Politische Partei will Busta Rhymes und LL Cool J als Kandidaten

In den USA formiert sich offenbar eine neue Bewegung. Aus der soll eine neue Partei hervorgehen. Unterstützung gibt es bereits von Eric B. & Rakim, Petitionen sind ebenfalls in Umlauf. Busta Rhymes und LL Cool J könnten für die New American Party als Gouverneur kandidieren. Zumindest, wenn es nach Jineea Butler geht.

Die versucht, noch mehr prominente Unterstützer zu finden und hat sich bereits an die beiden Rapper gewandt. Bisher scheinen sich die beiden Künstler aber noch nicht für die Sache ausgesprochen zu haben. Mit Busta Rhymes habe die Gründerin der Hiphop-Union bereits telefoniert. Von LL Cool J gebe es noch gar keine Reaktion.

Im Moment läuft offenbar die Suche nach zugkräftigen Gesichtern, die dafür sorgen können, 50.000 Unterschriften zu sammeln.

"We're looking for somebody that can energize the vote so we can clear the 50,000 votes (needed to secure a guaranteed ballot line the next four years) and someone who resonates with millennials and young folks"

Dieselbe Energie, die der Hiphop-Kultur und Rap innewohne, sei auch in der US-Politik dringend notwendig, erklärt Jineea Butler.

"Hip hop changed the world 40, 45 years ago when it started. It just gave people an absolute freedom of speech"

Soziale Ungleichheit müsse bekämpft werden und Amerika brauche etwas anderes als das, was die aktuelle Politik bieten könne. Statt gegeneinander zu kämpfen, müsse zusammengearbeitet werden. Das Land sei zu weit gekommen, um jetzt einfach aufzugeben. Erneut in Rassismus zu verfallen, sei keine Lösung:

"We want to use that same principle with a strong agenda that addresses economic disparity and prosperity-driven initiatives. This would work right now in America. America needs something else. We're fighting against each other. We've come too far in this country to go back to racism. Hip hop brought people together."

New Political Party Wants Busta Rhymes, LL Cool J To Run For Governor

Members of the hip-hop community are reportedly expressing more frustration with the lack of consideration for "urban issues" in America's political landscape. In hopes to change that, political leaders are pushing to form a new political party for upcoming state elections, which would be called the New American Party.

Das klingt alles einigermaßen sinnvoll und vielversprechend, auch wenn sich da vielleicht andere Kandidaten noch eher anbieten würden.

In Deutschland existiert mit der "Urbanen" ebenfalls bereits eine Hiphop-Partei:

"Die Urbane": Deutschlands erste Hiphop-Partei feiert heute ihre Gründung

Politik ist oft langweilig/unattraktiv, weil nicht leicht zugänglich. " Politikverdrossenheit" heißt das dann in Debatten. In Berlin macht jetzt eine Gruppe von Aktivisten mobil, daran hoffentlich etwas zu ändern - mit einer Hiphop-Partei. Realtalk.

"Die Urbane": So sieht der Wahlwerbespot der ersten Hiphop-Partei Deutschlands aus

Im Mai hat die Hiphop-Partei Die Urbane ihre Gründung gefeiert. Nun gibt es den ersten Wahlwerbespot zur Bundestagswahl 2017. Im Wahlkonzert , wie Die Urbane ihren Spot stilecht nennt, gibt es zunächst seichte Beats, bis sich jemand das Mic schnappt und die Musik verstummt.

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FGUN $HAKI klärt in neuem Track über Afghanistan auf

FGUN $HAKI klärt in neuem Track über Afghanistan auf

Von Djamila Chastukhina am 16.08.2021 - 15:57

SSIO-Signing FGUN $HAKI veröffentlicht vor Kurzem den Ausschnitt eines Songs, in dem er auf die aktuelle Situation in seinem Heimatland Afghanistan aufmerksam macht. Nachdem die Taliban den Großteil des Landes eingenommen hat, herrscht Aufbruchsstimmung: Viele Menschen wollen das Land verlassen und sich in Sicherheit bringen. 

