UK-Rapper Ty stirbt nach Corona-Infektion

Wie The Guardian berichtet, ist der UK-Rapper Ty im Alter von nur 47 Jahren verstorben. Der Musiker erlag demnach den Folgen einer Lungenentzündung. Er soll sich im Vorfeld mit dem Coronavirus infiziert haben.

Ty verliert den Kampf gegen Covid-19

Bereits Anfang April ist Ty in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Zeitgleich startete eine Support-Kampagne, um die Kosten für seine Behandlung decken zu können. Kurz nach dem Eintreffen im Krankenhaus, habe man den Künstler in ein künstliches Koma versetzt.



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8 years ago in Sudan - or was it Aruba ?

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Die Organisatorin der Spendenaktion hielt die Fans und Unterstützer*innen über die gesundheitlichen Entwicklungen auf dem Laufenden. Mitte April sei eine Verbesserung des Zustandes wahrnehmbar gewesen. Ty konnte demnach sogar von der Intensivstation des Krankenhauses verlegt werden. Einer Lungenentzündung habe der vom Coronavirus geschwächte Körper jedoch nicht mehr standhalten können. Am 7. Mai endete das Leben des vielseitigen Künstlers.

"Mit großer Trauer muss ich über den Tod von Ben Chijioke, besser bekannt als TY Chijioke, am 7. Mai 2020 informieren. Enge Freunde, Familie und Fans sind von seinem Tod am Boden zerstört."

("It is with much sadness that I have to report the passing of Ben Chijioke, better known as TY Chijioke on the 7th May 2020, close friends, family and fans are devastated of his death.")

Ty releaste 2001 sein Debütalbum "Awkward". 2003 folgte die Platte "Upwards", die ihm eine Nominierung für den renommierten Mercury Prize einbrachte. Dem schlossen sich viele weitere Veröffentlichungen und unter anderem eine Zusammenarbeit mit De La Soul für den Track "The Idea" an. Das 2018 veröffentlichte Album "A Work Of Heart" wurde durch einen Kurzfilm begleitet.

Auch die US-Szene hat bereits einen Rapper verloren, der im Zusammenhang mit dem Coronavirus aus dem Leben scheiden musste. French Montana, Nas, Fat Joe und viele mehr nahmen kürzlich Abschied von Fred The Godson.

Nach Corona-Erkrankung: US-Rapper Fred The Godson ist verstorben

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Wie eine Pferderennbahn zur Konzert-Location der Gegenwart wird

Wie eine Pferderennbahn zur Konzert-Location der Gegenwart wird

Von Michael Rubach am 07.07.2020 - 11:41

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Im englischen Newcastle eröffnet im August ein Veranstaltungsort, der sich komplett dem Social Distancing und der Corona-Realität verschrieben hat. SSD Concerts, die sich sonst unter anderem um Festivals kümmern, stecken hinter dem Konzept.

Wie das Konzerterlebnis unter Corona-Bedingungen funktioniert

Für die Entstehung der besonderen Location, die sich Virgin Money Unity Arena nennt, wird eine Pferderennbahn modifiziert. Genauer gesagt bestücken die Initiatoren das Gelände mit 500 Plattformen. Diese sollen Platz für insgesamt 2500 Personen bieten.

Tickets müssen Interessierte im Vorfeld online erwerben. Die Besucher*innen fahren mit dem Auto vor und können vor Ort ohne direkten Kontakt zu Menschen einchecken. Daraufhin wird das Fahrzeug zu einem Parkplatz geleitet. Entgegen einer Autokino-Show ist es nun erlaubt, aus dem fahrbaren Untersatz auszusteigen.

Auf dem Weg zum persönlichen Standort sind Spots, an denen man sich Essen und Getränke abholen kann. Die letztendlichen Aufenthaltsorte haben einen Abstand von zwei Metern zueinander. Vom Parken über den Toilettenbesuch bis zum Verlassen des Areals versprechen die Veranstalter, strikt allen erdenklichen Abstands- und Hygiene-Regeln zu folgen. Hierzu sei das gesamte Mitarbeiterteam gesondert geschult worden.

Ein Vertreter der Stadt Newcastle bezeichnet das Vorhaben in The Guardian als eine "brillante Innovation", die dafür sorgen werde, dass die Menschen Auftritte von Artists auf eine "sichere, verantwortungsvolle und sozial distanzierte Weise" genießen können. Ein erstes Line-up wurde ebenfalls bekanntgegeben. Bands wie The Libertines ,Two Door Cinema Club oder Maximo Park haben sich angekündigt.

Eine eher absonderliche Idee für Clubbesuche unter Covid-19-Bedingungen lieferte jüngst eine Designfirma:

Dieser Corona-Schutzanzug soll die Zukunft der Live-Kultur sein

Auch wenn die Überlastung des Gesundheitssystems bisher (zum Glück) ausgeblieben ist - Corona ist weiterhin da draußen. Allein, dass im Sommer die gesamte Festival-Saison flach fällt, verdeutlicht ganz gut, wie sehr uns die Pandemie noch in Beschlag nehmen wird.


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