Olexesh blickt auf die Ermordung seines Stiefvaters zurück
Olexesh

Als Olexesh gerade einmal 13 Jahre alt war, wurde sein Stiefvater bei einem Überfall auf die Pizzeria der Familie ermordet. Zu Gast bei Stokeds "Back On Track" blickt OL jetzt auf diesen Schicksalsschlag zurück und eröffnet, wie es ihn geprägt hat.

Olexesh verliert als Jugendlicher seinen Stiefvater

Generell beschreibt Olexesh seine Kindheit als sehr turbulent. Gemeinsam mit seiner Mutter sei er in jungen Jahren nach Deutschland geflüchtet – unter anderem nachdem "die Mafia" bei ihm zu Hause geklopft hatte. Aber auch in Deutschland sei vorerst nicht wirklich Ruhe eingekehrt. Im Asylheim habe seine Mutter einen neuen Mann kennengelernt, doch diese Beziehung sei ebenfalls von Gewalt geprägt gewesen:

"Meine Mutter hat nur Schicksale erlebt. [...] Ich hab auch nur Schicksale erlebt: Schlägerei, Gewalt zur Frau, ständig. Wirklich vierundzwanzig-sieben."

Das änderte sich erst, als sein Stiefvater ermordet wurde. Bereits vor knapp zehn Jahren hatte Olexesh gegenüber Vice erzählt, dass zwei "Punks" die von seinem Stiefvater betriebene Pizzeria ausrauben wollten und ihn dabei niederstachen. "Dann war erstmal Ruhe. Das war natürlich kein schöner Moment, kein schönes Gehen, dass so erst ruhig ist."

Auf die Frage, wie er auf die Tat reagiert habe, antwortet Olexesh, dass er sich erstmal "eiskalt" gegeben hätte. Mit seinen 13 Jahren sei ihm jedoch schon klar gewesen, was da gerade passiert ist. Und es war wohl schwierig, dem Ganzen zu entfliehen. In der Schule habe sich schnell herumgesprochen, dass sein Stiefvater erstochen wurde und so seien von allen Seiten Beileidsbekundungen gekommen. Das sei zwar "korrekt", aber auch "nicht leicht" für ihn gewesen. Zumal seine Mutter zu der Zeit schwanger von dem Ermordeten war.

Im Interview mit Vice hatte Olexesh damals noch erzählt, dass die beiden Mörder der Familie einen Brief geschrieben hätten, in dem sie sich entschuldigten. Seine Mutter soll die Nachricht allerdings einfach weggeschmissen und das Ganze als "lächerlich" befunden haben. Auch für ihn sei der Brief "absurd" gewesen.

Nach dem Mord zog Olex' Familie nach Darmstadt, wo seine Mutter irgendwann einen neuen Mann kennenlernte. Der hatte ebenfalls zwei Kinder und sodass sie zu sechst in seinem Haus lebten. "Wir waren eine Patchwork-Family. Wir haben ein riesiges Haus gehabt, ich hab' mein eigenes Zimmer bekommen. Ich hab' mich wohlgefühlt."

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