US-Rapper Mystikal zu 20 Jahren Haft verurteilt

Im März hatte sich US-Rapper Mystikal vor Gericht der Vergewaltigung schuldig bekannt. Jetzt wurde über die Höhe seiner Haftstrafe geurteilt: Der 55-Jährige muss die vollen 20 Jahre hinter Gitter, die Höchststrafe für dieses Vergehen. Wenige Tage vor dem Urteil hatte er den Richter gebeten, sein Geständnis zurückzunehmen.

Mystikal muss für 20 Jahre ins Gefängnis

Der "Shake Ya Ass"-Rapper soll im Jahr 2022 eine Frau in seinem Haus in Louisiana vergewaltigt haben. Aufgrund seines Schuldbekenntnis reudzierte die Staatsanwaltschft den Vorwurf von einer Vergewaltigung ersten Grades auf eine dritten Grades. Mit dem Grad wird im US-amerikanischen Recht die Schwere eines Vergehens bestimmt, je niedriger der Grad, desto schlimmer die Tat. Damit änderte sich auch die potenzielle Haftzeit. Eine Vergewaltigung ersten Grades zieht bei einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe nach sich. Die Höchststrafe für eine Vergewaltigung dritten Grades beträgt hingegen 25 Jahre, wobei diese in Mystikals Fall im Zuge seines Geständnisses um fünf Jahre reduziert wurde.

Noch vor wenigen Tagen soll Mystikal mit der Entscheidung, den Fall nicht vor Gericht auszutragen, gehadert haben. Wie unter anderem WRBZ berichtet, habe er das Gericht um eine Rücknahme seines Geständnisses gebeten. Er hätte "nicht genügend Gelegenheit gehabt, die Folgen gründlich abzuwägen", so Mystikal. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt.

Das Opfer der Tat hatte im Zuge der Strafmaßverkündung vor Gericht ausgesagt, dass Mystikal "sie geschlagen, gewürgt, ihr die Braids herausgerissen und sie vergewaltigt" hätte und den Richter darum gebeten, die Höchststrafe zu verhängen. Einem lokalen TV-Sender zufolge soll der Rapper dem entgegnet haben, dass er die Höchststrafe verdienen würde, wenn er diese Dinge getan hätte.

Mystikal sitzt bereits seit 2022 in Untersuchungshaft.

Es ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass Mystikal der Sexualverbrechen bezichtigt wird. Bereits 2003 bekannte er sich schuldig, eine Frau erpresst und zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben. Dafür wurde er zu insgesamt sechs Jahren Haft verurteilt. Von 2017 bis 2019 saß er ebenfalls in Untersuchungshaft, da ihm Vergewaltigung ersten Grades und Entführung zweiten Grades vorgeworfen wurden. Diese Anklage wurde jedoch 2020 fallengelassen.

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