Nachdem RZA in einem Interview verriet, dass Raekwon bisher keine Parts für das neue Wu-Tang Clan-Album A Better Tomorrow abgegeben hätte und er sich über den Grund nicht sicher sei, es aber durchaus kreative Differenzen geben könnte, sprach Raekwon nun darüber.

Er zeigte sich enttäuscht über die musikalische Richtung des Clans und verglich RZA mit einem Coach, dessen Team in der Vergangenheit Titel gewonnen hätte, nun aber auf dem neunten Platz festhängen würde.

Er sprach darüber, wie sehr er die neue Single Keep Watch hasse und dass er sich weigere, mittelmäßige Musik zu machen:

"It's the same as being an athlete. I don't give a f*ck if it's Kobe Bryant or Kevin Durant. They will not touch the floor if their managers or lawyers are saying, "Listen, sh*t ain't right." So therefore, I'm in a limbo situation. So yeah, you're right. I am on strike. It ain't the fact that I don't want to be there. Because of course I want to be there. But if we're there, we gotta do the best everything. We gotta work 10 times harder, because that's what I'm signing in for. I'm not about listening to somebody that's not an artist telling me what the f*ck they think is hot."

Bei aller Kritik habe er nur Liebe für RZA und respektiere ihn, aber RZA solle sich im übertragenen Sinne auf die Rückbank setzen und ihn machen lassen:

"As far as the RZA, I respect him, I love him – the love ain't gonna go anywhere – but you're not in the music world no more. So to me, you need to take a backseat and respect the n—as that is playing the game. I'm always out in the field and finding out what's going on with the new. Period.""

Auf einer Skala von eins bis zehn sei die Wahrscheinlichkeit, dass er es auf die finale Version des Albums schaffe, eine zwei:

"We at a two right now. It's like climbing up a f*ckin' mountain if you got on slippers. It's sad. It hurts. It's all about the fans. It's all about them saying, "This is my favorite f*ckin' hip-hop group in the world." I have a job to do for them. And I would never let my fans down and make something I feel is mediocre just to say I made it. That's not Raekwon."

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Bushido & Mois schließen Frieden: Beef ja, aber nicht mit dem Keller

Bushido & Mois schließen Frieden: Beef ja, aber nicht mit dem Keller

Von HHRedaktion am 27.05.2020 - 13:18

Der lange eher subtil brodelnde Konflikt zwischen Mois und Bushido, der vor etwas weniger als zwei Wochen auf einmal sehr explizit wurde (hier nachlesen), ist offenbar erstmal ad acta gelegt worden. Beide Seiten haben nach einem wohl klärenden Telefonat versöhnliche Töne in ihren Insta Stories geteilt.

Frieden zwischen Mois & Bushido

In ihren Statements halten sich beide kurz und vage, aber stellen klar, dass "unnötige[r] Streit" aus der Welt geschafft wurde. Sie wünschen sich gegenseitig viel Erfolg. Bei Mois sieht das wie folgt aus und Bushidos Post findet ihr darunter:

"Habe gerade mit @moiskid telefoniert. Immer schön, wenn man sich ausspricht und merkt, dass man auf Augenhöhe unnötigen Streit aus der Welt schaffen kann. Viel Erfolg und bleib gesund." – Bushido

Ein Eingeständnis, dass er und Mois "auf Augenhöhe" agieren, hätte man vor einiger Zeit wohl kaum von Bushido erwarten können. Auch von Mois Seite erscheint die Versöhnung erstmal überraschend, aber es wird für beide Parteien der smartere Weg sein.

Mois spart sich seine Energie für wichtigere Projekte als Bushidos Albumpromo auf. Und Bushido dürfte kein Interesse daran haben, dass ein 1,6 Millionen Abos starker Keller an seinem Elfenbeinturm rüttelt.

Bushido kündigt "Sonny Black II" an

Abgesehen von seinem Entertainment-Faktor bis zum einem gewissen Level bedeutet Beef nämlich primär zwei Dinge: Stress und Aufmerksamkeit. Keiner weiß das so gut wie Bushido, dem Mois in seinem emotionalen Rant attestierte, er brauche für jede Promophase einen Beef.

Aufmerksamkeit hat Mois wie derzeit kaum eine andere Person in der deutschsprachigen Raplandschaft. Und Bushido hat mit minimalem Aufwand einen kleinen Knall provoziert, kurz bevor seine Promophase richtig losgeht. Denn natürlich erscheint ein neues Album: "Sonny Black II" soll am 11. September droppen und Mois wird nicht derjenige sein, über den der Berliner Taktiker seine Boxen an den Mann bringt.

Stattdessen legt Animus, der die Promo für die LP teilt und demnach daran beteiligt sein dürfte, wohl grade einige Lines gegen Fler und insbesondere Capital Bra zurecht. Der ehemalige EGJ-Artist hat nach der gemeinsamen Zeit genug Material gegen seinen kurzzeitigen Labelboss geliefert, das unbeantwortet im Raum steht.

Außerdem dürfte es der zähen Base, die sich 2020 immer noch auf Bushido-Alben freut, entgegenkommen, wenn der Berliner jemanden ins Visier nimmt, dessen Musik sie ohnehin niemals fühlen werden.


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