"In meinen Augen bist du ein Narzisst": PA Sports und Manuellsen geraten aneinander
Manuellsen & PA Sports

Nach einem langjährigen Beef haben sich PA Sports und Manuellsen im Jahre 2020 die Hand gereicht und Frieden geschlossen. Seitdem ist es zwischen den beiden tatsächlich einigermaßen ruhig geblieben. Jetzt flammt der Konflikt zwischen den beiden allerdings erneut auf. Auslöser dafür ist PAs Gastauftritt im "Irgendwas mit Culture"-Podcast, in dem er ausführlicher über die Karriere von Manuellsen spricht.

PA Sports erkennt verschenktes Potenzial in der Karriere von Manuellsen

Zu Beginn seiner eigenen Karriere sei Manuellsen so etwas wie ein Mentor für PA Sports gewesen. Deswegen habe es für den Life is Pain-Chef immer etwas "Tragisches" an sich, wenn er darauf schaut, wie sich Manuellsens Laufbahn seitdem weiterentwickelt hat.

In den 2000ern sei der heute 47-Jährige Mülheimer "der Inbegriff eines Stars" gewesen. Heute ist das laut PA wohl anders – das Gefühl, dass Manuellsen damals weiter und reifer gewesen sei als heute, werde er einfach nicht los. Genau das mache die Entwicklung für ihn so schade. Der LiP-Gründer zieht Vergleiche zu KC Rebell und kommt danach wieder direkt auf Manuellsen zu sprechen. Offenbar sieht er verschenktes Potenzial in dessen Karriere:

"Stell dir mal vor, er wär' der Black Typ einfach geblieben, der den halben Tag Englisch spricht, und hätte diese ganze Bushido-Zeit, die uns allen Komplexe bereitet hat, einfach überstanden. Wer wär' er heute?"

Einer der größten Künstler Deutschlands, glaubt jedenfalls PA. Mit der richtigen Herangehensweise hätte Manuellsen "alles, was heute an Black Community existiert", unter Vertrag haben können.

In seinem "Café Efendi"-Format reagiert Manuellsen auf diese Einschätzung. Zunächst einmal glaubt er, dass PA Sports ein Problem mit seinem eigenen Werdegang haben müsse. Denn bei all seinen Errungenschaften dürften derartige Lappalien doch gar kein Thema in seinem Leben sein, schlussfolgert Manuellsen.

Als ihn ein Zuschauer im Live-Chat darauf hinweist, dass PA doch aber gesagt habe, dass er ein Star sei, entgegnet Manu, dass ihm ein solcher Status nichts bringen würde. Alles Materielle, was er mal für erstrebenswert erachtet habe, sei am Ende nichts wert.

Viel wichtiger: Er habe sich nie verändert. "Ich bin M.Punkt geblieben", so Manuellsen. Er betont außerdem, "diese ganze Sche*ße ertragen" zu haben, ohne dabei einen Schluck Alkohol zu trinken oder andere Drogen zu konsumieren. Und dass PA all das als tragisch bezeichnet, findet Manuellsen wiederum "schade".

Zudem widerspricht M.Punkt der Darstellung, dass er für PA eine Art Mentor gewesen sein soll. Er habe ihn weder entdeckt noch sei er dessen Vorbild gewesen. Trotzdem sagt er, dass PA irgendwo in seinem Herzen noch immer ein Bruder und kein Feind sei. Er legt dem Life is Pain-Gründer nahe, dass der sich keine Sorgen um ihn machen müsse – in Manuellsens Leben gebe es schließlich nichts "Tragisches".

Hier kannst du dir Manuellsens gesamte Reaction anschauen:

PA Sports reagiert auf Manuellsens Ansage

In einer Instagram-Story antwortet PA Sports auf die Reaktion von Manuellsen. Er habe sich im Zuge dessen nochmals angeschaut, was er in dem Podcast tatsächlich gesagt hat, und verstehe nicht, "was daran jetzt so deep gewesen ist". An seiner Einschätzung, dass Manu der größte Black Artist des Landes hätte sein können, wenn er denn andere Entscheidungen getroffen hätte, hält er weiterhin fest. PA findet, dass es in ihrem Alter möglich sein sollte, anderen Menschen Kritik zu äußern, ohne dass man sich danach gleich "angegriffen fühlt wie 'n 16-Jähriger". Über sich selbst könne er schließlich ebenfalls kritisch sprechen.

Für PA stehen seine Aussagen zudem in keinem Verhältnis zu der Reaktion von Manuellsen. Dieser habe das Thema größer gemacht, als es am Ende gewesen sei. "In meinen Augen bist du ein Narzisst", wirft PA ihm schließlich vor. Manuellsen habe zwar ein großes Empfinden für das, was er von außen "empfängt", dafür aber auch ein umso weniger ausgeprägtes Gespür für das, was er selbst nach außen sendet. Und in den vergangenen Jahren habe Manu so einiges "gesendet", was bei PA durchaus angekommen sei.

Besonders entscheidend sei auch die Zeit bei Deluxe Records gewesen. In der eingangs erwähnten Podcastfolge hat PA auch etwas detaillierter über Manuellsens Signing bei Samy Deluxe gesprochen – ebenfalls mit Blick auf dessen Karriere:

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