Oscars 2019: "Black Panther" & Spike Lee gewinnen

Die Oscars 2019 gehen in die Geschichte der Academy ein: Mit Black Panther gewinnt zum ersten Mal ein Marvel-Superheldenfilm einen Oscar. Spike Lee erhält für "BlacKkKlansman" ebenfalls seinen ersten richtigen Oscar, der keine Ehren-Auszeichnung ist. Trotz weiterhin bestehender Kritik an der Oscar-Preisverleihung bewegt sich zumindest ein bisschen etwas.

Black Panther gewinnt drei Oscars

"Black Panther" war für insgesamt sieben Oscars nominiert. Drei davon konnten die Verantwortlichen dann letzten Endes auch mit nach Hause nehmen:

  • Beste Filmmusik
  • Bestes Szenenbild
  • Bestes Kostümdesign

Die Nominierung für "Bester Filmsong" (Kendrick Lamar & SZA – All the Stars) ging leider nicht an den Marvel-Film beziehungsweise Kendrick Lamar und SZA.

Das Soundtrack-Album zu "Black Panther" von Kendrick Lamar wurde hier ebenfalls nicht ausgezeichnet (es war auch nicht nominiert), sondern der tatsächliche Score.

Aber die Auszeichnung für die beste Filmmusik durfte Ludwig Göransson und damit auch irgendwie Hiphop mit nach Hause nehmen. 

Der Komponist arbeitet seit vielen Jahren zum Beispiel mit Childish Gambino zusammen und hat zuletzt für "This is America" einen Grammy gewonnen.

Grammys 2019: Drakes abgebrochene Rede, Rap-Momente & die Gewinner

Die Grammys 2019 sind Geschichte. Hiphop spielte erwartungsgemäß eine große Rolle. Diverse Artists des Games räumten nicht nur Preise ab, sondern sorgten auch für die eine oder andere Kuriosität des Abends. In den vergangenen Jahren wurden die Grammys immer wieder für zwei Dinge kritisiert.

Spike Lee gewinnt einen Oscar für BlacKkKlansman

Spike Lee, Charlie Wachtel, David Rabinowitz und Kevin Willmott erhalten mit "BlacKkKlansman" den Oscar für "Bestes adaptiertes Drehbuch".

Spike Lee wurde bereits mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet, aber dieser hier ist sein erster 'richtiger' Academy-Award, den er gewinnt.

Dementsprechend groß ist die Freude über die Auszeichnung. Auch die Reaktion von Samuel L. Jackson ist einfach nur großartig.

Spike Lee wäre nicht Spike Lee, wenn er seine Acceptance Speech nicht für eine politische Message nutzen würde: Er appelliert an die US-Bürger, die Wahlen 2020 zu nutzen.

Hier kannst du dir die komplette Rede anhören. Wir wissen mittlerweile auch, was Spike Lee zu Beginn gesagt hat, was überpiept wurde: Er wollte in Ruhe ausreden.

Kyle Buchanan on Twitter

Everyone is texting me asking what Spike Lee said that was bleeped... he began his speech by saying "Do not turn that motherf*cking clock on!" And they sure didn't

Die leidenschaftliche Rede ist natürlich auch zum US-Präsidenten durchgedrungen, der sie als rassistischen Angriff bezeichnet. Wollen wir hoffen, dass sie ihr Ziel erreicht.

Aber wenden wir uns lieber wieder den schönen Dingen zu. Zum Beispiel den Custom-Jordans, die extra für Spike Lees Auftritt bei der Oscar-Preisverleihung angefertigt wurden:

BOOMSHACKSLACKA

293.8k Likes, 15.4k Comments - Spike Lee (@officialspikelee) on Instagram: "BOOMSHACKSLACKA"

Gonna Be Stylin' And Profilin' On Da Oscar Red Carpet Tomorrow Morning Night. IT'S GOTTA BE DA JORDANS. BOOMSHACKALACKA

75.9k Likes, 3,019 Comments - Spike Lee (@officialspikelee) on Instagram: "Gonna Be Stylin' And Profilin' On Da Oscar Red Carpet Tomorrow Morning Night. IT'S GOTTA BE DA..."

Oscars 2019: Kendrick Lamar & SZA mit Black Panther-Song "All the Stars" nominiert

Kendrick Lamar und SZA haben gute Chancen, bei den Academy Awards 2019 einen Oscar zu gewinnen: Der gemeinsame Song "All the Stars" aus dem "Black Panther"-Soundtrack wurde nominiert.

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Von Riffs zu Rhymes – Die Evolution des Wireless Festival

Von Riffs zu Rhymes – Die Evolution des Wireless Festival

Von Michael Rubach am 30.06.2019 - 16:31

Travis Scott, Cardi B, Migos – das Wireless Germany holt am 5. und 6. Juni so einige Superstars der internationalen Rapszene nach Frankfurt. 2017 fand das Festival zum ersten Mal in Deutschland statt. In der Frankfurter Commerzbank-Arena traten unter anderem The Weekend und Justin Bieber als Headliner auf. Das Wireless hat seine Ursprünge jedoch in England. Anhand der Entwicklung des Festivals lässt sich auch ein Wandel in der weltweiten Musikkultur ablesen.

