Oscars 2019: Kendrick Lamar & SZA mit Black Panther-Song "All the Stars" nominiert

Kendrick Lamar und SZA haben gute Chancen, bei den Academy Awards 2019 einen Oscar zu gewinnen: Der gemeinsame Song "All the Stars" aus dem "Black Panther"-Soundtrack wurde nominiert. 

"Black Panther" ist für insgesamt 7 Oscars nominiert

Kendrick Lamar und SZA sind nicht die einzigen, die im Zusammenhang mit dem extrem erfolgreichen Marvel-Film "Black Panther" auf eine Auszeichnung bei den Academy Awards 2019 hoffen dürfen.

Der Comic-Film ist generell der erste Superhelden-Film, der als bester Film bei den Oscars nominiert wurde. Nicht einmal Christopher Nolans gefeierter "The Dark Knight" mit Heath Ledger hat das geschafft.

Jetzt steht fest: "Black Panther" geht auch in den Kategorien Beste Filmmusik, Bester Filmsong (Kendrick Lamar & SZA – All the Stars), Beste Tonmischung und Bester Tonschnitt ins Rennen.

"Black Panther": Wie Film und Soundtrack Geschichte schreiben

"Black Panther" bricht gerade eine ganze Reihe Rekorde. Allerdings nicht nur an den Kinokassen, sondern auch...

In diesen Kategorien heimst "Black Panther" Oscar-Nominierungen ein:

  • Beste Filmmusik
  • Bester Filmsong (Kendrick Lamar & SZA – All the Stars)
  • Beste Tonmischung
  • Bester Tonschnitt
  • Bester Film
  • Bestes Szenenbild
  • Bestes Kostümdesign

"Black Panther" war nicht nur auch für einen Golden Globe nominiert, sondern 2018 außerdem auch insgesamt der zweiterfolgreichste Film weltweit. In den USA war der Marvel-Film sogar der erfolgreichste Film des Jahres. International hat nur "Avengers 3: Infinity War" mehr Geld in die Kinokassen gespült.

Kendrick Lamar & SZA könnten mit Eminem, Common, John Legend & Three 6 Mafia gleichziehen

Wenn die SZA und Kendrick Lamar den Oscar für "All the Stars" gewinnen, befinden sie sich in bester Gesellschaft: Aus dem Rap-Bereich haben bisher schon Eminem, Common mit John Legend und die Three 6 Mafia einen Oscar abgesahnt.

Eminem selbstverständlich für den "8 Mile"-Track  "Lose Yourself", Common und John Legend für den "Selma"-Song "Glory" und die Three 6 Mafia für "It's Hard out Here for a Pimp" aus dem Film "Hustle & Flow".

Kendrick Lamar ft. SZA - All The Stars [Video]

Kendrick Lamar und SZA präsentierten uns bereits vor einiger Zeit ihre Kollabo "All the Stars". Jetzt gibt es auch die passende Visualisierung dazu. Regie fürhte dabei Dave Meyers, der sich auch schon für die Ausnahme-Clips "HUMBLE." und "LOYALTY." verantwortlich zeigte."All the Stars" wird Teil des neuen Marvel-Soundtracks sein.

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Sentino vs. Bushido: Vorwürfe wegen "Electro Ghetto" & ersguterjunge

Sentino vs. Bushido: Vorwürfe wegen "Electro Ghetto" & ersguterjunge

Von Clark Senger am 13.04.2019 - 12:30

Fast 15 Jahre nach der Veröffentlichung von "Electro Ghetto" und der Gründung von ersguterjunge meldet sich Sentino über Instagram zu Wort, um Vorwürfe gegenüber Bushido zu erheben. Der Labelname sei seine Idee gewesen, für seine Texte der Songs "Deutschland (gib mir ein Mic)" sowie "Teufelskreis" sei er mit lediglich je 250 Euro pro Song in Form von in Deutschland rechtlich problematischen Buy-outs bezahlt worden. Außerdem berichtet der Rapper vom "fettesten Deal [seines] Lebens", der nun in trockenen Tüchern sein soll.

ersguterjunge war Sentinos Idee?

Auch wenn die meisten Ideen der Rap- und Menschheitsgeschichte laut einigen nicht ermüdenden Internetnutzern eigentlich Flers Idee waren, verhält es sich mit ersguterjunge womöglich anders. Sentino behauptet nämlich in seiner Instagram-Ansage:

"Auf jeden Fall 'ersguterjunge' ist mein Name. Hab' ich nie dafür Geld gesehen, nicht einen Cent. Dann hab' ich bei 'Electro Ghetto' zwei hundertprozentige Titel geschrieben: 'Deutschland (gib mir ein Mic)' und 'Teufelskreis'. (...) Auf jeden Fall hat der gute Nico Zeh – hieß der, glaube ich – von Universal, vom Label einen Buy-Out mit mir gemacht, mir 250 Euro pro Song bezahlt. Dann hat Bushido das 'Deutschland (gib mir ein Mic)' auch noch als seine DVD benutzt. (...) Buy-Outs sind in Deutschland nicht möglich, also Urheberrechte gehören mir. Werden wir uns auf jeden Fall auch drum kümmern. Um den Namen werden wir uns auch drum kümmern."

