möchte Reports machen. Deswegen darf #waslos auch kein weiteres Frage-Antwort-Interview sein. Die sind natürlich wichtig, aber es sollte auch Alternativen geben. [...] Als ich zusammen mit Bushido zum Beispiel für eine Folge im Auto saß, hat er [...] auf einer emotionalen Ebene Geschichten ausgepackt und sich geöffnet. Das geht nur, wenn man warm miteinander wird."

Zu der Show, die #waslos bald im Fernsehen ergänzen soll, erklärt Rooz, dass man sich auch hier auf Unkonventionelles freuen darf:

"Ich werde auch Rapper einladen, aber das soll nicht den Großteil ausmachen. Es ist kein klassisches Format, es ist komplett neu und es wird verrückt. Ich bin vor allem auch glücklich darüber, dass mir als Produzent komplett vertraut wurde. [...] Es ist mein Konzept und damit kann ich auch in diesem Fernseh-Rahmen arbeiten."

Näheres zur TV-Show gibt's, wenn alles glatt läuft, bald auf Hiphop.de. Hier kannst du das komplette Interview nachlesen.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

rap.de-Redaktion legt ihre Arbeit nieder

rap.de-Redaktion legt ihre Arbeit nieder

Von Michael Rubach am 04.09.2020 - 17:37

Erst im Dezember 2019 hatte Kollege Skinny den Posten als Chefredakteur bei rap.de angetreten und "freudig und zuversichtlich in die Zukunft" geschaut. Nun ist die Zeit in dieser Position offenbar schon wieder vorbei – und auch das gesamte Portal steht vor einem Umbruch.

Redaktion von rap.de zieht sich zurück

Wer in den letzten Tagen rap.de angesteuert hat, wird festgestellt haben, dass dort seit mehr als zwei Wochen kein neuer Artikel online gegangen ist. Zu einem Interview mit Punch Arogunz, das vor einer Woche auf YouTube veröffentlicht wurde, fehlt auf der Website ein Eintrag. Die Seite ruht offensichtlich.

Offenbar konnte keine Einigung zwischen den Betreibern von rap.de, der piranha media GmbH, und der Redaktion erzielt werden. Verhandlungen hätten zu keinem Ergebnis geführt. Irgendwann sei "es gecrasht", wie Skinny uns gegenüber auf Nachfrage erzählte. Alex Barbian, der für das Portal vor allem Videointerviews führte, äußerte sich auf Twitter dazu. Er erklärte, dass er sehr "dankbar für die Ausbildung" sei. Die gesamte Redaktion habe jedoch entschieden "die Arbeit für rap.de endgültig niederzulegen und weiterzuziehen."

Bevor Skinny die Rolle als Chefredakteur ausfüllte, stand achte Jahre lang Oliver Marquart an der Spitze der Redaktion. Er selbst trat 2011 die Nachfolge von Marcus Staiger an. Wie es mit rap.de weitergeht, ist gegenwärtig offen. Skinny erklärte, dass auch er "keine Ahnung" habe, was demnächst mit rap.de passieren könnte.

Ungefähr zu der Zeit, als er offiziell das Erbe von Oliver Marquart antrat, stellte die JUICE nach 22 Jahren ihre Printausgabe ein.

Die JUICE stellt ihre Print-Ausgabe ein

Von Anna Siegmund am 21.08.2019 - 16:40 Früher zog man schon mal anerkennend die Augenbrauen hoch, wenn jemand erzählt hat, einen eigenen Podcast zu haben. Heute ist es längst kein Stirnrunzeln mehr wert, wenn jemand erklärt, in einem Podcast über sein Elterndasein, YouTube-Dramen oder sonstige Themen zu sprechen.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!