Der kongolesisch-französische Rap-Star Gims ist am vergangenen Freitag nach seiner Landung in der Hauptstadt Paris von der Polizei verhaftet worden. Wie unter anderem RTL Frankreich und Afrika Intelligence berichten, wird dem Ex-Sexion d'Assaut-Mitglied organisierte Geldwäsche vorgeworfen.
Gims soll Teil eines internationalen Geldwäsche-Rings sein
Im Zentrum der Ermittlungen ist dabei ein internationales Netzwerk, gegen das seit Juli 2023 von den Behörden ermittelt wird. Das Netzwerk soll durch mehrere Briefkastenfirmen, Off-Shore-Konten und Scheinrechnungen Steuerhinterziehung und Geldwäsche im großen Stil betreiben. Dadurch hätten sich "mehr als 2.000 Unternehmen ihren steuerlichen und sozialen Verpflichtungen" entzogen.
Die französischen Behörden werfen Gims vor, Teil eines kriminellen Netzwerks zu sein. Der Rapper hat im vergangenen Jahr mehrere Luxusvillen in der marokkanischen Metropole Marrakesch eröffnet. Seine Baptised Sunset Village Private Residences umfassen auf 3.000 Quadratmetern insgesamt 118 Luxusvillen mitsamt eigenen Sportplätzen, Saunen, Spas und mehr. Die Behörden gehen davon aus, dass er und die beteiligten Firmen über den Luxusvillen-Komplex Teil dieses kriminellen Netzwerks geworden sind. Unter anderem sollen Gelder aus "illegaler Herkunft" für den Aufbau des Immobilienunternehmens genutzt worden sein.
Inzwischen ist Gims nicht mehr in Polizeigewahrsam und wieder auf freiem Fuß – jedoch nur unter Auflagen. Dem "Desolé"-Star werden bestimmte Kontakte untersagt, er muss den Behörden regelmäßig seinen Aufenthaltsort mitteilen und Gims hat eine Kaution zahlen müssen. Ein Gerichtstermin für seine anstehende Verhandlung steht noch nicht fest.
Gims hat sich bisher noch nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Ob seine Tour, bei der Gims im Oktober auch vier Mal in Deutschland auftreten soll, dadurch beeinträchtigt wird, ist ebenfalls unklar.
Gims und seine Ehefrau waren zuletzt auch Teil eines Gerichtsprozesses gegen den französischen Rapper Booba. Mehr dazu könnt ihr hier lesen:
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