London & Leeds – es beginnt very British

2005 feierte das Festival im Londer Hydepark Premiere. Das Lineup fiel dabei noch maximal britisch aus. Die Headliner an den vier Festivaltagen formierten eine Art Best-Of der landestypischen Popkultur. New Order, Basement Jaxx, Keane und Kasabian prangten ganz oben auf den Werbebannern. Statt Rhymes regierten überwiegend Riffs. Vor 14 Jahren kam Rap dort nur vereinzelt vor. Die Stereo MCs oder Lady Souverign leisteten dahingehend ein wenig Pionierarbeit.

In den beiden Folgejahren fand das Festival parallel zum Hyde Park auch in zweitägiger Form am Harewood House in Leeds statt. Mit Depeche Mode, Daft Punk, The Who oder The Strokes standen weiter vorwiegend Rockmusik und Elektrosounds im Vordergrund – bis Hova kam.

Jay-Z bringt den Rap

Nachhaltig aufgebrochen wurde diese Ausrichtung ab 2008. Neben angesagten Indie-Gruppen und Kultbands aus früheren Jahrzehnten kündigte sich auch Jay-Z an. 2009 folgte sein damals wohl noch guter Freund Kanye West. 2010 reiste erneut Jay-Z ins Vereinigte Königreich, um den Hyde Park zu elektrisieren. Die jahrelang so prägenden "The"-Bands waren nicht mehr die ganz großen Publikumsmagneten. Schon vor der endgültigen Zementierung ihres Ruhmes spielten The Weeknd, Nicki Minaj, Wiz Khalifa, J. Cole, A$AP Rocky, Kendrick Lamar und viele weitere heutige Superstars auf dem Wireless. Das Festival baute sich auch einen Ruf als Trendbarometer auf.

#TBT: #JayZ at Wireless 2013 #throwbackthursday #wireless

717 Likes, 38 Comments - Wireless Festival (@wirelessfest) on Instagram: "#TBT: #JayZ at Wireless 2013 #throwbackthursday #wireless"

2013 veränderte sich zwar der Veranstaltungsort, aber die Ausrichtung nicht. Im Queen Elizabeth Olympic Parc in Stratford traten Justin Timberlake, Kendrick Lamar, Snoop Dogg und wiederum Jay-Z auf. 2014 zog das Festival innerhalb Londons weiter und richtete sich im Finsbury Park ein. Dazu kam mit dem Perry Park in Birmingham erneut ein zusätzlicher Veranstaltungsort. Da Drake kurzfristig ausfiel, verkörperte Kanye West an zwei Tagen den Mainact.

Drake ersetzt DJ Khaled – das Wireless ist für Überraschungen gut

Zwischen 2015 und 2018 konzentrierte sich das Festival in England auf die Location im Finsbury Park. Das zehnjährige Jubiläum wurde 2015 auf mehreren Stages gefeiert und das Festival um einen zusätzlichen Tag erweitert. Am Sonntag vor dem eigentlichen Festivalstart machte Drizzy den Headliner an einem eigens einberufenen Geburtstagsevent. 2018 tauchte Drake zudem eher überraschend auf, nachdem DJ Khaled abgesagt hatte.

Wireless Festival 2018 Highlights

London, we did that. Thank you Wireless 2018. Tickets for Wireless 2019 are now on sale: http://bit.ly/2JhCU4o Music tracks: Ms Banks - Chat 2 Mi Gal Krept X Konan, Stormzy - Ask Flipz Ski Mask the Slump God - Rambo - http://www.wirelessfestival.co.uk/ https://www.facebook.com/WirelessFestival/ https://twitter.com/wirelessfest https://www.instagram.com/wirelessfest/

Lokale Acts sind zwar auch heute noch im Lineup zu finden, aber das Booking fokussiert sich mehrheitlich auf internationale Größen. Der Sound der weltweiten Metropolen steht dabei im Vordergrund. Das urbane Feeling fängt wohl keine Musikrichtung so gut wie Rap ein – gefolgt von Elektrosound. Schweißtreibender Indierock führt inzwischen ein eher randständiges Dasein. Das Wireless Festival bildet diesen Zeitgeist ab und transportiert ihn ins (noch europäische) Umland.

Im Alten Rebstockparck in Frankfurt kommt wohl niemand vorbei, der auf ausgedehnte Schlagzeugsoli steht. In einer Ära, in der Capital Bra mehr Nummer-1-Hits auf seinem Konto hat als die Beatles, rastet die Menge nunmal zu Travis Scott und RIN aus. Parallel dazu findet der Abriss in London statt. Beide Veranstaltungen bezeugen eindrucksvoll die aktuelle Durchschlagskraft von Rap.

Alle Infos zu den Festival-Tagen in Frankfurt bekommst du auf wireless-festival.de.


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