FGUN $HAKI macht auf Taliban-Vormarsch in Afghanistan aufmerksam

Afghanistan ist laut dem Global Peace Index das gefährlichste Land der Welt. Seit Tagen überschlagen sich die Meldungen: Die Terrorgruppe Taliban hat fast alle Regionen des Landes eingenommen. Der Präsident Aschraf Ghani flieht ins Ausland – und hunderttausende Bewohner*innen versuchen nun dasselbe.

FGUN $HAKI nutzt seine Plattform als Rapper und äußert sich in einem Track zu den aktuellen Geschehnissen: 

"Sie woll'n uns totschweigen / Ich kann nicht ruhig bleiben /

Ich seh' euch dort leiden / Wenn sie euch forttreiben"

 

"Der Rest der Welt schaut weg / Verliert bald meinen Respekt"

Er kritisiert nicht nur die Lage in seinem Heimatland, sondern auch den Umgang damit hierzulande und möchte, dass mehr über die Situation gesprochen und aufgeklärt wird, statt sie "totzuschweigen". In der Caption des Videos möchte er weiterhin aufklären und gibt ein wenig Hintergrundwissen zu dem, was gerade passiert: Laut $HAKI werden Menschen aus ihren Dörfern vertrieben, Frauen und Kinder werden misshandelt und ihnen werden die Rechte genommen. Zufluchtsorte für die Geflohenen seien zudem überfüllt und böten nicht genügend Lebensmittel.

Angesichts der Umstände, unter denen viele Menschen aktuell in Afghanistan leben, ruft der Kölner dazu auf, sich mit der Situation auseinanderzusetzen und zu helfen, wo man kann:

"Ich würde euch alle darum bitten, eure Mitmenschen über die aktuelle Lage zu informieren & mit uns gemeinsam zu versuchen, die bestmögliche Hilfe von außen zu leisten. Für diejenigen die sich auch beteiligen möchten, werde ich verschiedene Links zu Verfügung stellen, von seriösen, etablierten Stiftungen bei dem euer Geld, garantiert zu 100% zum Wohle der Menschen in Afghanistan genutzt wird. Vor allem möchte ich zu Spendenaufrufen für Kinder in der Not aufmerksam machen, da es etlich viele gibt, die zurzeit verwahrlost, teils ohne Eltern, Essen und Trinken ums Überleben kämpfen. Mein aufrichtiges Beileid und Gedenken gehen raus an alle unschuldigen Opfer des Krieges. Zusammen sind wir stark und können was bewirken!"

In seiner Instagram Bio teilt der Rapper Spendenlinks für die Kindernothilfe Ayas Stiftung, Save the Children Afghanistan und Unicef Afghanistan

Kritik an westlichen Ländern: "Schmerzhafte Niederlage"

Der ZDF-Chefredakteur Peter Frey äußert sich in einem Kommentar ebenfalls zum Taliban-Vormarsch. Er bezeichnet ihn als eine "schmerzhafte Niederlage des Westens" und kritisiert die westlichen Länder, wie beispielsweise die USA, für mangelnde Verantwortungsübernahme:

"Der Westen, das muss man heute so hart sagen, hat alle verraten, die an Demokratie und Gleichheit der Geschlechter, an Bildung für Mädchen, an Musik, Tanz und Lachen geglaubt haben."

Der Fall zeige laut Frey, dass Deutschland ohne die Unterstützung der USA - welche ihre Truppen zuvor zum Teil aus Afghanistan abgezogen haben - nicht handlungsfähig sei. Es gebe jedoch nicht nur ein politisch-militärisches Versagen. Auch moralisch habe Deutschland versagt, da Ortskräfte, wie das Botschaftspersonal, nun "im Stich gelassen" wurden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht derweil von "bitteren Stunden" in Afghanistan. Es werde jedoch mit allen Mitteln versucht, deutsche Staatsangehörige, Angehörige der Botschaft und Ortskräfte in einer Aktion der Bundeswehr zu retten und nach Deutschland zu holen.

Viele Organisationen wie Sea Eye oder Seebrücke zeigen, wie man helfen kann, auch ohne zu spenden: Es besteht die Möglichkeit Abgeordneten zu schreiben, Petitionen zu unterzeichnen und sich und andere weiterhin zu informieren.

Mehr Informationen dazu gibt es hier:


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