Pressemitteilung der Polizei zu Miami Yacine: Was wir über die Konzertabsage wissen

Gestern Abend veröffentlichten Zuna und Miami Yacine Statements zu der Absage eines für heute geplanten Konzerts im FZW. Jemand habe mit einem Angriff auf Miami Yacine versucht, ihn vom Auftritt abzuhalten. Heute hat die Polizei eine Pressemitteilung zu der Absage publiziert.

Polizeiliche Erkenntnisse rund um die Veranstaltung hätten sich gestern Nachmittag so weit verdichtet, dass eine "akute Neubewertung der Sicherheitslage" erforderlich gewesen sei. Die zum Schutz der Gäste festgelegten Auflagen konnten in der kurzen Zeit nicht erfüllt werden, woraufhin der Geschäftsführer der FZW GmbH entschied, das Konzert abzusagen. Das hatten die KMN-Rapper bereits gestern mitgeteilt.

"Konkrete Erkenntnisse" seien für die Polizei ausschlaggebend für den Schritt gewesen, an den Veranstalter heranzutreten. Dabei sei auch der von den Rappern erwähnte kürzliche Angriff auf Miami Yacine berüchsichtigt worden.

Während die WAZ einen Vorfall mit Schüssen in der Dortmunder Nordstadt am Mittwoch ebenso in Zusammenhang mit der Konzertabsage bringt wie einen Konflikt zwischen Miami Yacine und 18 Karat, wollte ein Sprecher der Polizei uns gegenüber im Telefonat keine dieser Vermutungen bestätigen. Es handele sich um ein laufendes Verfahren, zu dem er keine weiteren Auskünfte geben könne.

Die offizielle Pressemitteilung der Polizei findest du weiter unten:

Miami Yacine in Dortmund überfallen - Konzert abgesagt

Schlechte Neuigkeiten bei der KMN Gang. Laut einem Facebook-Post von Zuna soll Miami Yacine vor zwei Tagen Opfer einer Attacke in Dortmund geworden sein...

POL-DO: Rap-Konzert nach Sicherheitsbedenken abgesagt: Gemeinsame Presseerklärung von Polizei, FZW und Stadt Dortmund

Dortmund (ots) - Lfd. Nr.: 0238 Ein für heute Abend (24.2.17) geplantes Rap-Konzert von "Miami Yacine" im Freizeitzentrum West (FZW) in...

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Kommentare

Alta schon hart was für ein hater 18 Karat ist - anstatt selber einen Hit zu machen -macht er sowas - typisch banger Musik grundlos stressen , Rapper erniedrigen die einfach besser sind .

Wieso? Sind doch beide gleich ******e :D

Yacine soll mal den Punisher machen und den Miri Clan ausrotten.

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Unter Polizeischutz: "Nazi Kiez"-Graffiti in Dortmund übermalt

Unter Polizeischutz: "Nazi Kiez"-Graffiti in Dortmund übermalt

Von David Molke am 06.09.2019 - 17:22

Dortmund hat ein Nazi-Problem: In Dorstfeld können Neonazis offenbar ganz offen ihren Hass auf Andersdenkende und anders Aussehende ausleben. Das geht so weit, dass sie schwarz-weiß-rote Fahnen hissen und ein ganzes Viertel per Graffiti zu ihrem "Nazi Kiez" erklären. Immerhin: Die Nazi-Schmierereien wurden jetzt endlich übermalt – unter Polizeischutz. An deren Stelle prangt jetzt der Schriftzug "Our Colours Are Beautiful".

Graffiti gegen Rechts: "Nazi Kiez"-Schriftzug in Dortmund ist Geschichte

Es geschieht nicht alle Tage, dass Polizisten dabei helfen, Graffiti anzubringen. Beziehungsweise nicht gegen die Writer vorgehen, sondern sie auch noch beschützen. Aber das war wohl extrem notwendig, zum Schutz der Künstler, die anonym bleiben wollen, wurde auch noch eine behelfsmäßige Wand aufgebaut.

dap on Twitter

In Dortmund-Dorstfeld werden aktuell die berühmten „Nazi-Kiez"-Graffitis entfernt. Auch NRWs Innenminister Reul ist vor Ort um sich ein Bild von der Lage zu machen. #nonazisdo #dortmund

Der Straßenzug in Dortmund-Dorstfeld befindet sich zwar offensichtlich immer noch fest in der Hand der Rechtsradikalen ("die wohnen gegenüber"), aber immerhin gibt es jetzt das Graffiti nicht mehr, mit dem sie ihr Revier zusätzlich markiert haben. Wir sind zwar gespannt, wie lange sich das Ganze hält, begrüßen die Bemühungen aber natürlich.

dap on Twitter

Seit heute Mittag sind die Arbeiten der Künstler*innen abgeschlossen. Statt „Nazi Kiez" ziert jetzt ein „Our colours are beautiful"-Schriftzug die Emscherstraße in Dortmund-Dorstfeld.

Null Toleranz für Neonazis? NRW-Innenminister lobt neues Graffiti

Die Aktion wurde nicht nur von der Polizei, sondern natürlich auch von Presse und Politik begleitet. Laut dem WDR gibt der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange das folgende, etwas überraschend wirkende Statement ab.

"Wir werden auch in Zukunft alle Pläne durchkreuzen, in Dorstfeld oder anderswo einen Raum der Bedrohung und Einschüchterung zu schaffen."

Der NRW-Innenminister Herbert Reul erklärt:

"Man darf Neo-Nazis keinen Millimeter Platz lassen. Deshalb ist es eine tolle Sache, dass sich die Bürgerinnen und Bürger, die Stadt und die Polizei gemeinsam gegen die rassistischen Hetzer stellen und deren widerliche Schmierereien entfernen."

Hier kannst du dir auch noch ein Video von der Aktion anschauen:

Unter Polizeischutz: Künstler übermalen Neonazi-Graffiti in Dortmund - Kunstwerk statt extremistischer Schmiererei

Graffiti werden übermalt Gemeinsame Aktion von Stadt, Polizei, Künstlern Innenminister Reul: "Neo-Nazis keinen Millimeter Platz lassen." Polizei, Stadt, Künstler und engagierte Bürger haben am Freitag (06.09.2019) in Dortmund eine Aktion gegen Neonazis gestartet. Auf dem sogenannten "Nazi-Kiez", einem Straßenzug im Stadtteil Dorstfeld, wurden Graffiti der Rechtsextremisten an Häuserwänden übermalt.


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