PA Sports gegen Nationalismus & Fanatismus: Der muslimische Rapper fordert mehr Toleranz

PA Sports hat sich im kürzlich viral gegangenen TV Strassensound-Interview in Rage geredet: Es ging um Nationalismus, religiösen Fanatismus und mangelnde Toleranz.

Der muslimische Rapper regt sich darin deutlich sichtbar auf und schimpft wie ein Rohrspatz. Vor allem aber spricht er gleichermaßen treffende wie berührende Worte:

"Meine Nation ist Mensch. Mein Land ist die Welt. Und mein Glaube ist eine Sache zwischen mir und Gott – das geht gar keinen was an."

Das Video dreht immer noch seine Runden im Internet und mittlerweile berichtet sogar das Fernsehen über die Brandrede von PA Sports.

Rooz hat sich mit ihm getroffen und redet in der kommenden #waslos-Folge noch einmal detailliert über das weitreichende Interview sowie das zugrunde liegende Thema: Dass das Video so weite Kreise zieht, hätte PA Sports allerdings nicht gedacht.

Im Grunde genommen gehe es um die zwei großen Themenbereiche Nationalismus und Fanatismus. Aber nachvollziehen könne PA beides nicht.

Er selbst habe sich zum Beispiel bewusst und aufgrund einer rationalen Entscheidung für den Islam entschieden. So etwas lasse sich nicht erzwingen.

Abgesehen davon, dass es dafür auch gar keinen Grund gibt:

"Warum soll ich mich mit einem Menschen nicht verstehen, nur weil er etwas anderes glaubt?"

Nach dem religiösen Fanatismus erteilt PA Sports auch dem Nationalismus eine Absage, der in den letzten Jahren zugenommen habe.

Rooz' ganzes Gespräch mit PA Sports findest du heute in der neuen #waslos-Folge auf unserem YoutubeChannel, hier gibt es den ersten Auszug:

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Polizeigewalt in Essen: PA Sports kriegt Antwort vom Bürgermeister

Polizeigewalt in Essen: PA Sports kriegt Antwort vom Bürgermeister

Von Alina Amin am 02.05.2020 - 13:40

PA Sports hat sich am vergangenen Dienstag gegen Polizeigewalt ausgesprochen. Ein Instagram-Nutzer namens Omar Ayoub hatte zuvor ein Video hochgeladen, in dem er über die Polizeigewalt berichtet, der er und seine Familie zu Opfer geworden seien.

Der Instagram-Bericht wurde inzwischen über eine Millionen Mal aufgerufen, in der Zwischenzeit haben viele den Vorfall angeprangert. Darunter Dardan, Rooz und PA Sports. Letzterer hat nun eine Antwort vom Essener Bürgermeister bekommen, welcher zur Sache Stellung bezieht. 

PA Sports und viele andere sprechen sich gegen Polizeigewalt aus

Omar Ayoub hat am 28. April in einem zehn-minütigen Bericht von einem Vorfall berichtet, der sich letzten Samstag zugetragen haben soll. Unter dem Vorwand der nächtlichen Ruhestörung, sei die Polizei bei Omar und seiner Familie aufgetaucht und habe ohne Durchsuchungsbefehl das Haus betreten. Darauf seien Beleidigungen, Drohungen und Schläge für Omar und seine Familienmitglieder gefolgt.  

PA Sports, Dardan & viele andere prangern Polizeigewalt an

Aktuell machen wieder einmal Fälle von Polizeigewalt die Runde. Besonders zwei Fälle werden gerade angeprangert und auch von Rappern verbreitet. Unter anderem machen sich Dardan und PA Sports gegen den Machtmissbrauch der Staatsdiener stark. Der Aufruf zum Teilen findet großes Gehör. Vielleicht ändert sich ja dieses Mal endlich etwas.

Der komplette Bericht ist auf Omars Account online: 



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Ein Beitrag geteilt von Omar Ayoub (@omarayo96) am

Kurz darauf hat PA Sports, wie viele andere seiner Kollegen, das Video geteilt und sich gegen den Gewaltvorfall ausgesprochen. Gleichzeitig hat er von ähnlichen Geschehnissen erzählt, die er als Augenzeuge mitbekommen habe und auf die Größe des Problems aufmerksam gemacht. 

Essener Bürgermeister antwortet PA und bezieht Stellung

Am Freitagmorgen hat der Rapper eine Instagram-Nachricht in seiner Story gepostet, die er vom Bürgermeister der Stadt Essen bekommen hat. Dieser hat Stellung zum Vorfall bezogen:

"Guten Tag, Sie haben mich auf das Video aus Essen zum Thema Polizeigewalt aufmerksam gemacht. Auch ich habe ein Interesse daran, Klarheit über die Vorgänge zu bekommen. Die Polizei liegt nicht in meiner Zuständigkeit, sondern ist eine Landesbehörde. Deshalb habe ich mich bereits gestern beim Polizeipräsidenten erkundigt, der mir versicherte, dass der Vorfall aufgearbeitet wird. Das ist richtig und wichtig. Die Polizei in Bochum überprüft den Sachverhalt und die Vorwürfe. Die Polizei Essen hat Strafverfahren gegen zwei Mitglieder der Familie gestellt. Gleichzeitig wurde ein Strafverfahren gegen die beteiligten Polizeibeamten eingeleitet. Bis der Fall aufgeklärt ist, sollten alle Seiten ein Interesse daran haben, keine Vorverurteilungen zu treffen. Es gilt ganz klar: Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt haben in unserer Gesellschaft keinen Platz! Mit freundlichen Grüßen, Thomas Kufen"

Geschehnisse wie diese sind längst keine Einzelfälle. Umso besser, dass Thomas Kufen als Bürgermeister von Essen engagiert ist, die Sache aufklären zu lassen. Wie er PA aber bereits erklärt hat: Die Polizei liegt nicht in seiner Zuständigkeit – die Polizeibehörde prüfe die Sache selbst. Diese hat wahrscheinlich kein allzu großes Interesse daran, ihre eigene Aktion als rassistisch und vollkommen maßlos zu enttarnen. Das Ergebnis einer solchen Untersuchung ist also mit Vorsicht zu genießen.

Die Polizei Essen hat bereits am Dienstag eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der sie erklärt, der erste Angriff sei von Omar und seiner Familie ausgegangen. Es steht also Aussage gegen Aussage. Und ganz unabhängig davon, was wirklich passiert ist: Wer hier am längeren Hebel sitzt, sollte eindeutig sein.


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