Nach dem Diddy sich wieder Puff Daddy nennt, bekommt sein Name noch einen weiteren Zusatz, und zwar einen Doktor-Titel!

Puff Daddy, der bürgerlich Sean John Combs heißt, gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Rappern der Welt. Was aber einige nicht wussten, in den 80er Jahren studierte er an der Howard University in Washington. Und genau diese Uni ist ziemlich stolz auf ihren damaligen Studenten und verleiht dem Hiphop-Mogul den Ehrendoktor-Titel im Fach Geisteswissenschaften. Am 10. Mai soll er eine Rede vor den Absolventen der Howard Universität halten und zu dem den Doktor-Titel bekommen.

Puff Daddy ist schon lange nicht mehr nur Rapper, er hat sich zu einer eigenen Marke entwickelt. Im vergangen Jahr feierte er einen weiteren Erfolg mit seinem Musik-TV-Sender Revolt, der in fast 20 Millionen amerikanischen Haushalten empfangen wird. Aber auch das Rappen wird der 45 Jährige nicht vernachlässigen, seine neue Single Big Homie kannst du dir hier ansehen.

Der Rapper, Modedesigner, Produzent, Schauspieler und Inhaber von Revolt ist ja dafür bekannt seinen Künstlernamen das ein oder andere mal zu ändern, wir werden wohl sehen ob es nicht bald heißt Dr. Diddy oder vielleicht doch Dr. Puffy...?

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Diddy kritisiert Olympia-Sperre & Kriminalisierung von Schwarzen Menschen

Diddy kritisiert Olympia-Sperre & Kriminalisierung von Schwarzen Menschen

Von Djamila Chastukhina am 11.07.2021 - 15:45

Vor Kurzem wurde die US-amerikanische Sportlerin Sha'Carri Richardson positiv auf THC getestet. Daraufhin wurde sie für 30 Tage suspendiert, was sie die Teilnahme an den diesjährigen Olympischen Spielen kostete. Richardsons Disqualifizierung rief zahlreiche Reaktionen hervor. Rapper*innen wie Cardi B, Drake oder Snoop Dogg verteidigen die 21-Jährige und zahlreiche andere fordern eine Änderung der Regeln im Zusammenhang mit dem Konsum von Marihuana.

Auch Diddy (jetzt auf Apple Music streamen) äußert nun seine Gedanken zu dem Thema und postet auf Twitter ein Statement, in dem er sein Mitgefühl ausspricht. Gleichzeitig kritisiert er die Entscheidung, Sha'Carri aufgrund des Konsums einer in ihrem Staat legalen Substanz zu suspendieren.

Diddy über Sha'Carri: Gesetze um Marihuana kriminalisieren Schwarze Menschen

Am Mittwoch schrieb der Künstler auf Twitter darüber, wie enttäuscht er über die Entscheidung sei, dass Richardson nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen darf.

"Es ist abgef*ckt und mein Herz ist gebrochen, weil [Sha'Carri Richardson] ihr Lebenstraum wegen der Einnahme einer legalen Substanz weggenommen wurde. Ich habe es satt, dass Weiße in einem Raum sitzen und Entscheidungen treffen, die unsere Hoffnungen und Träume beeinflussen. Sie werden unsere Athleten immer wie Sklaven und Unterhaltung behandeln, bis wir dichtmachen! Gesagt aus LIEBE mit Liebe."

Diddy wurde nach seinem Tweet mit der Argumentation konfrontiert, dass Richardson gegen die Regeln verstoßen habe und deshalb selbst schuld an ihrer Disqualifizierung sei. Deshalb erläuterte der 51-Jährige später seine Gefühle und erklärte, dass die Olympia-Sperre nur Teil eines größeren Problems sei:

"Um meinen vorherigen Beitrag klarzustellen, ich möchte darauf hinweisen, dass Marihuana gegen meine Leute verwendet wurde, seit einige Weiße in einem Büro (DEA [Drug Enforcement Administration] / FBI) es als eine Möglichkeit sahen, Schwarze Jazz-Künstler einzusperren, um das Movement in Harlem zu stoppen. Das ist der eigentliche Grund, warum es angefangen hat, ihr könnt die Geschichte recherchieren. Es begann mit einem bösen Plan, und jetzt beeinflusst dieser Plan unsere Zukunft."

Er fuhr fort und erwähnte, dass zu viele Schwarze Menschen in Amerika wegen Marihuana kriminalisiert werden und hinter Gittern sitzen, was er "einfach nicht richtig" findet. Laut Diddy sei die ganze Situation beschämend und er beendet seinen Rant mit dem Hashtag #LetHerRun ("Lasst sie rennen").

Skandal um Sha'Carri Richardsons Marihuanakonsum

Klare Regeln der US Anti-Doping Agency

Laut dem World Anti-Doping-Code ist THC kein Doping-Mittel, wird aber seit 2021 als "Substanz des Missbrauchs" eingestuft, da es regelmäßig außerhalb des Sports konsumiert wird. Wenn Athlet*innen, die positiv auf solch eine Substanz getestet werden, nachweisen können, dass der Konsum der Substanz außerhalb des Wettkampfs erfolgte und in keinem Zusammenhang mit der sportlichen Leistung stand, kommt es zu einer dreimonatigen Sanktion. In einigen Fällen kann diese auch auf bis zu einen Monat reduziert werden. Laut der US Anti-Doping Agency konnte Richardson ihre Suspension auf einen Monat reduzieren, da sie erfolgreich ein Beratungsprogramm bezüglich ihres Cannabiskonsums absolvierte und der Konsum ebenfalls nicht mit ihrer sportlichen Leistung in Verbindung stand.

Trotz der klaren Regelungen und der Tatsache, dass Richardson selbst Verantwortung für ihre Tat übernimmt, hat ihre Sperre international zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Ab dem 27. Juli darf die 21-Jährige wieder an Wettkämpfen teilnehmen. Dank der zahlreichen Diskussionen rund um die Situation kann sie trotz ihrer Disqualifizierung von den Olympischen Spielen weiterhin auf die Unterstützung ihrer Fans vertrauen.


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