Protest-Aktion? Kanye West, Frank Ocean und Drake kommen nicht zu den Grammys

Laut TMZ werden wir bei den diesjährigen Grammy Awards wohl auf einige unserer Lieblingskünstler verzichten müssen. Mit Drake, Kanye West, Frank Ocean oder auch Justin Bieber werden bei der Verleihung wohl die wichtigsten Musiker der Szene schlichtweg fehlen.

So soll als erstes Frank Ocean bekanntgegeben haben, dass er nicht an den Grammys teilnehmen wolle. Sein Album Blonde ließ er nicht einmal für die Grammys berücksichtigen. Grund dafür sei, laut TMZ, dass Ocean die Grammys für irrelevant halte, da sie keine jungen, schwarzen Künstler repräsentieren würden.

Im Fall Kanye West teilt TMZ keine Infos mit, wieso dieser nicht bei den Grammys anwesend sein sollte. Obwohl Kanye für acht Grammys nominiert wurde, scheint er aus ähnlichen Gründen wie Ocean die Verleihung ausfallen zu lassen. Immerhin verlor er in der Vergangenheit jedes Mal bei einem Kopf an Kopf-Rennen mit einem weißen Künstler.

Drake, der acht Mal nominiert wurde,  hat im Gegensatz dazu ein handfestes "Alibi". Während der Award Show befindet er sich auf seiner großen Boy Meets World Tour.

Wie TMZ berichtet, soll selbst Justin Bieber absichtlich nicht an den Grammys teilnehmen. Er halte die Verleihung nicht für repräsentativ, besonders in Bezug auf junge Künstler.

Die Grammy-Nominierungen im Überblick: Auch Cubeatz & OZ dürfen hoffen

Gestern wurden die Nominierungen für die Grammy Awards 2017 am 12. Februar bekanntgegeben. Beyoncé führt das Feld mit neun Nennungen an, Kanye West, Drake und Rihanna kommen jeweils auf acht. Außerdem dürfen sich zwei deutsche Produzenten Hoffnungen machen. Cubeatz aus Stuttgart haben nämlich an Drakes Views (#5 Hype ) und an ScHoolboy Qs Blank Face (#3 THat Part feat.

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Nach Korruptionsvorwürfen: Grammys ändern Nominierungsregeln

Nach Korruptionsvorwürfen: Grammys ändern Nominierungsregeln

Von Michael Rubach am 03.05.2021 - 17:37

Die Organisator*innen der Grammys haben eine einschneidende Veränderung bei der Art und Weise der Nominierung bekanntgegeben. Die Zeit der Komitees aus anonymen Expert*innen ist offenbar vorbei. Diese haben mehr als 30 Jahre lang entschieden, wer für den begehrtesten Musikpreis der Welt in Frage kommt. Das soll sich nun ändern. Diese geheimen Gruppen - bestehend aus 15 bis 30 Personen - würden nun aufgelöst, heißt es. In Zukunft haben demnach die 12.000 stimmberechtigten Mitglieder der Recording Academy bei der Nominierung das Sagen.

Grammys: The Weeknd äußert sich zur Neuausrichtung

Im Vorfeld der diesjährigen Grammy Awards hatte sich vor allem The Weeknd (diesen Artist auf Apple Music streamen) lautstark über die Nominierung aufgeregt. Trotz seines extrem erfolgreichen Albums "After Hours" wurde der RnB-Star nicht in einer einzigen Kategorie berücksichtigt. Der Kanadier nannte die Grammys daraufhin "korrupt" und forderte mehr Transparenz ein. Letztendlich verkündete er, die Grammys fortan boykottieren zu wollen.

The Weeknd gab der New York Times ein Statement zu den nun in Aussicht gestellten Maßnahmen ab. Von seinem Boykott rückt er dabei nicht ab. Dennoch begrüßt er die Veränderung:

"Auch wenn ich meine Musik nicht einreichen werde, wird das jüngste Korruptions-Eingeständnis der Grammys hoffentlich ein positiver Schritt in die Zukunft dieses geplagten Preises sein und der Gemeinschaft aller Artists den Respekt geben, den sie mit einem transparenten Abstimmungsprozess verdient."

Die Grammys haben nicht nur bei der Nominierungspraxis den Hebel angesetzt. Ebenso hat man bei der Diversität der Awards eine Schippe draufgelegt. So sollen im nächsten Jahr auch Auszeichnungen in den Kategorien Best Música Urbana Album und Best Global Music Performance vergeben werden. Diese Erweiterung und die veränderte Herangehensweise bei der Nominierung soll das "fortwährende Engagement" der Academy widerspiegeln, "sich mit der Musiklandschaft weiterzuentwickeln" und zugleich gewährleisten, dass die "Regeln und Richtlinien der Grammy Awards transparent und gerecht sind".

Bereits Diddy forderte Anfang 2020 Veränderungen ein:

Keinen Respekt vor Hiphop? Diddy setzt den Grammys ein Ultimatum


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