Polizei-Einsatz rund um Bushido-Auftritt in Bottrop

Rund um das gestrige Bushido-Konzert in Bottrop hat die Polizei offenbar "verstärkte Präsenz gezeigt" und Kontrollen durchgeführt. In der entsprechenden Pressemitteilung heißt es, "neben Kräften der Einsatzhundertschaft" seien "auch Diensthundeführer und Kriminalbeamte eingebunden" gewesen.

"An der Diskothek sowie im erweiterten Umfeld kam es zu Personen- und Fahrzeugkontrollen. Der Einsatz verlief ohne Störungen."

Grund für die "verstärkten polizeilichen Maßnahmen" seien unter anderem mehrere Vorfälle der letzten Monate gewesen, wie in der Pressemitteilung steht:

"Am 13.06. war es in Oer-Erkenschwick zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zwei größeren Personengruppen gekommen. Einige der Beteiligten haben Bezüge zur Rapper-Szene. [...] Daneben kam es in Bottrop im Umfeld der Diskothek wiederholt zu diversen Körperverletzungsdelikten."

Der Einsatz sei am heutigen Sonntag um 4.00 Uhr morgens beendet worden. In einem Nachtrag zur ersten Pressemitteilung gibt die Polizei bekannt, dass "im Zusammenhang mit den Fahrzeug- und Personenkontrollen" auch "zwei Messer wegen Verstoß gegen das Waffengesetz sichergestellt" worden seien.

Prisma Bottrop

Diesen Samstag Bushido live Über 1.300 Zusagen & Interessenten Hier die wichtigsten Facts: Bushido live + Special Guests Karten an der Abendkasse (Es gab kein VVK)! Einlass um 22 Uhr ! ...

Mehr zu den Vorfällen in Oer-Erkenschwick:

Nach Schießerei in Oer-Erkenschwick: Hamad 45 angeblich festgenommen

In Oer-Erkenschwick kam es letzte Woche zu einer Schießerei, in deren Zusammenhang jetzt angeblich Hamad 45 verhaftet worden sein soll. Zumindest gibt es eine offizielle Polizei-Pressemitteilung, in der von einer Festnahme des Verdächtigen die Rede ist. Ob es sich dabei um Hamad 45 handelt, wollte uns die Polizei am Telefon allerdings nicht bestätigen.

Was über die Schüsse in Oer-Erkenschwick bekannt ist (Update)

Update 20:45 Uhr: derwesten.de berichtet, alle bis auf einen Verhafteten seien mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Gegen den nach wie vor inhaftierten Mann sei Haftbefehl erlassen worden. Er werde "derzeit mit einer Schussverletzung in einem Gefängnis-Krankenhaus behandelt." Ein weiterer Verdächtiger sei auf der Flucht. Bei ihm soll es sich um den "mutmaßlichen Schützen" handeln.

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"Hiphop-Messias" Maxim führt durch zwei Jahrzehnte Berliner Geschichte

"Hiphop-Messias" Maxim führt durch zwei Jahrzehnte Berliner Geschichte

Von Till Hesterbrink am 18.10.2020 - 13:37

Der YouTube-Kanal History of Berlin macht seinem Namen alle Ehre und hat ein Interview mit Maxim aus dem Jahre 2001 veröffentlicht. Attila Murat Aydın, wie Maxim mit bürgerlichem Namen hieß, war einer der Hiphop-Pioniere der Hauptstadt. Er gründete zahlreiche Breaker-, Sprayer- und MC-Crews und war einer der ersten, die Hiphop in Deutschland nach amerikanischem Vorbild verstanden hatten.

Maxim nimmt HoB mit auf eine Zeitreise

In dem Interview erzählt Maxim von seinen Anfängen und wie er zum Breaken und Beatboxen gekommen ist und wie sich die Hiphop-Szene in Berlin mit den Jahren veränderte. Die Faszination begann für Aydın mit 12 Jahren, als ein bodenturnender Cousin aus Manchester ihn besuchte und ihm die ersten Moves zeigte. Nachdem er dann den Film "Wildstyle" gesehen hatte, war er endgültig begeistert. Neben dem Breaken entdeckte Maxim schnell auch das Beatboxen und Malen für sich und begann, sich einen Namen in Berlin zu machen.

Mit den Jahren galt Maxim als einer der Ersten, der den West-Berlin-Hiphop-Style etabliert hat und wurde so zu einer der bekanntesten Figuren in der Hauptstadt. Er war zwar Breaker, Sprayer, Beatboxer und Rapper, doch sein größtes Talent scheint das connecten von Leuten gewesen zu sein. So schreibt History of Berlin über ihn:

"Das wahre Talent von Maxim, war allerdings das vernetzen und verknüpfen von Leuten aus der Hip Hop Szene, denn er kannte wirklich jeden aktiven Tänzer und jeden relevanten Berliner Sprüher persönlich."

Aydın gründete Ende der 80er Jahre die legendäre Berliner Crew 36 Boys, welcher unter anderem auch der heutige Starkoch Tim Raue angehörte. Wie vieles, was Maxim machte, gelten die 36 Boys mittlerweile als Vorreiter für Crews und Gangs der nachfolgenden Generationen.

Auch die Glorious Five Artists wurden von Maxim gegründet, welche von der Backspin als eine der besten Writer Crews Europas bezeichnet wurde. Der Tagesspiegel nannte die GFA mal "die bekannteste deutsche Writer Verbindung".

Maxim: Viel zu früh gestorben

Wohl am Tag dieser Videoaufnahmen, seinem 33. Geburtstag, starb Maxim, als er einen Streit zwischen seiner Ehefrau und einem Rentner klären wollte. Der 76-Jährige zog jedoch ein Messer und erstach Aydın. Maxim hatte sich zeit seines Lebens gegen Gewalt eingesetzt und war ein berühmter Streitschlichter.

Auf der Aggro Ansage Nr.4 widmeten Fler, Sido und B-Tight der Straßen-Legende mit "Maxim ist King" einen ganzen Song.

"Der erste Beatboxer, erste Writer, erste B-Boy, er war die erste Eins" (Fler auf "Maxim ist King")

Des Weiteren wurde der "Maxim Memorial Day" ins Leben gerufen, bei welchem viele Berliner Künstler dem Verstorbenen ihren Respekt zollten. Außerdem erschien der "Maxim Memorial Sampler", auf dem unter anderem Kool Savas, Eko Fresh, Fler, Sido, Taktloss und B-Tight vertreten waren.

Bis heute findet Maxim immer wieder Erwähnungen in deutschen Raptexten:

"Wenn ich sterbe, ist das hier mein Vermächtnis (meine Legacy)/
Hoff', ich bleibe der Straße im Gedächtnis (so wie Maxim)" (Fler auf "Vermächtnis")


Maxim (Zeitreise 1982-2001) Hip Hop Legende, Graffiti, Break Dance, Beatbox - HISTORY OF BERLIN

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