Buy-Outs von Sentinos Texten für Bushido?

Bevor ihr selbst googlen müsst, was es mit Buy-outs auf sich hat, gibt es hier die Kurzform: Durch einen Buy-Out tritt der Urheber eines Werks jegliche Rechte an diesem gegen eine Bezahlung ab. Diese Praktik wird zwar in Deutschland in unterschiedlichen Bereichen der Medienwelt eingesetzt, rechtlich ist die Lage jedoch problematisch. Grund dafür ist – Achtung, einige werden sich freuen! – Paragraf 31. Natürlich sprechen wir hier nicht vom berüchtigten "Judas-Paragrafen" im Betäubungsmittelgesetz, sondern vom Urheberrechtsgesetz. Dort heißt es im fünften Absatz:

"Sind bei der Einräumung eines Nutzungsrechts die Nutzungsarten nicht ausdrücklich einzeln bezeichnet, so bestimmt sich nach dem von beiden Partnern zugrunde gelegten Vertragszweck, auf welche Nutzungsarten es sich erstreckt. Entsprechendes gilt für die Frage, ob ein Nutzungsrecht eingeräumt wird, ob es sich um ein einfaches oder ausschließliches Nutzungsrecht handelt, wie weit Nutzungsrecht und Verbotsrecht reichen und welchen Einschränkungen das Nutzungsrecht unterliegt."

Prinzipiell ist es, anders als in einigen anderen Ländern, in Deutschland nicht möglich, als Urheber eines Werks alle Rechte daran uneingeschränkt abzutreten. Stattdessen gibt man das Nutzungsrecht im vertraglich festgelegten Rahmen ab. Durch die Paragrafen 32 und 32a des Urheberrechtsgesetzes wurden die Diskrepanzen zwischen Paragraf 31 und Buy-outs insofern entschärft, dass der Urheber einen Nachvergütungsanspruch bekommen kann, wenn die Auswertung des Werks besonders erfolgreich ist.

Sentino schrieb laut eigenen Angaben die Texte für "Teufelskreis" und "Deutschland (gib mir ein Mic)". Daraufhin übertrafen die Verkaufszahlen von "Electro Ghetto" deutlich die Erwartungen. Universal war laut Bushido von rund 30.000 zu verkaufenden Einheiten ausgegangen, das Album wurde 2006 mit mehr als 100.000 Einheiten zu Bushidos erstem Goldalbum. Zudem wurde ein Songtitel auch für Bushidos erstes Live-Album "Deutschland, gib mir ein Mic!" 2006 benutzt, das mit über 25.000 verkauften Einheiten im DVD-Bereich ebenfalls mit Gold ausgezeichnet wurde. Durch diese Erfolge erhofft Sentino sich nun offenbar nachträgliche Zahlungen.

Sentino wirft Bushido rassistische Beleidigung vor

Außerdem behauptet Sentino, Bushido habe dessen damalige Freundin aus Hamburg als "N-Wort-Schl*mpe" bezeichnet, als er den ersguterjunge-Chef als Backup-Rapper begleitete. Das habe auch dafür gesorgt, dass die Rapper getrennte Wege gingen:

"Das Gute kommt zuletzt. (...) Ich war dein Backup-Rapper, wir haben uns damals getrennt, weil ich eine schwarze Freundin in Hamburg hatte, die du als 'N-Wort-Schl*mpe' bezeichnet hast und dann gesagt hast, wenn ich mit dieser N-Wort-Schl*mpe irgendwo aufkreuze, dann prügeln wir uns. Weil du ja sie dann erstmal haust. Also wie das Blatt sich so wendet: Ich habe grade den fettesten Deal meines Lebens unterschrieben, werde für den ein oder anderen Deutschrap-Künstler jetzt ein Album schreiben."

Auf Buy-Outs wird er sich bei seinen neuen Textertätigkeiten wohl nicht mehr einlassen und einige alte Fans könnten sich durchaus freuen, dass Deutschrap "Sentence' Stift" zurück hat. Nach seiner kurzen Zeit mit Fler und dem Maskulin-Team, in der "Unterwegs" sowie das "epische Interview" entstanden, veröffentlichte er für eine gewisse Zeit polnische Musik. Außerdem gab es auch deutschsprachige Releases, die allerdings nicht viel Aufmerksamkeit generieren konnten.

Zuletzt konnte man Sentino in Kollegahs Entourage bei Toptier Takeover sehen – hier ein Zusammenhang zu seinem neuen Deal zu sehen, wäre aber reine Spekulation.

Toptier Takeover: FourSeven battlet Noir, Kollegah & Alpha Music gleichzeitig [Video]

Das Battle zwischen Noir und FourSeven ist aus mehreren Gründen absolut sehenswert. Erstmal ist es ein cooler Move, dass Kollegah seinen Schützling auch über die Battle-Welt vorstellen will.


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